Und dann stand ich da und schilderte mein Problem mit der neuen Körperbaustelle, die mir gerade ziemlich Lust auf irgendwas raubt.
Die gute Nachricht ist, er kann das Problem auch mit dem aktuellen Rezept angehen, weil er eh evtl. eine Verbindung sieht. Die zweite gute Nachricht ist, ich bin nicht wirklich bewegungseingeschränkt - also ist nichts ernsthaft blockiert. Nicht so toll ist, dass er vermutet, dass beides - Tennisarm und Ischias - die gleichen Ursachen hat, wie damals die Schultergeschichte. Ich bin kurz innerlich in Panik ausgebrochen. Ich will nicht wieder 5 Monate leiden und dabei mein Leben an mir vorbeiziehen sehen. Nicht nochmal! *heul* Er ist sich aber noch nicht ganz sicher, weil ich dann doch leicht bei Druck auf die Lendenwirbel reagierte. Aber er ist sich sicher, dass wir das in max. 4-5 Wochen hinbekommen. Na toll! Dann ist der Sommer ja echt schon wieder rum. Zumal ich ja nur nächste Woche noch einen Termin bei ihm habe und er dann erstmal Urlaub hat. Erst Mitte August habe ich wieder einen Termin, wenn nicht vorher jemand abspringt.
Noch eine gute Nachricht war, ich darf alles machen. Das betrifft den Tennisarm und auch den Ischias. Alles was mir gut tut und keine starken Schmerzen auslöst. Beim Tennisarm wäre das mittlerweile recht viel und da soll ich eh langsam die Belastung steigern. Aber beim Ischias bleibt nicht viel, was nicht schmerzt. Gestern war schon bis zur Physio ein schlimmer Tag, es ging fast gar nichts. Danach habe ich gedanklich alle Pläne für das WE gecancelt, weil ich gar nicht mehr laufen oder stehen konnte ohne starke Schmerzen oder Ausweichbewegungen.
Ich bekam zwei Übungen mit nach Hause. Eine für die vermutete Ursache beim Tennisarm, die Übung kenne ich schon aus der Schulterschmerzzeit. Und für den Ischias einfach nur auf den Bauch legen, Ziel ist, irgendwann den Oberkörper aufzurichten. Auch diese Übung durfte ich damals machen. Und mit der hatte ich damals schon massive Probleme. Schon alleine das auf dem Bauchliegen ist nach einer Weile unangenehm. Oberkörper anheben noch undenkbar.
Nach dem Essen und einem Nickerchen immer noch keine Besserung und da habe ich für mich entschieden, ich muss mich bewegen, raus, sonst drehe ich durch. Ich dachte eigentlich, ich komme nicht weit, aber je länger ich ging, umso besser wurde es. Berghoch ist erstaunlich angenehm, bergab etwas unangenehmer. Und so war ich ca. 45 min. spazieren, was mir mental unfassbar gut getan hat. Und beim Quatschen mit einem Nachbarn stand ich doch tatsächlich mehr als 15 min. nahezu schmerzfrei rum, ohne irgendwelche Ausweichbewegungen zum Entlasten der schmerzhaften Seite. Das gibt Hoffnung.
Heute morgen beim Aufwachen dann aber wieder Ernüchterung. Der Schmerz hat sich verändert und kommt jetzt bei Bewegungen, bei denen es vorher wenig Probleme gab.
Mal schauen, was der Tag so bringt.
Jetzt erst einmal den zweiten Kaffee!
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