Freitag, 31. Mai 2024

Bin ratlos...

...ganz oben steht gerade hier die Zeckenplage. Ich weiß echt nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich finde auf Sophie, um ihre Schlafplätze (2 an der Zahl) pro Tag mind. 5-10. Da es fast ausschliesslich Nymphen sind, gehe ich mal davon aus, dass das nur die Spitze des Eisberges ist. Die Sofadecken hatte ich gerade erst am Mittwoch bei 90 Grad gewaschen und anschliessend haben sie eine heiße Runde im Trockner gedreht. Sophie lag eigentlich nur über Nacht drauf, gestern habe ich nix auf der Decke gefunden. Abends lag sie exakt 30 min. drauf - 3 auf der Decke, 2 auf ihr. Heute morgen habe ich noch 2 gefunden. Allerdings halb tot. Vielleicht fange ich doch wieder an mit Kokosöl, aber ich befürchte, dann krabbeln noch mehr in der Bude rum, wir sind einfach nicht lange genug draußen, dass sie vorher loslassen, wenn Kokosöl überhaupt reicht. Ich könnte noch Schwarzkümmelöl versuchen, soll ja auch helfen. Gibt es das im Drogeriemarkt? Ich geh mal googlen. Vielleicht gibt es da auch was zum Sprühen auf Pflanzenbasis. Das sollte dem nierenkranken Hund sicherlich weniger schaden als die Zecken selbst. 

Leider bleibt das Wetter so, die Wiesen und Feldwegränder sind weiter hoch, wir weichen schon so gut es geht allem aus. Aber damit kommt halt der demente Hund gar nicht zurecht. Die Spaziergänge sind einfach nur noch furchtbar, sie freut sich erst rauszukommen und wenn sie merkt, wo wir laufen, war es dann wieder. Als es gestern Abend dann auch noch anfing zu donnern und zu regnen, weil wir nach der 1. Pipistelle auch noch die 2. anlaufen mussten, war bei uns beiden die Stimmung am Boden. Gemacht hat sie nix. Aber immerhin hat sie bis heute morgen durchgehalten. Das Problem ist, dass sie zur Zeit gegen 18.45 Uhr anfängt unruhig zu werden, sie fiept durch bis ich endlich mit ihr raus gehe. Ich versuche es immer zu schieben, weil sie zur Zeit um 17 Uhr Pipi macht und sie ja dann eben nicht so dringend muss. Das scheint sie allerdings so zu stressen, dass sie schon hechelt, wenn wir losgehen. Während des Spaziergangs wird das etwas besser, aber im Prinzip hechelt sie durch. Da die Lefzen nach hinten gezogen sind, befürchte, sie hat Stress. Warum auch immer! Das ist nun schon der 2. Abend so gewesen. Und das macht mir etwas Sorgen. Allerdings hört das zu Hause sofort auf, nach diesem langen Pipiplatzanlaufen - mehr ist das ja nicht - fällt sie tot müde um. Gestern hat sie sich nicht mal mehr gewehrt als ich sie nach Zecken abgesucht habe. Von daher fällt eine weiter Runde etwas später bis zu einer der Pipistellen weg. 

Überhaupt hatte sie jetzt echt zwei wirklich schlechte Tage. Das sind die Tage, wo ich mich frage, was ist Lebensqualität? 

Für mich ist das gerade einfach alles nur frustrierend. Das einzige Gute, was ich vermelden kann, ist, dass bisher meine Therapie ohne AB echt gut anschlägt. Psychisch bin ich aber am Limit. Es hängt ja auch alles zusammen mit der alten Sophie - mal abgesehen von der Blasenentzündung. Wie gerne würde ich die verbleibende Zeit mit ihr genießen, aber in Kombi mit den Zecken und der Demenz, ist das fast eine unerträgliche Situation. Ich traue mich nicht mal sie lange zu knuddeln, danach muss ich mich ja erstmal ewig absuchen. Gerade, wenn ich mich vorher schon komplett bettfertig gemacht habe und das zeckenfreie Nachthemd anhabe, und ich sie dann nochmal streichel, weil sie unruhig ist, versuche ich ein wenig Abstand zu halten, damit ich nur grob bei mir schauen muss. Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass ich mich impfen lasse. Dann wäre ich vielleicht ein Mü entspannter, wobei gerade bei den Nymphen es ja schwierig ist, sie schnell an sich zu entdecken und vor allem bekommt man sie auch viel schwerer ab, wenn sie gestochen haben. Und Borreliose können sie trotzdem übertragen, wenn man geimpft ist. Viel Entspannung wird das nicht bringen. 

Ich habe übrigens mal recherchiert und dieses Jahr scheinen auch viele chemischen Zeckenmittel zu versagen. In einem Hundeforum sammeln die Hundebesitzer bis zu 50 Zecken trotz Tabletten und Co. von den Hunden ab nach Waldspaziergängen. Meist auch die Nymphen. 

Diese Erfahrung hatte ich ja vor zwei Jahren gemacht, da hingen die Zecken meist zwischen den Zehen, unaufindbar bis sie leider schon dick waren. Und wenn man sie fand bevor sie dick waren, war das ein ziemliches Gefummel, um sie dort rauszuziehen. Damals blieben sie aber auf Sophie, an mir krabbelte da keine einzige. Egal, wo ich lang lief mit ihr! 

Jetzt kommt am WE auch noch das Töchterchen, d.h. ich werde mich auch noch für sie verantwortlich fühlen und mir Sorgen machen, dass sie sich eine einfängt. Und ich muss ein weiteres Zimmer bzw. Bett absuchen. Auf der einen Seite freue ich mich total, auf der anderen Seite wird es noch komplizierter. Vor allem wird sie genervt sein, von meinen vielen Vorsichtsmaßnahmen. Sie ist zwar nicht zeckenaffin, zumindest war das bisher so, aber dieses Jahr ist ja vieles anders.

Das Wetter für heute und morgen ist ja wieder extrem doof. Keine Ahnung, wie man da noch die Stimmung hochbekommen soll unter den gegebenen Umständen.

Jetzt werde ich erstmal meinen Einkaufszettel machen und googlen, was der Drogeriemarkt an Zeckenabwehr bereithält. Ansonsten muss ich morgen nochmal zum Fressnapf fahren. Ich werde dann berichten, ob ich fündig geworden bin und vor allem, ob es unsere Situation verbessert hat.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Tja....

...nachdem ich den Post fertig gestellt habe und mich für den Stadtbummel fertig wollte, kam der nächste Hammer oben drauf. Obwohl ich weder zecken-affin bin, mittlerweile schon alles zig Mal absuche - und mit absuchen meine ich: Hund nach jedem Spaziergang und immer zwischendurch, alle Liegedecken vom Hund, meine Kleidung, mich und zwar überall wo ich hinsehen kann - musste ich mit Schrecken feststellen, dass mich so ein Drecksvieh am Bauch erwischt hat. Es ist zum Heulen! Natürlich bin ich nicht FSME geimpft, weil ich ja nie Zecken habe, obwohl Sophie schon immer der reinste Zeckenfänger war, und gegen Borreliose kann man eh nix machen, ausser schnell sein. Sie kann noch nicht lange zugestochen haben, weil ich mich ja morgens auch schon absuche und ich gehe mal davon aus, dass sie im T-Shirt hing, das ich an dem Morgen gerade mal 2 h an hatte. Ich hab sie natürlich entfernt, was super ging, sie aufgehoben, Stelle markiert und das Datum im Kalender notiert. Neue Schreckenszenarien-Nahrung für meinen Kopf. 30 Tage bangen heißt es nun und mit der Impfung muss ich mich auch auseinander setzen. Was mich besonders frustriert, ist, dass meine eh schon hysterischen Vorkehrungen und das ganze Absuchen nichts genutzt hat. 13 Jahre habe ich zwar aufgepasst, aber nicht mal ansatzweise so einen Aufwand betrieben. Wir hatten schon schlimme Zeckenjahre, aber da war Sophie geschützt mit einem Spot-On oder eine Tablette und ja, da krabbelten hier auch mal Zecken auf den Liegeplätzen rum, meist aber schon halbtot und kein Vergleich dazu, was dieses Jahr hier los ist. Ich finde mehrfach am Tag Nymphen auf den Liegeplätzen, die nicht am Hund geblieben sind. Die größeren Zecken finde ich mittlerweile schon meist im Fell direkt nach dem Spaziergang oder muss sie halt irgendwo an dem Hund rausziehen. Aber da ich ihr ja nichts geben darf, sterben die Mistviecher halt nicht bzw. werden nicht abgeschreckt. Gestern habe ich exakt einen Fuß ins nasse Gras gesetzt - nicht mal in hohes Gras - und zack hatte ich eine am Schuh krabbeln. Das frustriert echt. Mein Tag besteht fast ausschliesslich nur noch damit, nach den Viechern zu suchen, sie zu entsorgen, die Kleidung mehrfach zu wechseln, natürlich nur im Bad, damit ich sie nicht in andere Zimmer trage. Meine ganze Lebenszeit geht da mittlerweile drauf. Die Nachbarn erzählen Ähnliches und hatten auch schon die erste Zecke an einem der Kids. Ein anderer Nachbar mit Hund, Gleiches! Das toppt hier alles gerade, was ich jemals mit dem Hund erlebt habe. Leider kann ich höherem Gras nicht ausweichen, weil der demente Hund ja nur zwei Pinkelstellen hat, die erreichen wir entweder über die Treppen im Zwischengang oder über den Weg hinten bei der Wiese durch den Wald. Beide Wege waren fast komplett zugewuchert. Mittlerweile hat sich einer aus dem Ort erbarmt und den Treppenweg freigesenst, weil die Stadt es bisher nicht gebacken bekam. Aber der andere Weg ist seit gestern tabu, da geht echt gar nix mehr, weil nun der Trampelpfad auch schon zu hoch gewachsen ist. Tja, damit kommt der Hund nicht klar, heißt, sobald sie merkt, dass wir einen anderen Weg laufen, verweigert sie. Es ist einfach nur anstrengend. Und trotz dem Versuch dem hohen Gras etwas auszuweichen, schleppt sie die Zecken zigfach in die Bude. Und wir sind noch nicht mal im Sommer angekommen. 

Wie gesagt, seit wir andere Wege gehen, ist die Verwirrtheit wieder schlimmer geworden bei Sophie. Und Fressen wird von Tag zu Tag weniger. Heute hat sie einen besonders doofen Tag. Und als ich Besuch von meinem Papa bekam, mit dem ich wettertechnisch drin sitzen musste, fiepte sie wieder ewig durch. Dabei war sie echt müde!

Seit dem Zeckenbiss denke ich über die FSME Impfung nach. Wir sind Risikogebiet, allerdings nicht unser Ortsteil, alle Fälle der letzten Jahre waren woanders, quasi auf der anderen Seite von Marburg. Aber ich befürchte, dass durch den Klimawandel sich das alles verschärfen wird. Ich habe mittlerweile das ganze Inet durchrecherchiert und auch mal so rumgefragt, wer geimpft ist. Sehr wenige, nicht mal Ärzte nehmen die Impfung wahr. Ausserdem wird sie sehr unterschiedlich vertragen, manche liegen eine Woche richtig flach, andere merken kaum was. Und ihr wisst ja, wie ich auf ausnahmslos jede Impfung reagiere. Aber mit der Impfung müsste ich mir um eine Sache weniger Sorgen machen. Wobei mir das für diesen Sommer eh nix mehr nützt. Ich muss eh die Inkubationszeit für FSME und Borreliose abwarten, also wird das vor Ende Juni nix mehr, wenn ich nicht das Schnellschema impfe, kommt die zweite dann einen Monat später. Das wäre Ende Juli, 2 Wochen später hätte an schon einen guten Schutz, somit wäre es für den Rest Juli bis Herbst auch für mich entspannter. Vollen langanhaltenden Schutz gibt es dann mit der 3. nach 5 bzw. 9 Monate. Je nachdem welchen Impfstoff man nimmt. Da ich irgendwann mal in Österreich eine Weitwanderung machen möchte, wo es definitiv mehr Fälle FSME gibt als hier, wäre das ein Pro-Punkt bei der Abwägung. Ich habe keine Ahnung und schwanke zwischen "Nein, niemals" und "Ja, jetzt sofort!" Noch etwas, was mein Hirn in der Dauerschleife beschäftigt. 

Und als wäre das alles nicht genug, habe ich mir nach fast 30 Jahre eine Blasenentzündung eingefangen. Und so fühle ich mich auch. Matschig, Kopfschmerzen, und Blasenschmerzen. Geschlafen habe ich so gut wie nicht, weil ich halt auch nix zu Hause hatte. Also habe ich mich krank gemeldet - darf ich ja auch mal - und bin zum Hausarzt. Weil morgen ist hier Feiertag, am Freitag an der Arzt Brückentag und dann ist wieder WE. Der Urinbefund war eher harmlos und so haben wir entschieden, dass sie mir ein E-Rezept für AB fertig macht, dass ich im Notfall einlösen kann. Und bis dahin versuche ich es erstmal so. Das ist anders als früher, da wurde sofort mit AB draufgeschossen. Ich nehme jetzt etwas Pflanzliches zur Unterstützung, dass mir u.a. von der Hausärztin empfohlen wurde und trink halt viel. Es ist schon leicht besser geworden, aber für die nächsten Tage heißt es halt Schonen, Trinken und Sportverbot. 

Blöd ist halt, dass am WE die Inkubationsphase für FSME endet und ich kann nicht sagen, ob meine Beschwerden von der Periode, dem Wetter, der Blasenentzündung oder dem Zeckenviel geschuldet sind. Wobei ich immerhin vermelden kann, dass die Kopfschmerzen mittlerweile weg sind. 

Ja, ich weiß, das ist das Leben und ich war ja von Krankheiten lange verschont, wenn man die Schultergeschichte nicht mit einrechnet. Aber ich bin psychisch echt am Limit und ich war gerade dabei mich rauszuziehen und auch wieder eine Sportroutine zu entwickeln, soweit das mit dem dementen Hund möglich ist. Tja, weit bin ich nicht gekommen - vielen Dank auch. Und ich finde schon, dass ich genug Gründe zur Zeit habe, um mich selbst zu bemitleiden. Nun lache ich halt noch weniger! Immerhin ist die Wettervorhersage fürs lange WE eh doof, Radfahren wäre eh nicht drin gewesen, aber das Joggen wird mir schon fehlen. Naja, wenn alles gut geht, sollte die Blasenentzündung ja in einer Woche Geschichte sein. Bis Freitag geb ich mir Zeit es ohne AB hinzubekommen, danach hau ich mir das Zeugs rein. 

Und ich bete, dass mich jetzt nicht noch eine Zecke erwischt, sonst fängt das Zittern ja nochmal von vorne an. 

Achja, die Ärztin hat mir immerhin gesagt, dass sie noch keine Fälle hier hatten, die einzigen Fälle gab es an diesen zwei Orten. Bei Borreliose sieht es natürlich anders aus, aber die kann man ja behandeln. 

So, nun kennt ihr den Stand der Dinge - nix besser! 

Eigentlich wollte ich mich nochmal hinlegen, aber es ist ja schon 16.30 Uhr, das lohnt sich nicht, ich muss ja gleich wieder den dementen Hund zum Laufen zwingen. *soifz* Letzte Woche haben die Spaziergänge wenigstens ein bissi Spaß gemacht, mal abgesehen von den Zecken. Jetzt ist es einfach nur wieder Krampf und Kampf. :-( 

Fotos gibt es keine, mir ist nicht danach. :-(

Samstag, 25. Mai 2024

Nass, nasser, patschnass

Die kurze Woche war - mal abgesehen vom Wetter - okay! Am Sonntag gab es leider noch einen kleinen Zwischenfall, den ich echt nicht auch noch gebraucht hätte. Das Töchterchen sowieso nicht! Sie hat sich ja mit ihren Freundinnen getroffen und im Café wurde ihr dann leider lactosehaltige Milch im Kaffee serviert. Normalerweise schmeckt man das ja, aber diesmal hatte sie Kokosmilch bestellt und da konnte sie es nicht rausschmecken. Naja, schon auf der Rückfahrt rebellierte der Darm und wir stellten uns auf einen verlorenen Restsonntag ein. Aber Glück im Unglück es blieb bei Bauchweh, unangenehmen Gerüchen und Gegrummel. Sie schlief ein bissi und danach beruhigte sich das Ganze wieder. Trotzdem war damit irgendwie der Sonntagnachmittag erstmal gelaufen. Der Abend wurde dann schön, nur ich war totmüde, so dass ich früh ins Bett gehüpft bin. Ich musste ja auch arbeiten am Dienstag.

Am Dienstag wollte das Töchterchen auch nicht so richtig Richtung Mainz und fuhr deswegen relativ spät. So haben wir uns nochmal gesehen und ich konnte sie verabschieden. Diesmal war es nicht sooo schlimm für mich. Doch die Aussicht nun wieder alleine mit dem dementen Hund mit wenig sozialen Kontakten zu sein, fand ich frustrierend. Die Wetteraussichten für die Woche machten es nicht besser. Die Arbeitssituation spitzt sich erneut zu, es gehen zwei Oberärzte und werden durch Assistenzärzte ersetzt. Eigentlich dachten wir ja, es könnte nicht noch schlimmer werden, aber unser Arbeitgeber schafft das dann doch irgendwie. Keine Ahnung, wo das noch hinführen soll. 

Den einzigen trockenen Tag habe ich die Gartenarbeit erledigt. Rasen mähen bevor das Gras noch höher wird. Der Garten wuchert eh zu, aber nicht mit den Pflanzen, die man möchte. Diese wachsen zwar auch toll, aber werden von den Schnecken aufgefressen. Und ob das dieses Jahr noch mit dem Naschgarten was wird, wage ich zu bezweifeln. Die Tomaten unterm Dachvorstand könnten was werden, auch die Töpfe, die ich mehrfach in der Woche unter den Balkon ziehe, schaffen es vielleicht auch, aber der Rest....wird wohl vergammeln. 

Mit Sophie lief es die Woche recht gut - den Umständen entsprechend halt. So lange ich rein gar nichts am Tagesablauf ändere, klappt alles soweit. Weiche ich nur ein bissi ab oder gehe mal eine andere Runde, war es das schon mit dem Pipi machen. Ich dachte nämlich einmal, ich tue dem Hund einen Gefallen und wir laufen zur letzten Runde mal die andere Pipistelle an, ich war auch sehr zuversichtlich, weil das letzte Pipi schon gegen 12 Uhr war und wir hatten mittlerweile 20 Uhr. Zwei Möglichkeiten bis zur Stelle hat sie schon ignoriert und blöderweise war in der Nähe der finalen Stelle eine Grillparty. Sie hockte sich schon und hörte dann das laute Lachen. Sie schaute mich verwirrt an, kam hoch und lief weiter. Das Problem war, dass die andere Stelle nochmal mind. 15 min. entfernt war und wir dann bis dahin laufen mussten, wir aber schon ewig unterwegs waren. Wir haben es irgendwie dorthin geschafft, aber fragt nicht....und dort hat sie zum Glück gemacht. Völlig fertig sank sie danach aufs Sofa zum Pennen. Fertig war ich dann auch! Und niemals nimmer nicht, ändere ich bei der letzten Runde nochmal den Ablauf. NIEMALS! Im Moment frisst sie wieder besser und sie läuft unfassbar gerne. Dadurch bekomme ich sie wenigstens müde und das Fiepen hält sich in Grenzen. Allerdings musste ich sie öfters aus irgendwelchen Ecken rausholen, das passiert nun wirklich häufig. Manchmal kommt sie auch Abends nicht auf ihre Schlafstelle. Will ich ihr helfen, findet sie das auch doof. Meist geht tatsächlich nur, hochheben und draufheben. Das Einzige, was ich momentan kritisch beäuge - sie trinkt mehr. Nicht übermäßig viel, aber die letzten Wochen hat sie sehr wenig getrunken und nun die Menge deutlich gesteigert. Mal schauen, ob das nur eine Phase ist oder auf eine Verschlechterung der Nierensituation hindeutet. Das muss ich weiter beobachten.

Sport habe ich tatsächlich auch gemacht. Montag war ich noch joggen, Dienstag habe ich ein wenig gedehnt und Mittwoch gab es eine Runde Tabata. Davon bekam ich ordentlichen Muskelkater, der heute noch da da ist. Und eigentlich wollte ich ja gestern auch joggen, aber das Wetter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also habe ich mich meiner Duschkabine gewidmet! Wer hat die eigentlich erfunden? Der hat sich nie Gedanken darüber gemacht, was es bedeutet sie sauber zu machen. Hat mich über eine Stunde gekostet! Und richtig sauber bekommt man das olle Ding eh nicht mehr.

Den Rest des WEs werde ich mich natürlich dem dementen Hund widmen, heute morgen fahre ich mal in die Stadt und hoffe für heute nachmittag auf besseres Wetter. Ich muss unbedingt joggen und vielleicht reicht es auch für eine kleine Fahrradrunde. Damit ich nicht nur lost zu Hause hänge. 

So, nun brauche ich noch einen Kaffee und frühstücken muss ich auch. Ich muss ja früh los in die Stadt, sonst passt das später mit Sophies Ablauf nicht.