Meine Nacht war naja, es ging so und gerade als ich langsam aufgestanden bin, kam das Töchterchen nach Hause. *lach* Ihr Flieger ging ja viel später als meiner und sie wollte uns auschecken. Wir hatten schon am Vorabend damit gerechnet, dass sie erst spät zurück kommt, wenn es ihr gefällt. Und das hatte es. Sie hatte einen großartigen Pup Crawl mit tollen Menchen, die ihr auch viel über das Leben in Stockholm erzählt haben, denn das Töchterchen liebäugelt damit, hier mal eine Zeit ihres Lebens zu verbringen. Und wenn es vielleicht nur für ein paar Monate im PJ ist. Naja, das habe ich aber alles erst Tage später erfahren, weil sie dringend schlafen wollte und so ließ ich sie in Ruhe.
Ich frühstückte, trank das letzte Mal meinen Instant-Cappu und machte mich fertig. Zum Glück war meine Nase nicht zu, aber ich fühlte mich echt matschig und ich hatte ordentlich Respekt vor dem Flug. Und ich war aufgeregt, ob ich überhaupt alleine zum Flughafen finde.
Da stand ich nun, das letzte Mal an dieser S-Bahn-Station.
Bis zum Hauptbahnhof war das alles auch null Problem, dort aber fand ich die Beschilderung zum Arlanda Express, der mich zum Flughafen bringen sollte, verwirrend. Warum schreibt man nicht einfach Arlanda Express auf die Schilder drauf? Naja, irgendwie habe ich ihn dann gefunden, ohne mich zu verlaufen und so ging es zum Flughafen. Dort war es dann wieder total easy. Nur diesmal musste ich mein Wasser ausleeren. In Frankfurt war das kein Problem.
Naja, ich füllte es dann später wieder am Trinkwasserspender aus. Das letzte Mal schwedisches Seewasser trinken. :-) Die Stockholmer beziehen nämlich ihr Wasser aus dem Mälaren See.
Nun hieß es warten und warten. Der Flug war mal wieder voll bis oben hin, aber ich wollte mein Gepäck nicht aufgeben und dann war das auch kein Problem. Ich fand schnell ein Plätzchen für meinen Koffer.
Der Flug hat mich schon ziemlich gequält. Mir war viel zu warm im Flieger und das hat meine Matschigkeit nicht besser gemacht. Aber zum Glück fliegt man ja nicht lange.
Mach es gut, Schweden! Du hast mich wirklich eingefangen mit deinem Charme!
Vollkommen fertig bin ich dann in Frankfurt erstmal in die falsche Richtung gelatscht, aber irgendwann habe ich auch den Ausgang gefunden. Dort wurde ich schon von meinem Chauffeur erwartet. Meine Güte war ich dankbar, dass ich jetzt nicht noch die super deutsche Bahn fahren musste.
Die Fahrt nach Hause war kurzweilig, weil wir viel gequatscht haben. Wir machten dann noch einen Stopp, damit ich ein paar Sachen einkaufen kann und zur Belohnung habe ich mir eine Pizza gegönnt. Das erste warme Essen seit Tagen. *lach*
Da saß ich nun, alleine, angeschlagen, voller Gefühle und Emotionen und bin erstmal schön in einen kleinen Urlaubsabschieds-Jetlag gestürzt.
Damit endet der Urlaubsbericht!
Schweden war so Besonders, so anders, ich kann es gar nicht wirklich in Worte fassen. Der Urlaub hat mich gestärkt, mir gezeigt, was möglich ist, wenn man aus seiner Komfortzone rauskommt. Es muss nicht alles glattlaufen, um gut zu werden und ich bin so dankbar, dass das Töchterchen diese Idee hatte. Manches hat mich Überwindung gekostet, beim Fliegen musste ich mich meinen Ängsten stellen, aber interessanterweise hat mich das gar nicht so viel Kraft gekostet. Ich war soooo hungrig auf neue Entdeckungen, wollte alles sehen, mitnehmen, erleben, dass ich es nicht als Anstrengung empfunden habe.
Warum war das auch ein Test für mich? Weil ich mich nicht darauf verlassen kann, dass das Töchterchen mich weiterhin auf Reisen begleitet. Ob ich jemals nochmal einen Partner finde, halte ich zur Zeit für unwahrscheinlich und wenn ich was erleben will, reisen möchte, dann muss ich alleine klarkommen. Nach dieser Reise traue ich mir auch mal was alleine zu. Natürlich war ich nicht alleine, aber das Meiste habe ich organisiert, die An- und Abreise musste ich alleine bewältigen und ich habe gesehen, ich finde mich wunderbar zurecht. Nur eine Sache war grottig, mein Englisch und daran werde ich arbeiten. Nochmal fahre ich nicht in den Urlaub und kann mich kaum unterhalten. Das Verstehen und Lesen ist ja kein Problem für mich, aber das Reden - achherjee. Das geht so gar nicht! Das packe ich mal nächstes Jahr an. Englisch für ältere alleinreisende Frauen. *lach*
Und jetzt noch ein paar abschliessende Zahlen sowie Infos zu Schweden. Vielleicht interessiert es jemand, vielleicht braucht jemand Inspirationen und Ideen.
Unsere Strecke:
Wir sind ca. 1300 km gefahren, hatten 6 Unterkünfte, davon 4 über AirBnB, 2 über Booking. 2x hatten wir 2 Nächte an einem Ort, 1x 3 und ansonsten blieben wir immer nur über Nacht. Wir haben tagsüber so gut wie gar keine Zeit in den Unterkünften verbracht. Wir sind meistens morgens gegen 10 Uhr los und dann zwischen 17 und 19 Uhr ca. zurückgekommen. Mein Fazit für die Route: Ich wüsste nicht, was ich hätte anders planen sollen. Es war das erste Mal, dass ich das so geplant habe, weil wir die Unterkünfte ja vorbuchen mussten und dafür war es wirklich fast perfekt. Ich hatte die Länge der Strecken realistisch eingeschätzt und wie wir den Tag gestaltet haben, war für uns genau richtig so. Die richtige Mischung aus Transfer, Natur, Städte, Sehenswürdigkeiten und Highlights. Unser Tempo ist vielleicht für viele abschreckend gewesen, für uns hat es in diesem Urlaub genau so gepasst!
Die Kosten für diesen Urlaub:
Damit bin ich unter unseren Planungen geblieben. Ich hatte mit etwa 3500 € gerechnet. Ja, der Urlaub war nicht ganz günstig, aber das war er halt auch wert!
Und sonst so:
200.676 Schritte gelaufen
144,3 km gelatscht
13 Ortschaften bzw. Städte besucht
6 Museen oder ähnliches besucht
mind. 4 Elche gestreichelt
4 Elche in der freien Wildbahn gesehen (Töchterchen)
4 Nationalparks besucht
unzählige Kanelbullar gegessen
1 Bootsfahrt
Und noch ganz vieles mehr! :-)
Und damit schließe ich diesen Urlaubsbericht ab:
"Lagom är bäst" - Weder zu viel noch zu wenig - genau richtig!
Hej Hej!





2 Kommentare:
So herzlichen Dank fürs Mitnehmen und Berichten. Es macht wirklich Lust, das Land kennenzulernen ❤️, so so wunderbare Fotos ( aber das ist man von dir ja gewohnt ;-))
Und Kompliment fürs Zutrauen in dich selbst.
Lg Carina
Ich danke dir, dass du mit auf die Reise gegangen bist. :-) Ganz liebe Grüße zurück!
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