Freitag, 18. Oktober 2024

Wieder eine Woche rum!

Die Woche fing gar nicht gut an, denn Sophie hat am Montag Morgen vor der Arbeit weder alleine gefressen - ich musste sie füttern - noch hat sie ihr großes Geschäft erledigt. Obwohl sie es am WE immer um diese Uhrzeit gemacht hat, hat es natürlich pünktlich zum Arbeiten nicht geklappt. Somit konnte ich sie nicht, wie ursprünglich geplant in ihr Gefängnis stecken und damit sich die Sauerei in Grenzen hält, habe ich ihr Bett im Flur aufgebaut. Als ich nach Hause kam, hat sie es immerhin geschafft, den Kack so hinzulegen, dass sie nicht noch zig Mal durchgelaufen ist, aber sie muss sich irgendwann so festgelaufen haben (obwohl es eigentlich gar keine Ecke im Flur gibt, dass sie so geschrien hat, dass meine Vermieterin es unterm Dach gehört hat und sie kurz davor war in die Wohnung zu gehen. Da es aber kurz vor 12 Uhr war und ich ja um 12.30 Uhr immer komme, hat sie es erstmal verworfen. Sie wusste ja auch gar nicht, was sie machen soll. Das macht mir alles so große Sorgen, auf Dauer geht es einfach so nicht mehr, irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. :-(

Dienstag lief es dann morgens besser, sie hat alles erledigt - zwar mit Kampf, aber immerhin - so konnte ich sie ins Gefängnis stecken und es gab kein Geschrei. Glaubt mir, wohl fühle ich mich auch nicht dabei, sie 5 h da drin zu lassen, aber es ist zu ihrem eigenen Schutz. Abends hatte ich dann den Tierarzttermin und wir haben Tacheles geredet. Es war ein gutes Gespräch, aber wirklich weiter bringt mich das halt auch nicht. Es ist so, wie ich es immer befürchtet habe, was ich sehr erschreckend finde, wie realistisch ich das Ganze schon vor Monaten eingeschätzt habe. Fakt ist, wir sind in einer Grauzone angekommen! Es ist alles nicht ganz eindeutig und nicht mal der Tierarzt wüsste, was er tun würde, wenn es seine Hündin wäre. Aber er sagt auch ganz klar, wenn ich die Entscheidung treffe, sie zu erlösen, dann wird er es jetzt auch machen. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem er es auch als Tierarzt vertreten kann. Das jetzt so direkt zu hören, verändert alles. Es ist erleichternd und schockierend zugleich! Und so belastend die Situation für mich ist, so schlimm finde ich den Gedanken dann doch, sie nicht mehr bei mir zu haben. Aber es gibt nun mal Fakten. Sie hat schon wieder abgenommen, körperlich eigentlich null Reserven mehr, Muskeln kaum noch vorhanden, es ist eigentlich ein Wunder, warum sie noch körperlich so durchhält. Schmerzen scheint sie weiterhin keine zu haben, aber die Kraft lässt halt immer mehr nach. Die Lebensqualität ist stark eingeschränkt, allerdings auch hier nicht eindeutig zu sagen, dass sie gar keine mehr hat. Es gibt Hunde, da sagt der Tierarzt, jetzt ist aber mal gut! Da sind wir noch nicht und es ist fraglich, ob es noch so eindeutig wird. Zu spät Erlösen ist auch keine Lösung. 

Ich habe es sacken lassen, mit meinem Vater, der mit ihr am Mittwoch nochmal geübt hat, für meinen Krankenhausaufenthalt, gesprochen - auch er teilt unsere Einschätzung. Und ganz klar ist, dass ich keine Entscheidung aufgrund meiner Situation machen werde, nur damit wir das Betreuungsproblem umgehen oder ich weniger Hilfe in der Zeit danach brauche. DAS muss ich rausfiltern. #

Die Blutwerte waren soweit okay, also alle Werte abgesehen von den Nieren. Bei den Nierenwerten zeigt sich gerade eine ansteigende Tendenz. Wir sind jetzt fast auf dem Ausgangsniveau Anfang des Jahres, bevor sie dann durch die Futterumstellung wieder runter gegangen sind. Tierarzt meint, dass das noch lange nicht kritisch ist, aber eben kippen kann. Wann, kann er nicht sagen. Ich weiß aber, dass sie bei diesen ähnlichen Werten schon Sympthome gezeigt hat - Übelkeit, ab und zu Erbrechen, und Antriebslosigkeit. Deswegen werde ich da ganz genau hinschauen. 

Ich hangel mich also weiter von Tag zu Tag! Allerdings waren die letzten beiden Tage jetzt wirklich schlimm und da muss ich ganz klar sagen, sollte das sooo bleiben, dann kann ich das nicht mehr lange verantworten. Ich weiß aber, dass es nach der Librela Spritze immer zwei Tage doof war, also muss ich weiter abwarten. Es ist einfach nur grauenhaft hier! Anders kann man es wirklich nicht sagen.

Ansonsten verlief die Woche ohne besonderen Vorkomnisse. Es plätschert so dahin, alles ausgerichtet auf den Doomsday. Verdrängung klappt erstaunlich gut, obwohl ich da sonst ja nicht sehr gut drin bin. 

Gestern habe ich das letzte Mal Rasen gemäht, was jetzt durch die Wärme noch wächst, darf dann bis zum Frühjahr bleiben. 

Geschlafen habe ich kaum, der Vollmond und Sophies Unruhe, halten mich auch Nachts auf Trab, mich wundert es, dass ich trotzdem erstaunlich fit bin. Ich habe auch tagsüber keinen Durchhänger. 

Beim Töchterchen läuft es soweit gut, allerdings will jemand wie erwartet nicht das geforderte Formular für en Bafög Antrag ausfüllen. Ist jetzt keine große Überraschung, aber trotzdem einfach nur maximal nervig. Auch auf den Hinweis, dass er verpflichtet ist und sich bei seiner Weigerung das Bafög Amt kümmern wird, ist ihm egal. Er ist der Meinung, sie würde nix bekommen, weil er zu viel verdient und mit meinem Gehalt dazu, wir locker drüber sind. Ahja, als es um die Neuberechnung des Unterhaltes ging, war er noch sehr, sehr arm. Komisch! Egal, Aufregen hilft da nix. Ich habe mein Formular ausgefüllt, ging ganz easy und jetzt muss das Töchterchen halt damit zum Amt. Schauen wir mal, wie es da weitergeht. 

Mittlerweile sind auch endlich alle Kisten in Hamburg angekommen, Hermes hatte da einige Schwierigkeiten. ;-) Und nun sind auch fast die Ersti-Wochen rum. Ab Montag geht es richtig los. Sie hatte schon zwei Vorstellungsgespräche für einen Job, allerdings musste ich sie mal wieder daran erinnern, dass sie wegen Kindergeld, Krankenkasse und Bafög eben nur einen Minijob annehmen kann. Egal, ob es ein Werksstudentenjob oder sonst was ist. Aber Mutti hat ja keine Ahnung! ;-)

Mir ist übrigens das Wetter zu warm, die Sonne ist toll, keine Frage, aber es ist einfach zu warm für diese Jahreszeit.

So, ich muss mal aufhören, Sophie bekommt trotz unruhiger Nacht mit wenig Schlaf immer noch keine Ruhe. Es geht also anscheinend so weiter, wie die letzten beiden Tage. Ich hab sie schon 3x auf ihre Decke gelegt. Aber sie steht immer wieder auf und dreht. 

Ausserdem stehen Hausputz und Einkaufen auf dem Programm heute. 


Freitag, 11. Oktober 2024

Arbeitswoche geschafft!

Die erste Arbeitswoche ist geschafft, aber für Sophie ist das echt übel. Am Montag war sie ja noch nicht lange alleine, aber ab Dienstag ging es ja nicht anders. Was mich Dienstag nach der Arbeit erwartete war echt grausam. Ein vollkommen erschöpfter Hund, der es gerade noch zum Pipi machen geschafft hat, danach ging gar nix mehr. Ich musste sie dann sogar die Einfahrt hochtragen, weil sie keinen Schritt mehr ging. Zu Hause noch ein wenig fressen, aber dazu war sie auch zu k.o.! Anschliessend schlief sie immerhin 3 h durch. Auch die Nachmittagsrunde war noch schlapp, zum Abend berappelte sie sich und lief wieder ordentlich mit. 

Am Mittwoch versuchte ich es anders, ich fütterte sie erstmal, denn ich hatte die Hoffnung, dass sie mit vollem Magen einfach länger liegen bleibt, nachdem ich gegangen bin. Aber sie zum großen Geschäft zu überreden und dann noch zu füttern - ich schaff das zeitlich einfach nicht. Früher aufstehen nutzt nix, sie ist einfach zu müde. Ich muss sie eh schon wecken, weil sie ja alles total verschoben macht. Aber immerhin war es Mittwoch nicht ganz so schlimm und ich hatte etwas Hoffnung, dass sie sich gewöhnt. 

Ich sollte das mit der Hoffnung einfach lassen, denn gestern war es wieder schlimm, sie hing vor der Kellertür und kam da nicht mehr weg. Da liegt ja mittlerweile ein Kissen zum Schlafen, aber sie schafft es halt nicht, sie dort einfach absinken zu lassen. Sie war zwar nicht ganz so erschöpft wie Dienstag, aber die Einfahrt hoch ging trotzdem nicht mehr. 

Nächste Woche versuche ich es mit dem Gefängnis und hoffe, dass sie es nicht kaputt macht, wenn sie 5 h da drin liegen muss. Da sie ihren Futternapf aber eh nicht mehr findet, auch wenn sie im Flur stundenlang Kreise dreht, kann ich sie auch versuchen zu begrenzen. Geht aber nur, wenn sie ihr großes Geschäft gemacht hat. 

Aber jetzt ist erstmal Wochenende. Ich versuche den Tagesablauf zeitlich nicht wirklich zu verändern, bin aber leider heute auch eine Stunde später wach geworden. Allerdings füttere ich sie nicht, sie hat ja den ganzen Vormittag Zeit ihr Fressen einzunehmen. Es scheint sich aber nun gefestigt zu haben, dass sie morgens nix frisst, ausser ich schiebe es ihr mit der Gabel rein. Da ist dann allerdings für mich eine Grenze erreicht. Während der Woche okay, aber einen Hund, der von sich aus nix mehr frisst, werde ich nicht permanent mit Druck überreden. Mal schauen, wie sich das die 3 Tage entwickelt. Ich führe sie natürlich regelmäßig zum Napf. 

Ich habe irgendwie versucht, die Bude am Laufen zu halten, allerdings bleibt wirklich wenig Zeit dafür. Da ich die wenigen Stunden, die Sophie nach dem Mittagessen pennt, für mich nutze, schaffe ich nicht so viel. Ich kann es nicht ändern! Immerhin habe ich jeden Tag etwas Sport geschafft, Fotos im Archiv gemistet, die Sachen für das Töchterchen fertig gemacht, die heute abgeholt werden und gestern war meine Vermieterin zum Weinchen trinken da. Sie hatte Mittwoch Geburtstag, den ich vergessen habe und da ich nicht hoch kann, ist sie gestern dann runtergekommen. War ein sehr netter Abend. :-)

Ganz merkwürdig ist, zu wissen, dass ich nun das allerletzte Mal in meinem Leben meine Periode habe. Das Rundherum bleibt ja, aber ansonsten war es das jetzt. Ich bin ehrlich, so sehr mich das wirklich auch langsam genervt hat, ich hätte sie lieber weiter bekommen als das, was nun passiert.

Heute steht die normale Freitagsroutine an, morgen will bzw. muss ich in die Stadt, ein paar Dinge besorgen und vielleicht schaffe ich es am Sonntag zu joggen. Es ist eigentlich Elisabethmarkt, aber geht halt leider nicht. :-( Wie so vieles dieses Jahr, zieht auch das an mir vorbei. 

Tierarztbesuch habe ich erstmal auf nächste Woche verschoben. Bisher merke ich keine Verschlechterung bezüglich der Librela Spritze, im Gegenteil, momentan ist das Gejammer und Gefiepe tatsächlich besser. Woran es liegt, weiß ich nicht. Wahrscheinlich halt vorrübergehend, wie so vieles. 

Jetzt werde ich noch in Ruhe meine Kaffee trinken, bevor ich loswirbel, wobei die erste Maschine Wäsche dreht schon im Keller ihre Runden.








Montag, 7. Oktober 2024

Was für ein Fehlstart....

...in die neue Woche, in die letzten Wochen körperliche Unversehrtheit, in den Alltag - der ja irgendwie zur Zeit auch kein wirklicher Alltag ist, sondern einfach nur vom Chaos beherrscht wird.

Immerhin war das Wetter gestern und vorgestern wirklich sehr schön, ich muss eigentlich nur noch einmal Rasen mähen, dann ist der Garten winterfein, aber dazu muss es halt nochmal trocken sein und ich muss Zeit haben. Vielleicht klappt es ja noch! Vor dem Termin! Wann genau ist ja eigentlich hier nicht wichtig. 

Aber gestern hatte Sophie einen ausgesprochenen schlechten Tag, es war einfach nur grauenhaft. Sie hat ihre Jammerzeit nochmal verlängert. Diesmal ging es von 15.30 Uhr eigentlich bis Nachts - nur beim Spazieren gehen und während des Fressen war mal Ruhe. Das sind Stunden der Verzweiflung bei mir, in denen sich alle abgründigen Gefühle aus meinem tiefen Innersten nach oben katapultieren. Wie lange kann das hier so noch gut gehen - ich weiß es nicht! Diese Woche ist Tierarzttermin, da müssen wir mal wieder Tacheles reden. 

Dadurch, dass gestern Abend alles durcheinander kam, einschliesslich Pipi machen, hatten wir heute morgen dann den Supergau. Die letzte Woche waren wir ja 1-2 h später und es ist mittlerweile stockdunkel morgens und somit hat sie nichts gemacht, trotz wirklich langer Runde. Kein Pipi, kein großes Geschäft. Ich war echt am Ende, zu wenig Schlaf, zu viel Sorgen, zu wenig Kapazitäten und ich hatte einen Termin, zu dem ich pünktlich musste. Da mein Vater heute eh nochmal mit ihr üben wollte, habe ich ihn gebeten früher zu kommen, sonst wären alle beide Geschäfte definitiv reingegangen. So, ist zwar alles gut gegangen, aber für meine Nerven ist das wirklich alles zu viel. Blöderweise hat sie nun den ganzen Vormittag und bis jetzt gepennt - für ihre Verhältnisse extrem tief, wahrscheinlich bekomme ich dafür dann ab jetzt die Quittung. Beim Aufwachen war sie torkeliger als sonst, konnte kaum Laufen aber der gestrige Tag und die Nacht müssen ja Spuren hinterlassen haben. Fressen klappt aber weiterhin gut. Ich habe immer befürchtet, dass es unter diesen Bedingungen einen quälenden und sich dahinziehender Prozess wird - und aufgrund der Demenz kann man die Lebensqualität auch einfach nicht einschätzen. Es ist schlichtweg nicht möglich. Das ist wohl dann auch das Problem der Tierärzte. Ich hätte mir und vor allem Sophie einen anderen letzten Weg gewünscht. Aber dass das Leben kein Wunschkonzert ist, wusste ich schon immer, doch jetzt zeigt es mir so richtig, was Sache ist.  

Mein Termin dauerte viel länger als geplant, aber immerhin gab es keine neuen Hiobsbotschaften. Und so bin ich eigentlich nur noch für 1 Stunde auf die Arbeit gefahren.

Ich fühle mich vollkommen erschöpft, ausgelaugt, ausgelutscht. Ich hoffe, morgen wird es wieder besser. Auf der Arbeit habe ich dann realisiert, dass ich dieses Jahr dann kaum noch arbeiten kann. Mit Resturlaub und die 4-6 Wochen Krankschreibung (wenn alles gut läuft)....da muss man gar nicht mehr groß rumrechnen. Wir haben immerhin schon Oktober. 

Immerhin dem Töchterchen geht es mittlerweile gar nicht mehr sooo schlecht in Hamburg, auch wenn es nun erfahren hat, dass ein Wechsel nach 2 Jahren nur an bestimmte Unis geht, weil Hamburg das Medizinstudium anders aufgebaut hat. Somit kommen auch nur die Unis in Frage, die das genauso machen. Und keine davon wäre logistisch besser als Hamburg. Näher vielleicht, aber die Zugverbindungen halt sehr viel schwieriger. Nach Hamburg kommt man von hier tatsächlich schneller als z.B. nach Augsburg. Okay, dann ist das jetzt so! Heute beginnen die Ersti-Wochen. Bei Medizin sind es zwei, bevor es dann richtig los geht. Ich bin gespannt, was sie zu berichten hat. 

Gestern ist hier über dem Haus quasi eine Kranich-Autobahn durchgestartet, ein Zug nach dem anderen flog drüber. Sehr früh in diesem Jahr. Also, einzelne Züge gibt es um diese Zeit immer mal, aber wahrscheinlich herrschte gestern einfach ideales Flugwetter. Dass ein früher Zug kein Garant auf einen harten bzw. frühen Winter ist, wissen wir ja mittlerweile.

Die Scheinwerfer am Auto sind gemacht, neue Motten oder Larven gab es seit Samstag nicht. Aber das heißt ja nichts. Blöderweise wird es doch schwieriger als gedacht, bezahlbare Alu-Felgen für die Winterreifen zu bekommen. Wäre halt supi, wenn auch das vor dem Doomsday erledigt wäre. Finde ich übrigens passend diesen Ausdruck, denn irgendwie fühlt sich das irgendwie so für mich an. Ich weiß, ich bin dramatisch, aber für mehr reicht meine Psyche nicht mehr. 

Ich lasse euch noch ein paar Fotos von gestern da, denn ich muss gleich mit dem Kreise drehenden Hund raus. Es fängt anscheinend genauso an, wie gestern. Gleiche Uhrzeit, gleiches Spiel. Mal schauen, ob ich sie noch bis 16 Uhr ziehen kann. Wir brauchen wieder einen besseren Rhythmus, es läuft dann einfach besser mit ihr. Wobei, besser wird es doch eh nicht mehr. :-(

Achja, Nachtrag. Ich habe die 150 km Laufen geschafft! Ich bin sogar etwas drüber. Rein theoretisch könnte ich noch ein bissi was drauflegen. Kommt halt darauf an, ob das Wetter und Sophie mitspielen und nicht noch neue Katastrophen dazukommen.