Sonntag, 7. Januar 2024

Achja....

...Fuck Perimenopause! Da denkste den ganzen Tag, wie gut geht es mir gerade und fühlst seit Langem mal wieder diese innere Zufriedenheit, blickst motiviert und zuversichtlich auf die Zukunft und zack biste schon am Abend wieder da, wo du gerade erst herkommst. Auf dem Boden der Tatsachen. 

Ich bin ja tatsächlich gejoggt und es lief mega. Klar, ich bin noch lange nicht da, wo ich mal war, aber dafür war einfach die Pause zu lang und ich bin einfach immer noch schwerer als normal. Aber ich habe mich gut gefühlt, bin schneller gelaufen - soweit das die Matschepampe zuließ - und der Puls hielt sich auch beim ersten Anstieg super, obwohl mich Safri Duo den Berg schneller hochprügelten als sonst. Auch als mitten im Nichts plötzlich zwei Typen mit geschulterten Waffen vor mir standen, blieb ich cool. Wobei ein bissi gruselig war das dann schon. 

Danach war ich richtig gut drauf! Ehrlich! Auch die Absage meiner Freundin, der es momentan wieder nicht gut geht, habe ich locker genommen. Wir haben lange telefoniert und ich kann sie so gut verstehen. Frauen in unserem Alter haben es einfach nicht leicht, da ist es auch egal, ob du Kinder hast, einen Partner oder alleine durch das Leben gehst. Ich hab versucht sie zu beruhigen und heute wollen wir dann statt tanzen mal gemeinsam spaziergen gehen. 

Auch als das Töchterchen nach Hause kam, war alles noch supi. Wir haben gequatscht, gelacht, sehr lange sogar und dann bin ich irgendwann ins Bett. Das Töchterchen hat noch den momentan allabendlichen "Kack-Motivator" gespielt. Wenn die beiden gehen, klappt das nämlich sofort, während sie ja bei mir bockt. Und nachdem ich noch gelesen habe und mir die Augen schwer wurden, habe ich das Licht ausgemacht. Kaum war das Licht aus, sprangen die Sorgen unterm Bett hervor, danach kam die Angst. Wtf! Es nervt einfach nur. Naja, bis 1 Uhr bekam ich keinen Schlaf und gerade als ich anfing in den Schlaf zu gleiten, hörte ich komische Geräusche von Sophie. Erst dachte ich, sie träumt, aber dann merkte ich schnell, da stimmt was nicht. Ich war sofort hellwach, die Angst natürlich auch. Normalerweise hätte ich über den Anblick von Sophie sicherlich gelacht. Mitten in der Nacht mit eh schon durchdrehendem Panikzentrum, war das nicht lustig. Sie ist irgendwie mit dem Hinterteil unter der Armlehne des Sessels vom großen Schweden, auf dem sie immer schläft, runtergerutscht, während die Vorderbeine noch auf dem Sessel lagen. Und natürlich bekam sie Panik, weil sie da nicht mehr alleine weg kam und glaubt mir, auch ich hatte echt Mühe, den total verstörten Hund da rauszubekommen. Sie steckte wirklich fest. Naja, irgendwann schaffte ich es und um sowas für diese Nacht zu vermeiden, trug ich sie aufs Sofa direkt daneben. Das Tragen fand sie mal richtig blöd und es dauerte eine Weile bis sie sich beruhigte. Ich hätte ihr da gerne geholfen, aber wenn sie müde ist, will sie ja keine Nähe, deswegen war mein Streicheln kontraproduktiv. Ich bin dann noch ein paar Mal hin, um zu schauen und irgendwann legte sie auch den Kopf ab, entspannte und schlief durch bis zu ihrer üblichen Zeit. Heute morgen war sie ganz normal. Ich brauchte bis 3 Uhr bis ich endlich mal einschlief, um 4 Uhr wollte meine Blase entleert werden und um 6.30 Uhr weckten mich Hundepfoten auf Fliesen. 

Dementsprechend müde und durch bin ich natürlich heute und sehr dankbar, dass ich gestern joggen war. :-) 

Ich muss diese Angst und Sorgen irgendwie in den Griff bekommen, das ist ja echt furchtbar. Was ich merke, ist, dass Alkohol und vorheriger Schlafmangel das noch anfeuert. Auch nächtliche, normale wechseljahrsbedingte Schwitzattacken sind Verstärker. Spätes Essen von unnützem Mist könnte auch Auswirkungen haben. Und da ich keine Hormonersatztherpie möchte, es auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nötig finde, werde ich erstmal da ansetzen. 1. Gibt es ab jetzt keinen Alkohol mehr ohne Gesellschaft - nicht, dass ich viel trinke und ab 1. Feburar verzichte ich ja eh wieder komplett für eine Weile - aber ich habe das Gefühl meine Alkoholtoleranz, die eh niedrig war, ist noch niedriger gerutscht. Und Alkohol hat einen Einfluss auf das veg. Nervensystem, in meinem Fall also nicht zu unterschätzen. Es ist einfach einen Versuch wert und letztendlich tut mir das auch nicht weh. Es war eh Zufall, dass ich dieses WE überhaupt was zu Hause hatte. 2. Weniger Sch... nach 19 Uhr essen! Lieber mal einen Tee trinken! 3. Und irgendwie mental nochmal an mir arbeiten, dass mich Angst und Sorgen nicht weiterbringen. Nichts auf dieser Welt kann ich verhindern, wenn ich mir vorher schon Sorgen mache. Das weiß ja eigentlich jeder, aber die Umsetzung ist halt schwer, vor allem, wenn man schon seit Jahren in dieser Hinsicht am Limit lebt. 4. Weiter sporteln, denn ich habe in den 2 Wochen sofort wieder gemerkt, wie viel Einfluss Bewegung auf meine Psyche hat. Auf den Körper natürlich sowieso.

Sorry, für dieses Wechseljahrsthemendings, aber es wird sowieso viel zu wenig darüber geredet. Scheint immer noch ein Tabu-Thema zu sein. Und da ich sicherlich mehr weibliche Leser habe als männliche, hilft es vielleicht der einen oder anderen weiter. Sei es auch nur, Gleichgesinnte zu lesen! Mir tut das auf alle Fälle gut, wenn ich Blogeinträge von anderen Wechseldamen lese! Und irgendwann ist es ja auch mal rum - hoffentlich! :-)

Das Töchterchen hatte gestern die letzte Schicht im Krankenhaus und ich finde es erstaunlich, was sie praktisch machen durfte. Sie konnte dadurch gut austesten, was sie kann und was ihr Probleme macht.  Bisher war nix dabei, womit sie nicht klar kam. Mal schauen, was sie ab Montag beim Rettungswachenpraktikum für sich herausfindet. 

Ich hoffe, dass wir heute fertig entweihnachten können, kommt halt aufs Töchterchen an, und ich müsste die Glastür neu bemalen. Wobei Sophie mittlerweile auch gerne mal dagegen läuft, obwohl was in ihrer Kopfhöhe aufgemalt ist. *soifz* 

Und ich hoffe sehr auf die versprochene Sonne heute, allerdings wird die in der App schon wieder immer weiter nach hinten gerechnet. Wahrscheinlich wird das eh wieder nix.






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