Freitag, 22. Oktober 2021

Urlaub schon fast vorbei!

Tja, nun ist der offizielle Urlaubsteil ja schon wieder rum. Freitags habe ich ja eh frei und Wochenende auch. Es war dann doch weniger langweilig als gedacht, wenn auch nur wenig spektakulär. Und da meine Freundinnen irgendwie sehr ruhig sind zur Zeit, haben das Töchterchen und ich die meiste Zeit gemeinsam verbracht. 

Das Wetter hat uns immer ein wenig veräppelt. Wenn Sonnenschein angesagt wurde, hielt sich der Himmel bedeckt und an den Tagen, wo es bedeckt sein sollte - Sonntag z.B. - schien die Sonne wenigstens ein paar Stunden. Blöderweise entschied sich der Wettergott immer sehr spontan. Auch ein Blick aufs Radar half da nicht weiter. Sonntag war also der beste Tag und an dem haben wir so gut wie nix gemacht, weil es ja anders angesagt war und ich auch einen Tag zur Regeneration nach der Wanderung brauchte. Immerhin traf sich das Töchterchen mit einer Freundin.

Am Montag war das noch extremer. Sollte es doch den ganzen Vormittag Vollsonne geben, also sind wir ganz schnell nach einem Blick auf das Radar - wir waren das einzige kleine Nebeleckchen in der Umgebung - zum botanischen Garten gefahren. Um dann dort oben festzustellen - die Vollsonne wurde weggerechnet. Stattdessen feuchter Nebel und es war mächtig kalt. Na gut, Fotos haben wir doch machen können und sie sind auch sehr schön geworden.

Nachmittags fuhr das Töchterchen zum Plätzchen backen zu einer Freundin. Ich blieb zu Hause und machte es mir gemütlich.

Am Dienstag war Ikea und ein Bummel durchs Forum in Wetzlar geplant. Dafür hatten wir sogar einen Hundesitter organisiert. Also, sagen wir es mal so, immerhin war es wirklich regnerisch wie vorausgesagt und ja wir haben auch ein paar Kleinigkeiten im großen Schweden gekauft, aber wir sind weit unter 50 Euro geblieben, wir werden echt geizig! ;-) Aber im Hinblick auf Nachhaltigkeit und mangels Angeboten - der Weihnachtsmarkt war dieses Jahr sehr traurig und die Regale sehr leer - gab es einfach nichts, was wir uns gönnen wollten. Auch im Forum war die Ausbeute sehr kläglich. Die Läden geben weder was für mein Alter noch was für die Teenies her, es wirkt alles sehr ramschig. So hat das Töchterchen gar nichts gekauft. Ich habe immerhin eine Jeans gefunden - mein großes Kleiderproblem seitdem mein Jeansdealer die Filiale in Lollar geschlossen hat. 

Am Mittwoch disponierten wir um, weil wir dringend die Ausziehleine für Sophie brauchten, die alte ist leider kaputt. Wir fuhren ins Einkaufzentrum zur Tierhandlung und dort machte ich den teuersten Einkauf des Urlaubs. Naja, zu meiner Entschuldigung sei gesagt, dass die Leine - auch da hatten wir kaum noch Auswahl - schon alleine 30 Euro kostete! Und dann durfte ich mich richtig ärgern im Sportgeschäft. So eine unfreundliche Verkäuferin habe ich echt selten erlebt. Dazu gibt es auch eine Vorgeschichte! Ich war ja vor Wochen in dem Laden, um Wanderschuhe zu kaufen. Beim Anprobieren kam ich mit der damaligen Verkäuferin ins Gespräch, warum meine Schuhe immer nur max. 3 Jahre halten, während andere ihre Schuhe 15 Jahre tragen. Sie fragte dann genau, was kaputt ist und meinte, dass man die reparieren könnte. Die Firma würde das oft auch auf Kulanz machen oder man gibt einen max. Preis an, den man für die Reparatur ausgeben will. Ich solle sie mal herbringen und müsste sie nur ein wenig sauber machen vom gröbsten Schmutz. Tja, und mit diesen Schuhen stand ich dann vor dieser anderen Verkäuferin. Sie hatte von Beginn an überhaupt keinen Bock auf mich, auch nicht, als ich ihr das von der Kollegin erzählte. Der erste Vorwurf war: "Na, Lederpflege haben sie aber nicht betrieben!" Wie bitte? Ich habe diese Schuhe regelmäßig gewachst, aber das Leder war ja nicht das Problem sondern die Risstellen hin zur Sohle. Da nutzt auch kein Wachs, wenn die Schuhe nur geklebt werden! Ausserdem wären die ja wohl total verdreckt. Hallo? Ich habe sie sauber gemacht und die Sohlen nochmal abgebürstet. Ich wollte sie nur nicht wachsen, weil ich dachte, das gibt sonst bei der Reparatur Probleme. Auf jeden Fall diskutierten wir heftig und ich wurde mächtig sauer! Ich habe mich auch beschwert, dass ich ja extra wegen der Kollegin damit angekommen bin. Von alleine wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen. Sie meinte nach einem Anruf mit der Firma, ich könnte es ja selbst versuchen! So frech! Ich meinte dann, ich könnte es aber auch in Zukunft mit Aldischuhen versuchen. Die sind sehr viel günstiger und 2 Jahre halten die sicherlich auch durch. Boah, war ich geladen! Von der lasse ich mich nie nie wieder bedienen. Und sobald die jetzigen Schuhe vor Ablauf der Garantie Risse zeigen - immerhin sind sie noch teurer als meine vorherigen - schlage ich da auf und verlange ein Ersatz! Für 250 Euro kann man wohl verlangen, dass die Schuhe ein wenig durchhalten. Übrigens meine Sommerwanderschuhe halten nicht mal eine Saison durch. Der große Wolf ist auch keine Garantie für Qualität. Eine andere Marke konnte ich auch schon erfolgreich reklamieren, nachdem die Schnürung mir schon nach einem Jahr den Stoffteil durchscheuerten. Ich sollte es wirklich mal mit günstigen Schuhen versuchen. ;-)

Im Klamottengeschäft gegenüber lief es auch nicht besser, aber das lag nicht an der Bedienung. Ich habe momentan das Gefühl, dass die durch Corona die Gelegenheit nutzen die Lager leer zu räumen und uns dieses Zeug als die neuste Mode anpreisen. Anders kann ich mir das bei den Mustern, Farben und Modellen nicht erklären. Da die Klamotten dort auch noch teuer sind, sind wir auch dort ohne einen Cent auszugeben wieder raus. Im Billigladen, der unsere letzte Hoffnung auf eine Jeans fürs Töchterchen war, haben wir immerhin ein paar nette Oberteile bekommen. Normalerweise kaufe ich da nicht gerne, aber welche Alternativen haben wir momentan? 

Den Sturmtag gestern haben wir gemütlich verbracht und ich eröffne eine neue Baustelle an meinem Körper. Ich habe zu bieten "Schulter-Arm-Schmerzen". Die waren plötzlich da, das baute sich so über 2 Tage auf und nun kann ich kaum noch den Arm hochheben. Sehr schön! Ich hoffe, das wir nicht wieder so eine elends lange Geschichte, wie die Plantarfasziitis. Aber hey, joggen kann ich wenigstens mit der Schulter. 

Heute ist dann normaler Freitag! Mit Einkaufen, Haushalt und Saubermachen. Das Töchterchen will noch zur Fahrschule, um den ersten Versuch Theorieprobeprüfung zu machen. Der ist Pflicht, um zur richtigen Prüfung zugelassen zu werden. 

Jetzt muss ich auch loslegen, sonst wird es zu spät. 

Und ich lass euch noch Fotos da, von unserem kurzen Trip zum Spiegelslustturm. 








Montag, 18. Oktober 2021

Wir wandern!

Am Samstag haben wir uns für die schon lange geplante Extratour Gladenbacher Berglandring entschieden. Der Wetterbericht versprach uns Sonnenschein überall - aber das hielt dann nur das erste Stück. Später liefen wir unter dichten Wolken. Auch war der Wald für Mitte Oktober erstaunlich grün. Manche Abschnitte hatten noch kaum Herbstfarben in den Blättern. 

Start war in Gladenbach. Wir parkten bei der Schule und liefen dann zum Ausgangspunkt. Notiz an mich, man kann direkt am Ausgangspunkt bei Verdi parken. Und man spart sich ca. 1,5 km. Angezeigt sind 17,5 km, wir haben es mit 18,9 km geschafft. Und hey, wir haben uns nicht verlaufen.




Das erste Highlight war die Hinterländer Schweiz, die kenne ich schon von früheren Spaziergängen in Gladenbach. Und es ist immer wieder überraschend, wenn plötzlich diese Klippen mitten im Wald auftauchen.






Da gibt es wohl irgendwo noch eine Höhle, aber die haben wir irgendwie verpasst. Weiter gings, jetzt auf die sonnenzugewandte Seite bis zu einem Rastpunkt, wo sich das Töchterchen für uns ins Wanderlockbuch eintrug.








Nach einem weiteren kurzen flachen Stück, zog die Tour dann an. Es ging stetig berghoch Richtung Rachelshausen. Hier war ich mein Lebtag noch nicht. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.







Wer schnell wandert, kann länger rasten! :-)


Ich bin leider nicht so schnell berghoch, aber eine Rast gab es auch für mich. Dort hatte man einen tollen Ausblick auf Rachelshausen und die Umgebung. Leider musste ich gegen die Sonne fotografieren. 





Da es uns aber durch den Wind recht kalt wurde, sind wir bald weiter. Natürlich bergauf! 






Irgendwann fanden wir eine Abzweigung zum Kanzelblick. Wir entschieden uns dort mal zu schauen, was sich echt gelohnt hat. Wir waren dort direkt über dem Steinbruch von Rachelshausen und konnten bis zum Dünsberg und anderen Hügeln der Umgebung schauen. Es war zwar leicht diesig und wir hatten immer noch Gegenlicht, aber der Kanzelblick war einer unserer Tourenhighlights.














Wir trennten uns nur schwer von diesem Anblick, aber wir mussten trotzdem weiter. Es ging kurz mal runter, um dann gleich wieder anzusteigen.








Dieses Waldstück war unser 2. Highlight, auch von der Wegführung her. Das erste Mal war Trittsicherheit gefordert. Wir landeten bei einem Turm und nach einer kurzen Turmbesteigung vom Töchterchen ging es weiter. Und zwar bergab! :-)





Wir machten noch eine kurze Rast auf einer Liegebank. Mittlerweile war das Wetter gar nicht mehr schön. Und es wurde uns auch kalt. Ich hatte sogar das Bedürfnis Handschuhe anzuziehen, aber die hatte ich nicht dabei. Zu dem Zeitpunkt verlor sich unsere Motivation ein wenig. Wir waren müde und blöderweise kam nun der langweiligste Teil der Tour. Wobei das sicherlich auch an der fehlenden Sonne geschuldet war. Es sah halt alles leicht trostlos aus. 




Die Baby-Kühe hellten unsere Stimmung nochmal auf. Wir erfuhren von der Besitzerin, dass sie gerade mal eine Woche alt waren. 



Und dieser hier, will auf alle Fälle mal ein stolzer Stier werden, so wie der stolziert ist mit seinen paar Lebenstagen. :-)


Ab dort sind es eigentlich nur ca. 6 km. Und die zogen sich doch etwas. Aber irgendwann landeten wir wieder in Gladenbach und nach dem letzten Berg kam auch die Sonne wieder raus. Na vielen Dank auch! ;-) Oberhalb des Reitstalls war die Hölle los. Die Menschen wollten dort wohl alle ihren Samstagsspaziergang machen. 

Aber viel schlimmer als das, war der plötzliche Angriff von Hirschhornlausfliegen. Bah, sind das widerliche Viecher. Ich kannte sie vom Erzählen von meiner Freundin, die sich mal so ein Ekelvieh eingefangen hat und so waren wir damit beschäftigt, die Mistviecher davon abzuhalten, sich auf uns häuslich einzurichten. So konnten wir den letzten Kilometer gar nicht wirklich genießen. 





Auf den letzten Kilometer hatte ich nur noch wenig Fotos gemacht. Und irgendwann kamen wir dann beim Auto an. 

Unser Fazit: Es war eine schöne Tour, doch wir hatten sie etwas unterschätzt. Im Vergleich zur Stirnhelle, wo wir ja sogar noch weiter gelaufen sind, empfanden wir diese hier als schwerer. Nur Sophie hat sie super weggesteckt. Die wollte am Sonntag sogar gleich wieder wandern. *lach*

Die Daten der Tour: 18,9 km, es ging 440 m hoch und 440 wieder runter, der höchste Punkt 580 m, der niedrigste 320 m, wir haben 4h 11 min. gebraucht und sind im Durchschnitt 4,5 km/h schnell gewesen.

Es hat wieder unglaublich Spaß gemacht mit dem Töchterchen zu wandern. Wir sind da echt ein gutes Team. Mal schauen, ob wir dieses Jahr noch eine weitere Tour machen. Auf alle Fälle wird es dann eine kürzere. ;-)

Der Rest des Tages verlief dann nicht mehr so schön. Es gab mal wieder Unpässlichkeit beim Töchterchen. Aber es ging ihr schnell besser und so konnten wir den gestrigen Sonntag genießen. Während ich das Bedürfnis hatte mich so wenig wie möglich zu bewegen, wollte Sophie rennen und sprinten. Auch das Töchterchen hat die Beine gemerkt, schlimmer als bei der ersten Tour. Nur die alte Hundedame hatte anscheinend keinerlei Probleme. 

Sorry, für die Bilderflut, aber ich konnte mich nicht entscheiden. :-)