Die Woche war schlaflos! Und ich wundere mich, dass ich noch halbwegs fit durch die Gegend laufe. Es gab nicht eine Nacht, in der ich nicht jede Stunde wach war und oft auch erst ab 1 Uhr überhaupt zum Einschlafen kam und ein paar der Nächte war die Nacht auch schon um 5.30 Uhr vorbei dank Sophie.
Es waren unterschiedliche Ursachen, die mich schlaflos gemacht haben. Am Sonntag war das Töchterchen da und ich hatte echt verdrängt, dass sie einen komplett anderen Tagesrhytmus hat als ich. Um 0 Uhr startete sie zum Gym, gegen 1 Uhr kam sie zurück und brauchte vor meinem offenen Fenster halt mehrere Anläufe das Auto zu parken. Um 2 Uhr hat sie das Licht ausgemacht. An dem Abend war Sophie ruhig. Wirklich geschlafen habe ich erst nach 2 Uhr.
In der nächsten Nacht waren Sophie und ich wieder alleine und ich musste Abends mehrfach zu ihr, weil sie fiepte, hielt sich aber alles in Grenzen. Trotzdem schlief ich nicht gut ein, dann kam das Gewitter. Und den Rest der Nacht wachte ich gefühlt jede Stunde auf, weil ich aufs Klo musste.
Die Nacht darauf das gleiche Spiel, entweder fiepte Sophie oder ich musste aufs Klo. Einschlafen ging erst spät, weil ich einfach nicht müde war.
Und so setzte sich das fort bis Sophie dann Donnerstag Morgen um 5.35 Uhr wach war. Wieder viel zu wenig Schlaf.
Es ist wohl bis dahin eine Kombi aus "kurz vor Vollmond", "Zyklusende" und "Fiepen von Sophie" gewesen, aber die letzte Nacht tobt alles. Und damit bin ich schon beim Hauptthema, das mich wirklich fertig macht.
Sophie läuft zwar momentan richtig gut, anfangs ist sie auch echt schnell unterwegs und hopst durch die Gegend, auch frisst sie wieder ordentlich, so dass die Gewichtsabnahme erstmal gestoppt ist. Aber seit 3 Tagen schläft sie immer weniger am Tag. Zuerst war sie nur ab der Nachmittagsrunde unruhig, dann fing sie schon gegen 15 Uhr an, gestern ab der Mittagsrunde. Mal fiept sie durchgehend bis sie endlich mal einpennt. Mal liegt sie einfach nur auf ihrer Decke und starrt das Regal an. Gestern tapperte sie auch mehrfach raus und rein. Sobald sie auf der Decke ist, fiept sie. Nichts hilft. Kein Knuddeln, kein Schimpfen und dass Spaziergänge in der Hitze keine Lösung sind, wenn sie schon mit den normalen Runden massive Schwierigkeiten hat auf dem Rückweg, ist auch klar. Alternative Beschäftigungen verweigert sie. Es gibt nichts, was diesen Zustand unterbricht. Dieser hielt gestern bis Mitternacht an. Ich weiß gar nicht, ob sie überhaupt mal zwischendurch eine Stunde am Stück schlief. Um Mitternacht bin ich dann nochmal raus, es kann ja immer sein, dass sie doch muss. Aber nix. Sie lief flott durch die Gegend, aber das wars halt auch. In der Nacht ging es weiter, es dauerte noch bis 2 Uhr bis sich wenigstens schneller selbst regulierte, trotzdem war sie jede Stunde wach und fiepte kurz.
Sie müsste eigentlich vollkommen fertig sein, aber heute morgen geht es gleich weiter. Nach dem Pipi draußen im Garten, frisst sie, danach bekommt sie keine Ruhe auf ihrer Decke. Also bin ich gleich mit ihr gegangen, wo sie dann auch ihr großes Geschäft recht dringend machte. Aber wenn man denkt, das wäre es gewesen - von wegen - jetzt dreht sie sich auf ihrer Decke und fiept dermaßen laut, dass man es auch nicht mehr ignorieren kann.
Ich überlege, ob sie Schmerzen hat, aber sie ist jedes Mal motiviert, wenn ich mit ihr rausgehen will. Sie lässt sich den Schuh super anziehen, danach gibt es kein Halten mehr. Gehen wir ihre Lieblingsstrecke, rennt sie die meiste Zeit vor. Momentan schafft sie ohne Hitze sogar wieder die 30 min. Runde um den Block. Auf dem Rückweg wird sie dann zwar langsamer, aber sie schnuppert oft rum und muss auch nicht angetrieben werden. Auch die Treppen läuft sie hoch und runter ohne Probleme. Wenn es sehr heiß ist, muss ich natürlich bei mehreren Stufen etwas nachschieben, aber ein Hund der Schmerzen hat, sieht so eigentlich nicht aus.
Ich weiß, dass diese Unruhe ein Symptom von Demenz bei Hunden ist, aber mir stellt sich nach diesen 24 h halt schon die Frage, ist das nicht auch permanenter Stress? Bisher hatte sie ja sehr lange Ruhephasen, die Nächte hat sie bis auf wenige Ausnahmen ruhig geschlafen, oft war sie noch nicht wach, wenn ich aufstand. Auch tagsüber schlief sie oft mehrere Stunden am Stück ruhig und entspannt, doch jetzt wird es von Tag zu Tag weniger. Und ja, natürlich tut sie mir in dem Moment auch leid, aber ich komme auch zunehmend an meine Grenzen. Ich konnte gestern nicht mal mittags meinen Schlaf mit einem kleinen Powernap nachholen, weil sie wieder fiepte. Nach einer Woche Schlafmangel bin ich echt durch. Wie gesagt, es wundert mich, dass es mir körperlich überhaupt noch so gut geht. Wobei ich heute dann doch Kopfweh habe und mir schwummrig ist.
Morgen kommt das Töchterchen, mal sehen, wie sich das dann entwickelt. Vielleicht kann sie die Nächte übernehmen, wenn sie eh wach ist bis 2 Uhr und sie soll das Ganze auch mal einschätzen, ich bin sicherlich mittlerweile betriebsblind, weil zu nah dran. Im August habe ich wie schon geschrieben eh Termin beim Tierarzt wegen Blutabnahme. Sollte das jetzt aber so anhalten wie die letzten 24 h, dann werde ich nächste Woche schon anrufen. Ein Video vom Drehen auf der Decke und Fiepen ist gemacht. Er soll einfach einschätzen, ob sie nicht doch Schmerzen hat. Da könnte man ja was machen. Gegen die Demenz halt leider nicht.
Am Ende stell ich mal das Video von heute morgen rein.
Was war sonst noch los die Woche? Wie gesagt, Töchterchen war kurz da und sie wird auch morgen Nachmittag wieder kommen, dann wahrscheinlich für ein paar Tage länger.
Letzten Sonntag bin ich trotz viel zu früh aufstehen, doch noch Rad gefahren. War sehr schön und hat mich wirklich abgelenkt. Nicht mal die Kette ist runtergesprungen. *lach* Allerdings hatte ich am Anfang ein nerviges Geräusch am Rad und musste mehrfach anhalten bis ich es endlich geortet hatte. Die Halterung des Schlosses hatte sich etwas gelockert und sich verdreht, So konnte der Bügel leicht an den Speichen rumklappern.
Und gestern habe ich endlich mal wieder ein Krafttraining absolviert. Ich hab das schleifen lassen und musste zunehmend feststellen, dass ich hier und da Probleme im Knie hatte und natürlich fängt am Körper auch alles an zu schwabbeln, wenn man da nix macht. ;-) Ich habe mir selbst ein Training zusammengestellt, das auf alle Muskelgruppen abzielt und für Läufer, sowie Radler wichtig ist. Mal schauen, ob ich es schaffe, das einmal die Woche zu machen.
Auf der Arbeit war ich gut beschäftigt, allerdings habe ich mich echt über jemanden geärgert. Irgendwann sind bei mir halt auch mal Grenzen überschritten. Das habe ich dann auch mal gezeigt. Ändern wird es eh nix! Auch von anderer Stelle wird es, wie ich erfahren habe, keinerlei Konsequenzen geben. Weil klar ist, dass es nichts ändern wird. Tolle Situation!
Ansonsten gibt es nix zu berichten! Ach doch, ich habe ein wenig das Gefühl, dass das Vitamin D im Körper ankommt. Die Erschöpftheit ist leicht besser geworden, trotz Schlafmangeln. Ich bin nicht mehr dauermüde und auch motivierter obwohl sich meine Situation mit Sophie ja nochmal verschärft hat. Mal schauen, ob das nur von kurzer Dauer ist oder ob es anhält.
Meine Blasenproblematik ist wirklich fast weg. Ich würde sagen zu 98% alles wieder normal! Juchuh!
Fürs Wochenende ist nix wirklich geplant, weil es ja eh sehr heiß werden soll. Vielleicht schaffe ich eine Joggingrunde, aber kommt alles darauf an, wie viel Schlaf ich bekomme, was mein Kreislauf sagt und wie es mit Sophie weitergeht. Heute erstmal einkaufen und Haushalten!
Fürs Video "Ton an und lautstellen". Ich konnte nicht näher ran, weil sie sonst aufgehört hätte und ich das ja für den Tierarzt festhalten wollte.
4 Kommentare:
Hallo, das ist ja traurig für den Hund und nervig für dich.
Mein erster Gedanke bei dem Video war, sie sucht etwas.
Vielleicht ihre Mama, oder Geschwiser. (Demenz)
Ist ja bei alten demenzkranken Menschen ähnlich, dass sie ihre Mama oder Kinder suchen.
Oft hilft ihnen eine Puppe die sie als ihr Kind (Baby) ansehen.
Vielleicht ist es ein Versuch wert und du kaufst für Sophie einen kleinen Plüschhund, gibst bestimmt in etwas größerer Ausführung bei ebay auf so Kinderkuscheltieren-Seiten.
Gibt es für Hunde auch so Beruhigungstropfen, die man dann evtl auf den Kuschelhund
tröpfeln kann. Ich hab keine Ahnung aber ein Versuch wäre es wert.
Ich wünsche ein schönes und angenehmes Wochenende
Ulla S.
Liebe Ulla, nein, sie sucht nichts und da sie mit Kuscheltieren nichts anfangen kann, nicht mal zum Spielen, denke ich nicht, dass das was hilft. Es gibt gleich von mir ein Update, denn wir waren noch beim Tierarzt gestern. Danke für deinen Kommentar! LG Andrea
Das kenne ich. Meine Messina macht das auch. Wenn ich zu ihr gehe und sie beruhige, legt sie sich manchmal ab. Manchmal schläft sie ein, manchmal nicht. Ich hoffe nur, dass die Fellnasen dabei keine Schmerzen haben...?!
Das mit den Schmerzen kann man ja nur abschätzen, dazu muss man den Hund gut kennen. Meine Hündin war immer sehr schmerzempfindlich. Jede Brennnessel oder Distel ein Riesendrama, ein Wespenstich - das fast Todesurteil und als sie ihre Rückengeschichte hatte, war sie regelrecht depressiv, da ging fast gar nix mehr. Ich weiß natürlich nicht, was die Demenz mit dem Schmerzempfinden anrichtet, aber sie verhält sie nicht so als hätte sie Schmerzen. Zumindest keine sehr starken. Das eine oder andere Zwicken aufgrund der alten Gelenke gibt es sicherlich. Aber es bleibt halt eine Unsicherheit, weil ja ihre ganzen Emotionen durch die Demenz kaum noch vorhanden sind. Ich bin aber regelmäßig beim Tierarzt und er kennt Sophie seit sie bei uns ist. Er schätzt das ja dann auch ein und tastet sie ab. Dabei zeigt sie bisher keine offensichtlichen Schmerzen. LG
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