Der September hat mir ja versprochen, dass er nicht mehr über 30 Grad gehen wird. Denn auch er ist der Meinung, ich müsse wieder mehr Sport machen! Und da hat er vollkommen Recht! Also habe ich beschlossen, mich meiner persönlichen 30-Tage-September-Challenge zu stellen. Die große Herausforderung liegt gar nicht mal an den Übungen selbst, die ich für mich ausgearbeitet habe, sondern an der täglichen Umsetzung.
Warum ich mir das antue? Da gibt es verschiedene Gründe! Der Hauptgrund ist, dass Achilles letztens, nachdem er fast komplett schmerzfrei war, sich plötzlich von jetzt auf gleich wieder zurückmeldete. Also habe ich wieder mit der Treppenübung angefangen, sofort war ich am nächsten Tag fast schmerzfrei. Ich muss allerdings gestehen, dass ich einfach zu inkonsequent bin. Empfohlen wird die Übung 2x am Tag 3x 15 Wiederholungen pro Bein und gerade die ersten Tage hat man höllischen Muskelkater, so dass man gerne mal weniger macht, ganz aussetzt oder sie schlichtweg vergisst. Und deswegen steht diese Übung nun ganz fett auf meinem Challenge-Plan! Denn ich habe mir noch den September gegeben, sollte Achilles dann immer noch mucken, geht es doch mal zum Arzt.
Der zweite Grund sind meine langsam öfters vorkommenden Rückenschmerzen. Die hatte ich jahrelang super gut im Griff, aber anscheinend sind nun durch nur sporadisches Training die Muskeln- und Stabilitätsreserven aufgebraucht. Das ist nicht gut! Also muss ich was tun!
Der dritte Grund ist, dass die Schwerkraft mit 49 doch rasch voranschreitet und mit 50 werden dann sowieso Muskeln schneller abgebaut als man schauen kann. Wenn ich schon nie mehr mein Wohlfühlgewicht erreiche, dann soll der Rest wenigstens so lange wie möglich straff bleiben. Da habe ich noch gute Reserven durch jahrelangen Sport, aber so langsam gibt es da doch die eine oder andere Stelle, die anfängt zu schwabbeln.
Meine Challenge wird aus läppischen 5 Übungen bestehen und ich werde mit so wenigen Wiederholungen beginnen, dass ich das locker auch in einen vollen Tag einbauen kann. Jeden Tag werde ich die Wiederholungen moderat steigern, nach 3 Tagen gibt es einen Ruhetag. Am Ende der 30 Tage habe ich eine Wiederholungsanzahl, die immer noch moderat ist. Aber wie schon gesagt, die Herausforderung wird sein, den täglichen Plan einzuhalten.
Zusätzlich muss ich unbedingt wieder mein Laufziel weiterverfolgen, bei dem ich ziemlich hinterher hinke, was eindeutig an den zu heißen Temperaturen und einem unwilligen Hund liegt. Ich müsste eigentlich nur mal ein paar Wochen 2x die Woche 5 km laufen, dann hätte ich den Rückstand schnell eingeholt. Natürlich wäre es überhaupt nicht schlimm, das Ziel nicht zu erreichen. Immerhin hatte ich dieses Jahr erschwerte Bedingungen, weil zuerst Knie, dann Achilles und danach die permanente Hitze die Motivation arg ausgebremst hat. Ein Hund, den man hinter sich herziehen muss, macht es nicht besser. Aber noch ist es ja möglich das Ziel zu schaffen. Ich brauche nur noch ca. 80 km. Würde ich 10 km pro Woche laufen, wäre ich in 8 Wochen durch. ;-)
Einen netten Nebeneffekt wird das natürlich auch noch haben. Am Ende werde ich genügend Luft in den Klamotten haben, um die ganzen leckeren Schweinereien essen und trinken zu können, die da halt so im Herbst und Winter verführerisch nach einem rufen. ;-)
Mein Challenge Plan hängt bereit an der Pinwand im Flur! Also, auf gehts!
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