Sonntag, 21. Juni 2026

Hamburg 2026 - Teil 8 - Mahnmal St. Nikolei und Speicherstadt

Hamburg - Tag 3 - 24.05.2026

Das Gebäude, das wir da immer zwischen oder über den Häusern sahen, war eine Kirche - das war uns von Beginn an klar, aber welche? Ich dachte, wir hätten schon alle entdeckt. Und dann standen wir direkt davor:






Machen wir einen kurzen Ausflug in die Geschichte...

1195 ließ der Landesherr Graf Adolf III. von Schauenburg auf Wunsch der Bewohner und Bewohnerinnen eine Kapelle errichten. 12 m breit, 26 m lang! Sie fasste 300 Menschen und war dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron der Seefahrer und Reisenden. 
1240-1353 wurde an- und umgebaut. Die Halle war nun 22 m hoch und es fanden 1000 Menschen darin Platz. 
1384-1425 wurde wieder erweitert. Das Kirchenschiff wurde verlängert und der Gesamtbau verbreitert. Nun hatte die Kirche Platz für 1500 Menschen. 
1518-1657 bekam die Kirche ihre Türme. Der erste Turm war sechseckig mit einem spitzen Helm. Mit 135 m der höchste Kirchturm in Hamburg. 
1589 schlug der Blitz ein und zertörte ihn.
1591-1593 wurde ein neuer Turm gebaut, der 1644 bei einem Unwetter einstürzte. 
1657 wurde der dritte Turm von dem Architekten Peter Marquard gebaut. Dieser stand dann 200 Jahre.
1842 brach dann das Feuer in einem der Kaufmannshäuser in der nahen Deichstraße aus, das sich schnell über das gesamte Nikolei-Viertel ausweitete. Durch diesen Brand wurde nicht nur die Kirche und das Viertel bis auf die Grundmauern zertört, sondern fast das gesamte mittelalterliche Hamburg.
1846-1882 wurde die Kirche an einem anderen Standort neu aufgebaut. Es entstand einer der bedeutensten Gotteshaus der Neugotik. Drei Kirchenschiffe mit 86 m Länge und einem Turm mit 147,3 m Höhe hatte die Kirche. Der höchste Kirchturm übrigens der damaligen Welt. 
1943 gab es die "Operation Gomorrha". Die Royal Air Force flog mehrere Angriffe im Wechsel mit der United States Air Force. Sie bombardierten dabei den Hafen, Innenstadt und weite Teile der Wohngebiete. Durch die Mischung der Bomben entstand ein Feuersturm bei dem zeitweise die Flammen 6000 m hochschossen. 
Die Kirche wurde dabei fast komplett zerstört, nur der schlanke Turm blieb nahezu unversehrt. 
1945-1950 entschied man sich den Turm als Mahnmal stehenzulassen, aber erst 1955 wurde man sich einig. Die Reste vom Turm und der Kirche wurden erhalten und saniert. 5 Jahre später wurde das Mahnmal unter Denkmalschutz gestellt. Aber dann entschied man sich gegen eine Gedenkstätte. 
Und so wurde sie 1977 nur als Gedenkstätte für die Bombenopfer eingeweiht. 
Daraufhin bildete sich ein Verein von Bürgern, der es schaffte die Kirche zu retten. 
Seit 2012 ist der Ort eine Begegnungsstätte!

Für uns beeindruckend dieses Gebäude. In der Ausstellung waren wir nicht, wir wollten ja weiter. Aber ein paar Fotos haben wir natürlich gemacht.

Der weibliche Engel:




Der Erdenengel:






Weiter ging unser Weg,  nun aber wirklich zur Speicherstadt.

Auch einer meiner Lieblingsorte in Hamburg. Und ich glaube, sie hat bei jedem Wetter was zu bieten. Diesmal dann bei Sonne! Zur Speicherstadt hatte ich ja im letzten Jahr schon etwas geschrieben. Deswegen gibt es heute nur Fotos.





















Speicherstadt muss ich mir unbedingt nochmal bei Dunkelheit anschauen und leider haben wir es auch nicht, wie geplant, geschafft eine Bootsfahrt durch die Speicherstadt zu machen. 

Damit das hier nicht den Rahmen sprengt, geht es erst im nächsten Post weiter!

Forsetzung folgt....

Samstag, 20. Juni 2026

Hamburg 2026 - Teil 7 - Gänsemarkt und Trostbrücke

Hamburg -Tag 3 - 24.05.2026

Guten Morgen Hamburg, ich habe gut geschlafen und gehe zum Frühstück, um meinen Magen zu füllen. Ich weiß ja nicht, wann ich wieder etwas zu essen bekomme. ;-) 


Wir treffen uns an der S-Bahn Station und fahren Richtung Gänsemarkt. Der Platz ist noch sehr leer, kein Wunder, es ist ja Sonntag und dann auch noch Feiertag. Dort möchte das Töchterchen erst einmal einen Kaffee kaufen und steht gefühlt 3 h in der Schlange. Ich mache ein paar Fotos. 








Als das Töchterchen endlich ihren Kaffee hatten, ging unser Weg weiter Richtung Speicherstadt.





Das Wetter war großartig. Nicht zu kalt, nicht zu warm, volle Sonne! Die Stadt schlief noch!

Wir mussten auch am Rathaus vorbei, an dem Gebäude kann ich mich einfach nicht sattsehen. Allerdings stand die Sonne schwierig, so habe ich nur wenige Fotos gemacht.



Wir halten uns aber dort nicht lange auf, weil wir noch einen ordentlich Weg zu laufen haben.


Wir landeten auf der Trostbrücke. Sie führt über den Nikoleifleet und verband ursprünglich die bischöflische Altstadt mit gräflichen Neustadt. Erstmal namentlich erwähnt wurde die Trostbrücke 1266. Es gibt verschiedene Theorien zum Namen. Er könnte auf das auf der Brücke befindliche Kruzifx, dem Trost der Christenheit zurückgehen - so steht es auf einer in 1881 angebrachten Gedenktafel. Neueren Quellen nach geht der Name vermutlich auf einen Grundbesitzer Trostes zurück. 

Sie wird 1266 auch "Wechslerbrücke" genannt, weil dort Geldwechsler ihr Geschäft anboten. 1480 ist die Brücke ein Treffpunkt für die Tagelöhner, die dort auf Arbeitgeber warteten. Sie wurde mehrfach wieder aufgebaut oder repariert. 





Auf der Brücke stehen zwei Statuen. Einmal Graf Adolf III. zu Schauenburg, Stollmann und Holstein, der die von ihm errichtete Neustadt vertritt und der heilige Ansgar, Begründer des Domes und erster Erzbischoff der Stadt, der für die Altstadt steht. 

Wir gehen weiter, denn wir wollten vor der Speicherstadt noch zu einem Gebäude, dass wir zwischen den anderen Häusern immer wieder sehen können und wir noch keine Ahnung haben, was das ist.


Nein, das ist es nicht....welches es ist, gibt es dann im nächsten Teil. ;-)


Fortsetzung folgt....

Freitag, 12. Juni 2026

Hamburg 2026 - Teil 6 - Landungsbrücken und Strandpauli

Hamburg - Tag 2 - 23.05.2026

Nach einem kurzen Päuschen ging es für uns zu den Landungsbrücken, das Wetter war immer noch mega und dementsprechend voll war es dort auch. 






Wir liefen einfach so in Richtung Elbphilharmonie, beobachten die Menschen, quatschten und schauten aufs Wasser. Herrlich! 



Ab hier drehten wir dann wieder um, ich wollte ein Fischbrötchen. Wenigstens ein einziges Mal. :-) Also, haben wir erstmal gegoogelt, wo es die besten Fischbrötchen an den Landungsbrücken gibt. 

Auf dem Weg dorthin ging dann auch langsam die Sonne unter.




Mein Fischbrötchen kaufte ich an Dock 10 bei "Brücke 10" und ich muss sagen, auch wenn ich zuerst skeptisch war, weil ausser Fisch und Remoulade nix auf dem Brötchen drauf war, hat es mega lecker geschmeckt und mir lag auch danach nix scher im Magen, trotz Remoulade. Der Fisch hat weder nach Fisch gerochen oder stark fischig geschmeckt und war einfach nur lecker. Preise waren auch moderat! Das Anstehen hat sich echt gelohnt. :-) Und somit bekam ich an diesem Tag, dann ausser dem Frühstück noch etwas Vernünftiges in den Magen. Die Möwen haben mich auch in Ruhe essen lassen, die hatten wohl Mitleid mit mir. *lach*

Das Endziel für heute, war Strandpauli, das hatte ich mir gewünscht und ich kann sagen, ich liebs! Klar, es war mega voll, aber genau mein Ding. Die Deko, die Leute hinter der Theke, der DJ, die Musik....ich könnte da ewig sitzen und die Leute beobachten oder einfach nur da sein! Es gibt sooo viel zu entdecken. Hach, ein gelungener Abschluss für einen langen, anstrengenden, aber sehr, sehr schönen Tag in Hamburg.  Und mein Ipanema war der Beste, den ich bisher in meinem Leben getrunken habe. Der wirklich nette Typ hinter der Theke hat ihn mir extra so gemischt, dass er nahe ans Original kommt, nur eben ohne Alkohol. 




Danach kam ich dann noch in den "Genuss" der Reeperbahn am Abend, weil wir halt nur von dort aus, zeitnah zum Hotel kamen. Töchterchen hetzte aber so schnell da durch, dass ich kaum was mitbekommen habe. *lach* Am Zugang von der S-Bahn mussten wir kurz stoppen, weil da unten jemand randalierte - zumindest hörte es sich so an. Letztendlich war es dann doch nur ein harmloser Typ, der mit seinem Freund die Rolltreppe hochkam und einfach ein wenig zu viel getrunken hatte. Er quatschte uns noch an, als wir gerade runterfuhren - aber alles harmlos! 



Kurz hinter der S-Bahn Station, wo wir beide ausstiegen, trennten unsere Wege. Ich ging nach rechts zum Hotel, das Töchterchen links zum Wohnheim. Das fand ich als Schisser dann schon ein wenig gruselig, weil da eben kaum noch Leute unterwegs waren, aber nach 12 min. hatte ich mein Hotel erreicht und setzte mich dort noch kurz in die Lobby. Ich war einfach nur noch platt, müde und bin auch recht schnell ins Zimmer verschwunden. 



Fortsetzung folgt....