Montag, 7. Oktober 2024

Was für ein Fehlstart....

...in die neue Woche, in die letzten Wochen körperliche Unversehrtheit, in den Alltag - der ja irgendwie zur Zeit auch kein wirklicher Alltag ist, sondern einfach nur vom Chaos beherrscht wird.

Immerhin war das Wetter gestern und vorgestern wirklich sehr schön, ich muss eigentlich nur noch einmal Rasen mähen, dann ist der Garten winterfein, aber dazu muss es halt nochmal trocken sein und ich muss Zeit haben. Vielleicht klappt es ja noch! Vor dem Termin! Wann genau ist ja eigentlich hier nicht wichtig. 

Aber gestern hatte Sophie einen ausgesprochenen schlechten Tag, es war einfach nur grauenhaft. Sie hat ihre Jammerzeit nochmal verlängert. Diesmal ging es von 15.30 Uhr eigentlich bis Nachts - nur beim Spazieren gehen und während des Fressen war mal Ruhe. Das sind Stunden der Verzweiflung bei mir, in denen sich alle abgründigen Gefühle aus meinem tiefen Innersten nach oben katapultieren. Wie lange kann das hier so noch gut gehen - ich weiß es nicht! Diese Woche ist Tierarzttermin, da müssen wir mal wieder Tacheles reden. 

Dadurch, dass gestern Abend alles durcheinander kam, einschliesslich Pipi machen, hatten wir heute morgen dann den Supergau. Die letzte Woche waren wir ja 1-2 h später und es ist mittlerweile stockdunkel morgens und somit hat sie nichts gemacht, trotz wirklich langer Runde. Kein Pipi, kein großes Geschäft. Ich war echt am Ende, zu wenig Schlaf, zu viel Sorgen, zu wenig Kapazitäten und ich hatte einen Termin, zu dem ich pünktlich musste. Da mein Vater heute eh nochmal mit ihr üben wollte, habe ich ihn gebeten früher zu kommen, sonst wären alle beide Geschäfte definitiv reingegangen. So, ist zwar alles gut gegangen, aber für meine Nerven ist das wirklich alles zu viel. Blöderweise hat sie nun den ganzen Vormittag und bis jetzt gepennt - für ihre Verhältnisse extrem tief, wahrscheinlich bekomme ich dafür dann ab jetzt die Quittung. Beim Aufwachen war sie torkeliger als sonst, konnte kaum Laufen aber der gestrige Tag und die Nacht müssen ja Spuren hinterlassen haben. Fressen klappt aber weiterhin gut. Ich habe immer befürchtet, dass es unter diesen Bedingungen einen quälenden und sich dahinziehender Prozess wird - und aufgrund der Demenz kann man die Lebensqualität auch einfach nicht einschätzen. Es ist schlichtweg nicht möglich. Das ist wohl dann auch das Problem der Tierärzte. Ich hätte mir und vor allem Sophie einen anderen letzten Weg gewünscht. Aber dass das Leben kein Wunschkonzert ist, wusste ich schon immer, doch jetzt zeigt es mir so richtig, was Sache ist.  

Mein Termin dauerte viel länger als geplant, aber immerhin gab es keine neuen Hiobsbotschaften. Und so bin ich eigentlich nur noch für 1 Stunde auf die Arbeit gefahren.

Ich fühle mich vollkommen erschöpft, ausgelaugt, ausgelutscht. Ich hoffe, morgen wird es wieder besser. Auf der Arbeit habe ich dann realisiert, dass ich dieses Jahr dann kaum noch arbeiten kann. Mit Resturlaub und die 4-6 Wochen Krankschreibung (wenn alles gut läuft)....da muss man gar nicht mehr groß rumrechnen. Wir haben immerhin schon Oktober. 

Immerhin dem Töchterchen geht es mittlerweile gar nicht mehr sooo schlecht in Hamburg, auch wenn es nun erfahren hat, dass ein Wechsel nach 2 Jahren nur an bestimmte Unis geht, weil Hamburg das Medizinstudium anders aufgebaut hat. Somit kommen auch nur die Unis in Frage, die das genauso machen. Und keine davon wäre logistisch besser als Hamburg. Näher vielleicht, aber die Zugverbindungen halt sehr viel schwieriger. Nach Hamburg kommt man von hier tatsächlich schneller als z.B. nach Augsburg. Okay, dann ist das jetzt so! Heute beginnen die Ersti-Wochen. Bei Medizin sind es zwei, bevor es dann richtig los geht. Ich bin gespannt, was sie zu berichten hat. 

Gestern ist hier über dem Haus quasi eine Kranich-Autobahn durchgestartet, ein Zug nach dem anderen flog drüber. Sehr früh in diesem Jahr. Also, einzelne Züge gibt es um diese Zeit immer mal, aber wahrscheinlich herrschte gestern einfach ideales Flugwetter. Dass ein früher Zug kein Garant auf einen harten bzw. frühen Winter ist, wissen wir ja mittlerweile.

Die Scheinwerfer am Auto sind gemacht, neue Motten oder Larven gab es seit Samstag nicht. Aber das heißt ja nichts. Blöderweise wird es doch schwieriger als gedacht, bezahlbare Alu-Felgen für die Winterreifen zu bekommen. Wäre halt supi, wenn auch das vor dem Doomsday erledigt wäre. Finde ich übrigens passend diesen Ausdruck, denn irgendwie fühlt sich das irgendwie so für mich an. Ich weiß, ich bin dramatisch, aber für mehr reicht meine Psyche nicht mehr. 

Ich lasse euch noch ein paar Fotos von gestern da, denn ich muss gleich mit dem Kreise drehenden Hund raus. Es fängt anscheinend genauso an, wie gestern. Gleiche Uhrzeit, gleiches Spiel. Mal schauen, ob ich sie noch bis 16 Uhr ziehen kann. Wir brauchen wieder einen besseren Rhythmus, es läuft dann einfach besser mit ihr. Wobei, besser wird es doch eh nicht mehr. :-(

Achja, Nachtrag. Ich habe die 150 km Laufen geschafft! Ich bin sogar etwas drüber. Rein theoretisch könnte ich noch ein bissi was drauflegen. Kommt halt darauf an, ob das Wetter und Sophie mitspielen und nicht noch neue Katastrophen dazukommen.





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