Ja, es ist ein Unterschied, ob man zu Hause alleine ist, oder ob da noch jemand ist. In der Zeit, wo das Töchterchen hier war, war es für mich leichter, dass ich weder Sport machen noch Tanzen gehen kann. Man dreht sich nicht die ganze Zeit nur um sich und was man gerade verpasst oder was nicht geht. Deswegen fiel es mir diesmal wieder sehr schwer, sie Montag zum Bahnhof zu bringen. Danach ging es sofort bergab mit meiner Stimmung. Es hat schon was von depressiver Verstimmung gerade. Natürlich nicht zu verwechseln mit richtigen Depressionen, das wäre eine ganz andere Hausnummer.
Das WE war sehr schön mit dem Töchterchen, wir haben uns diesmal gut verstanden und auch unsere Streitthemen konnten wir diesmal ruhen lassen. Die Stimmung war aber bei beiden nicht so gelöst. Tochter ist das Lernen gerade echt leid, sie hatte die beiden Semester kaum Pause durch das Physikum und so ist sie wirklich urlaubsreif. Noch eine Woche muss sie durchhalten.
Samstag Abend waren wir auf dem Stadtfest bei bestem Wetter. Ich habe auch ohne Probleme die Treppen zum Schloss geschafft, aber dann saßen wir eine Weile bei der Schloßparkbühne auf den harten Stühlen und danach hatte ich wieder massive Probleme. Der Abstieg war dementsprechend unangenehm und es wurde erst wieder besser als wir auf ebener Strecke weiter zum Auto liefen. Ich bin also noch lange nicht über den Berg, auch wenn es stetig besser wird.
Da die angehende Medizinerin Samstag 3 h ohne Kopfbedeckung in der Sonne war, kämpfte sie Nachts und am Sonntag erst einmal mit einem leichten Sonnenstich. *soifz* Und ich hatte durch das unregelmäßige Essen der letzten Tage Verdauungsprobleme. So waren wir beide erstmal etwas angeschlagen, was sich aber zum Abend hin zum Glück besserte. So fuhren wir dann doch zur Strandbar, aber nach meinen zwei Tanzversuchen mit dem Töchterchen, vorsichtig zum Antesten, war ich schnell ernüchtert. Das kann ich mir erst noch abschminken! Tanzen in der Strandbar wird wohl diesen Sommer nix mehr. Es war aber auch recht wenig los dort.
Montag hatte ich ja noch frei und so fuhren wir zum Bummeln nach Marburg. Ich fand sogar noch eine tolle leichte Sommerhose in der weiten Form und ich muss sagen, das ist echt der Vorteil vom Zweitjob, ich muss bei sowas nicht mehr durchrechnen oder ein schlechtes Gewissen haben, dass ich es mir gönne. Auch die stolzen Preise beim Käffchen und Kuchen tun mir nicht mehr so weh. Klar, es ist einfach alles viel zu teuer, aber an solchen Tagen denke ich nicht mehr so drüber nach.
Auf dem Rückweg zum Auto haben wir noch ein Eis gegessen und zu Hause musste das Töchterchen wieder lernen. Um 18 Uhr habe ich sie zum Bahnhof gebracht. Nun werden wir uns erst wieder in Stockholm sehen. *soifz*
Der Rest der Woche war arbeitsreich, zumindest beim Zweitjob, ich glaube, ich könnte auch das WE durcharbeiten und ich schaffe nicht mal ansatzweise etwas abzuarbeiten. Und jedes Mal, wenn ich denke, jetzt kann ich das nächste Budget durchrechnen, trudelt irgendeine Ethikeinreichung ein, die natürlich durch Deadlines wichtiger ist. Aber ist okay, ich lasse mich nicht stressen und arbeite eins nach dem anderen ab. Und gestern konnte ich ein echtes Erfolgserlebnis verbuchen. Ich habe mich mit dem einen Sponsor geeinigt. Wahnsinn! Nach Rücksprache mit dem Arzt durfte ich ein letztes Mal bei einem Posten pokern und was soll ich sagen, sie haben es jetzt so durchgewunken. Es scheint also so, als wäre ich auf dem richtigen Weg und gar nicht so ungeeignet für die Verhandlungen, obwohl ich mir alles selbst beigebracht habe. :-)
Heute morgen habe ich einen Frisörtermin, mal schauen, wie kurz es wird. Aber das ist dann leider auch das einzige Highlight für dieses WE. Ansonsten keinen Plan! Ich kann ja eh nix machen. Und heute wird es auch schwierig den Spaziergang zu timen, weil es ja regnen und gewittern soll.
Da ich aber schon früh los muss, werde ich jetzt meinen zweiten Kaffee trinken und den Einkaufszettel machen. Sonst schaff ich nicht alles vor dem Frisörtermin. Haare waschen muss ich ja auch noch.
Das Foto ist von gestern spät Abends!








