Freitag, 6. Juni 2025

Hamburg - Tag 3 - Westfield, Überseequartier, Alter Elbtunnel

Leider mussten wir ja irgendwann wieder raus in den Regen. Und so sind wir noch ein wenig in diesem neu gebauten Überseequartier herumgelaufen. Bei Regen und am Sonntag war nur wenig los, aber hier ist sicherlich immer viel los. Das Überseequartier liegt zwischen Speicherstadt und Magdeburger Hafen direkt an der Elbe. 

Eine Mischung aus Kreuzfahrtterminal, Wohnungen, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Shopping Angebote, Restaurants. Es ist noch am Werden, man sieht dem Ganzen an, dass das alles recht neu ist. Ich fand es da wirklich nett, aber das Töchterchen meinte, es wäre auch nicht ganz unumstritten. Leider habe ich ausser Werbung dazu nicht wirklich was gefunden, bei meinen schnellen Recherchen.



Es gibt dort eine große Shopping Mall, wir sind mal durch gelaufen, aber natürlich hatten nur einige Cafés auf. 



Nach kurzer Überlegung und Diskussion entschieden wir uns zum alten Elbtunnel zu fahren. Etwas, was man halt noch bei Dauerregen machen kann. Also auf zur nächsten Bushaltestelle. Aber auch dort gab es schöne Anblicke trotz Regen.


Der alte Elbtunnel in St. Pauli verbindet auf 426,5 m die Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder und führt unter der Nordelbe durch. Gebaut in 1911, galt er damals als technische Meisterleistung. Heute steht er unter Denkmalschutz. Fußgänger und Radfahrer können den Elbtunnel kostenlos durchqueren, für Autos ist er nur manchmal zugänglich und die Durchfahrt kostet Geld. Es gibt Lastenaufzüge oder als Fußgänger kann man auch die Treppen laufen, um zur Tunnelröhre zu kommen. 

Wir waren natürlich nicht die Einzigen, die bei so einem Wetter auf die Idee kamen und so haben wir lieber die Treppen genommen. 



Ja, das ist da ganz nett, sich das einmal anzuschauen, aber wenn man nicht unbedingt auf die andere Seite will, braucht man das halt auch nicht mehr. 






Weil wir uns gefragt haben, was auf der anderen Seite ist, sind wir alle Treppen auch wieder hochgelatscht. Wir hatten halt einfach noch nicht genug Schritte an diesem Tag. *lach*



Wir haben dann auch mal rausgeschaut, aber weil es regnete, sind wir schnell wieder rein. Allerdings sollte man sich das bei gutem Wetter nochmal genauer anschauen, es gibt wohl dort einen tollen Aussichtspunkt auf die Skyline. 

Und wer die Treppen hochgeht, muss halt wieder runter.

Auf der anderen Seite sind wir aber dann doch Fahrstuhl gefahren. :-)

Danach waren wir lost und ich hatte Hunger. Am Bahnhof Altona kehrten wir erstmal in ein Café ein.


Fortsetzung folgt...

Mittwoch, 4. Juni 2025

Hamburg - Tag 3 - Port des Lumières


Good Morning Hamburg! Der 3. und eigentlich auch schon der letzte volle Tag in Hamburg beginnt wieder mit einem sehr leckeren Frühstück. 

Heute soll es leider den Großteil des Tages regnen, deswegen hatten wir uns ja schon am Vorabend Tickets für Port des Lumières gebucht. Um 11.30 Uhr sollte es losgehen, deswegen trafen wir uns etwas später. Das Töchterchen hatte wegen dem Wetter etwas schlechte Laune, aber die sollte zumindest vorübergehend verschwinden.

Port des Lumières ist das erste dauerhafte Aussstellungszentrum für immersive Kunst in Hamburg. Man findet es im neuen Westfield Hamburg-Überseequartier in der Hafen-City. Darauf gekommen bin ich tatsächlich durch die sozialen Medien. Es wurde mir mal - wahrscheinlich aufgrund meines Suchlogarithmus - angezeigt. Ich klickte drauf und dachte mir sofort, ja, fein, falls es regnet, könnten wir das doch machen. :-)

Zur Zeit gibt es 3 immersive Ausstellungen für ein Ticket: Gustav Klimt, Hundertwasser und Journey. Es werden im Ausstellungsraum 3 Videos in den Raum projeziert, die mit Musik untermalt sind. Im ersten werden Werke von Gustav Klimt als zentraler Vertreter der Wiener Kunstszene gezeigt. Ausserdem auch andere Künstler, die von Klimt inspiriert wurden, wie z.B. Schiele. Es ist die längste der 3 Ausstellungen. Insgesamt geht das Ganze ca. 1 h. Danach kommt eine kürzere Ausstellung mit den Werken von Hundertwasser. Man taucht u.a. ein in Hundertwassers Vorstellung der idealen Stadt. Das 3. und kürzeste Video "Journey", Preisträger des Immersive Art Festival 2019, vom türkischen Kollektiv Nohlab. Zitat: "Die Reise beschreibt die Übertragung der Photonen durch alle Schichten des Auges (Iris, Glaskörper, Sehnerv...) bis hin zu den Neuronen und ihre Umwandlung in elektrische Signale. Sie beschreibt den Prozess der Umwandlung von Photonen in eine für unser Gehirn wahrnehmbare Form."

Ich kenne mich ja mit Kunst nicht wirklich gut aus, aber trotzdem war dieses Erlebnis dort für mich beeindruckend, faszinierend, kurzweilig und hat sich wirklich gelohnt. Auch das Töchterchen war sprachlos, da sie sich ja im Abi in Kunst prüfen ließ, kennt sie sich besser aus und tauchte wahrscheinlich noch viel tiefer in die Materie ein als ich das jemals könnte. Sie vergaß sogar dabei Fotos zu machen. Besonders beeindruckt war sie von "Journey".  

Ich habe genügend Fotos für uns beide gemacht und hänge sie jetzt einfach hier dran. Aber Achtung, es sind ein paar! :-)




























Fortsetzung folgt...


Montag, 2. Juni 2025

Hamburg - Tag 2 - Landungsbrücken, Bootchen fahren, Elbstrand


Diesmal musste ich ja alleine Richtung Gänsemarkt und ich habe es sogar super hinbekommen. :-) Nur die verlegte Bushaltestelle musste ich erstmal finden. *lach*

Am Gänsemarkt musste ich ein wenig warten und hatte doch das eine oder andere Mal Angst, dass die Tauben mich ankacken. Aber zum Glück verschonten sie mich. Mit dem Töchterchen ging es dann ab zu den Landungsbrücken.

Die St. Pauli Landungsbrücken sind eine große Anlegestelle für Fahrgastschiffe. Sie entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts und mussten nach dem Krief teilweise neu gebaut werden. 1839 wurde der erste Schiffsanleger dort aus Holz gebaut. Er diente als Anlegestelle für die Dampfer aus Übersee und dort konnten sie recht einfach mit Kohle befüllt werden. 



Hier war es wirklich trubelig und deswegen ging es für uns gleich weiter. Wir wollten mit dem Verkehrsschiff Richtung Elbstrand fahren. Ich war lange nicht mehr auf einem Boot, aber trotz doch recht welliger Elbe war ich für die kurze Fahrt seefest. *lach* Aber liebe Boomer und ältere Generation, könnt ihr es bitte mal lassen, so zu schubsen und zu drängeln? Es ist wirklich immer das Gleiche mit euch. Sehr nervig! 




Faszinierend für mich waren die Containerschiffe. Jetzt kamen wir ja doch relativ nah heran und das hier auf dem Foto, war ja wirklich noch eins von den Kleineren. 

Unten sieht man die Aida Perla kurz vorm Auslaufen!



Beim Dockland hätte man auch aussteigen können, wir hatten noch überlegt, das auf dem Rückweg zu machen, uns später aber dann doch dagegen entschieden. Das holen wir aber sicherlich irgendwann nochmal nach. 

Das Dockland ist ein Bürogebäude, 6-geschössig, am Elbufer von Altona. Es hat die Form eines Parallelogramms und erinnert an ein Schiff. Man kann 136 Stufen hoch auf eine Dachterrasse laufen, was wohl besonders bei Sonnenuntergang ein echtes Highlight sein soll. Das Dockland bekam einen Architektur- und den Deutschen Stahlbaupreis verliehen. 



Wir aber fuhren weiter! Und stiegen dann am Elbstrand aus. Man hat sofort das Gefühl von Meer, auch wenn es nur die Elbe ist. Es ist ein komplett anderes Hamburg hier. Einfach nur traumhaft!

Wir schauten eine Weile zu, wie die Aida auf ihre Reise ging mit lautem Gehupe. Die Menschen darauf so klein wie Ameisen, alle wild am Winken und wahrscheinlich voller Vorfreude auf ihren Urlaub. 









Hier sind auch sehr viele Hundebesitzer mit ihren Hunden spazierengegangen. Sophie hätte es hier auch gefallen, da bin ich mir sicher. In dem Moment habe ich sie schmerzlich vermisst!

Wir wollten noch ein wenig weiter laufen, oberhalb des Strandes! Und ja, hier hätte ich auch gerne ein kleines Häusschen. :-)









Und als hätten wir nicht schon genügend Schritte und Treppen in den Beinen an diesem Tag, gönnten wir uns gleich noch die Himmelsleiter.

139 Stufen, die schnellste Verbindung zwischen Elbstrand und Elbchaussee.





Wir hatten ja ehrlich gesagt gehofft, dass wir oben irgendwas ganz Spektakuläres sehen, aber wir wurden nicht wirklich belohnt, ausser mit Muskelkater für den nächsten Tag.

Wir gingen noch ein kleines Stück weiter, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Am Elbstrand besuchte ich noch die Toilette mit der tollsten Toilettenfrau ever. Sie hatte tolle karibische Musik an und war die ganze Zeit am grooven und mitsingen. :-)

Anschliessend entschieden wir uns noch am Elbstrand etwas zu trinken und ich brauchte eine Kleinigkeit zu essen. 


Und danach machten wir uns auf den Rückweg. Mittlerweile war es auf dem Schiff auch wirklich kühl. Da wir noch einkaufen mussten, wurde es Zeit Richtung Hotel zu fahren. Dort gingen wir noch schnell in den Supermarkt, um uns für den Sonntag einzudecken. Danach kam das Töchterchen noch kurz mit ins Hotel, denn wir wollten ja noch den nächsten Tag planen. Wir waren aber beide sooo müde, dass wir uns bald trennten und ich fiel total platt ins Bett.