29.08.2022
Heute morgen begann ich den Tag wie gewohnt mit meiner Morgenrunde und Brötchenlieferdienst. Danach frühstückten wir auf dem Balkon, aber das Wetter war so lala. Deswegen wollte Mama noch ein kleines Heierchen machen, während ich Dahme erkundete. Ich lief fast bis zum Leuchtturm und setzte mich an die Steilküste, wo ich der wilden Ostsee zuschaute.
Auf dem Rückweg kaufte ich noch ein paar Kleinigkeiten ein und holte an einem Kaffeemobil, eine Latte mit Hafermilch für mich und einen normalen Cappuchino für Mama, die mittlerweile mit Sophie am Hundestrand war.
Endlich zeigte sich mal die Sonne und es wurde immerhin so warm, dass wir beschlossen schwimmen zu gehen. Es dauerte eine Weile bis wir drin waren, aber dann war es mega mit den hohen Wellen. Wir blieben recht lange drin, trotz vieler Algen und gefühlt millionen von Quallen, die ständig an uns gespült wurden. Danach war ich allerdings so verfroren, dass ich erstmal gar nicht mehr warm wurde.
Deswegen gingen wir Essen! Mama hatte heute wieder den Fischspieß und ich die Tomatensuppe, die sie mir netterweise vegan zubereiteten. Ansonsten wird sie mit Sahne gemacht und was das mittlerweile bei mir bewirkt, wissen wir ja. ;-)
Schon beim Essen wurde es immer kälter, so dass ich mich in mehrere Decken wickeln musste. Aber den anderen Gästen ging es ähnlich. Deswegen ging ich nach dem Essen zurück in die Ferienwohnung, um mich wärmer anzuziehen und verbarikadierte mich dann im Strandkorb.
Dort fiel nun auch endlich die Entscheidung, ob wir noch einen Tag Urlaub dranhängen. Wir hatten die letzten Tage immer überlegt, aber die Wettervorhersagen waren jeden Tag anders und wir waren uns einfach unsicher. Aber da wir eh nicht wussten, was wir bei der angesagten Hitze zu Hause machen sollen, entschieden wir uns den einen Tag dazuzubuchen. Mama ging los zum Vermietungsbüro und machte alles klar. Dort erwartete sie eine Überraschung! Denn die Mitarbeiterin wollte eh gerade anrufen, weil sie uns etwas von der Vermieterin geben wollte. Sie erfuhr, dass die Eigentümerin die Wohnung zum Ende des Jahres verkaufen wird und sie wollte sich bei uns für die Treue bedanken. Als wir am Strand gemeinsam den Brief aufmachten, waren wir wirklich gerührt. Neben einem kurzen handschriftlich verfassten, wirklich sehr lieben Brief, befand sich noch ein 50 Euro Gutschein für unser Lieblingsrestaurant. Mega! Dabei hatten wir nie persönlichen Kontakt zu der Vermieterin und waren doch einfach nur 6x Gast in dieser tollen Ferienwohnung, die schon wie ein zweites Zuhause für uns war. Wir hatten lediglich jedes Jahr ein paar Worte in das Gästebuch geschrieben. Zum Glück stand auch die Adresse drin, so dass wir uns noch persönlich mit einem Brief bei ihr bedanken werden.
Natürlich stimmte uns das auch etwas traurig, denn damit wird dieser Lebensabschnitt wirklich zu Ende gehen. Wir selbst können ja wahrscheinlich in dieser Konstellation nicht mehr nach Dahme kommen und nun ist unser zweites Zuhause hier auch nicht mehr verfügbar. Und in dem Moment waren wir einfach nur froh, den Zusatztag gebucht zu haben.
Ich bin dann noch schnell zum Strandkorbdealer, um den Strandkorb zu verlängern, was ohne Probleme geklappt hat. Nur den Witz, den er dabei machte, habe ich nicht gleich verstanden. Er fragte nämlich, ob er noch ein paar Bretter drannageln soll. Häh? *lach*
Wir saßen noch eine Weile im Strandkorb, dick eingemummelt und schauten dem Treiben um uns herum zu. Gegentlich bekamen wir Besuch von Linchen, einer jungen Bullterrier-Hündin, die eine total Knutschkugel ist. Sie schlich sich regelmäßig weg und besuchte andere Strandkörbe, wenn die Besitzer nicht aufpassten. :-)
Als es immer trüber und kälter wurde, traten wir den Rückweg an und chillten in der Ferienwohnung weiter. Am Abend kam endlich wieder die Sonne heraus und wir machten uns auf die Abendrunde. Der Wind hatte noch mehr zugelegt, mittlerweile war auch die gelbe Fahne gehisst und die Wellen waren für Ostseeverhältnisse mega. Ich glaube, so hoch hatten wir sie bisher noch nicht gesehen.
Natürlich nutzten das auch die Kite-Surfer aus!
Wir machten einige Fotos und einmal wurde ich von einer Welle überrascht, die mir über die Füße schwappte.
Danach gingen wir weiter auf die Seebrücke, wo ein Schild aufgestellt war "Betreten auf eigene Gefahr". Manche Wellen schafften es nämlich sogar die Seebrücke nass zu spritzen, deswegen gingen wir auch nicht bis hinten hin, sondern blieben in der Mitte zum Staunen stehen.
Zum Schluss liefen wir noch bis zu unserer Bank und zurück zur Ferienwohnung, wo wir durchfroren ankamen. Sogar Mama frierte!






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