Freitag, 8. Juli 2022

*grmpf*

Was für eine besch.... Woche! Mal abgesehen vom Ausfall meines Kollegens und das morgendliche Zittern beim Testen, können es manche Menschen einfach nicht lassen, noch einen oben drauf zu setzen. Und deswegen werden diese Personen und ich, in diesem Leben keine Freunde mehr. Bei der einen kann ich es vielleicht noch verstehen, wurde sie ja nun quasi gezwungen etwas aufzufangen, was sie schon lange hinter sich gelassen hat. Aber sorry, ich habe mir das nicht ausgedacht. Und ich war auch der falsche Ansprechpartner dafür. Und worauf ich echt allergisch reagiere, ist diese Hinterlistigkeit mir gegenüber. 

Die andere Person macht mich einfach nur noch wütend! Und manchmal frage ich mich, warum ich es nicht endlich einfach hinwerfe! Dass ich keinen Dank erwarten kann, das weiß ich schon lange. Auch, dass ich mit anderen Maßstäben bewertet werde und Wertschätzung mir gegenüber ein Fremdwort ist. Aber in so einer Situation, in der ich wie schon so oft, Feuerwehr spiele darf, noch mit einer vorwurfsvollen Ansprache anzukommen, ist unfassbar. Das i-Tüpfelchen ist die letzte Mail, in der er nur einem dankt, dass es trotz des Supergaus läuft. Dieser Jemand hat es verdient, keine Frage, aber Fakt ist, ohne mich hätte er es auch nicht geschafft. Ich werde mit keinem Wort erwähnt. Im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass ich nächste Woche noch die eine oder andere blöde Bemerkung ernten werde. 

Ich werfe es nicht hin, weil die Alternativen auch nicht besser sind. Und weil wir mittlerweile ein tolles Team sind. Wir verstehen uns super, jeder hilft dem anderen, keiner drückt sich vor unangenehmen Arbeiten, wir ergänzen uns und wir wertschätzen uns. Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Und hätten wir komplett freie Hand, würde vieles sogar noch besser laufen. Und....wir sind echt gut! 

Geholfen hat mir die Woche auch, dass mich eine Person überraschend mental unterstützt hat! Sie kam zu mir und hat mir ihre mentale Unterstützung zugesichert, sie bot mir an, Kaffee zu holen, zum Bäcker zu rennen, für mich da zu sein, wenn ich Frust abladen muss und sie fragte mich jeden einzelnen Tag, wie es mir geht. 

Mein Lieblingsarzt und ich sind eh ein eingespieltes Team, von daher haben wir alles geschafft, was wir schaffen mussten. Die nächste Woche wird hart, keine Frage, aber strukturierte Vorbereitung hilft nun mal ungemein. Wenn nicht noch etwas dazwischen kommt. 

Ansonsten schwebt halt weiterhin das Corona-Damokles-Schwert über uns. Auch in der Schule häufen sich jetzt wieder die Fälle. Es erwischt einfach jetzt alle, die bisher Glück gehabt hatten.  

Aber gut, ändern kann ich ja nix. Ich persönlich werde mich nun aber sehr zurückhalten und Veranstaltungen wie 3TM am jetzigen Wochenende großräumig umgehen. Das tut mir schon weh, allerdings wird es da so voll sein, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung auch im Freien gegeben ist. Der Urlaub ist mir zu wichtig, um dieses Risiko für ein paar Stunden Abwechslung einzugehen. Das Töchterchen hat sich anders entschieden, aber das muss ich auch respektieren. Sie ist alt genug diese Entscheidungen zu treffen und eben notfalls die Konsequenzen zu tragen. 

Das Wetter bleibt ja am WE durchwachsen und ich werde versuchen ein paar Urlaubsvorbereitungen zu erledigen, die man nicht machen möchte, wenn es draußen warm und sonnig ist. Ich hinterlasse die Wohnung ja sehr gerne fein und sauber, wenn ich in den Urlaub starte. Ich habe zwar meine Ansprüche daran in den letzten Jahren sehr reduziert, aber so eine gewisse Grundreine muss trotzdem sein. Das Auto muss auch mal gewaschen und gesaugt werden, so setze ich mich da nicht 6-8 h rein. *lach*

Aber jetzt muss ich erstmal den Einkaufszettel für den Wocheneinkauf machen, ich trödel schon wieder viel zu lange rum. ;-)

Foto gibt es heute keine, ich hatte noch keine Muße weitere zu bearbeiten. *soifz* Ich gelobe Besserung - irgendwann. :-)

Montag, 4. Juli 2022

Luft anhalten!

Ich halte jetzt mal ganz dolle die Luft an. Corona Naheinschlag! So nah war es noch nie. Ich saß quasi direkt beim Testen daneben. Zum Glück mit FFP2 Maske, aber man weiß ja nie. Und alles schön kurz vorm Urlaub. Passt doch super zu diesem Jahr. Die Vorfreude auf den Urlaub nach dem Blutungsende jetzt wieder ausgelöscht. Ich glaube, ich traue mich erst ins Reisefieber zu verfallen, wenn wir negativ getestet, symptomlos in Dahme ankommen. Bis dahin....hoffen, beten, Luft anhalten und am Besten mit Schutzanzug vor die Türe. *grmpf*


Sonntag, 3. Juli 2022

Durchwachsen

Nach der kurzen Hochphase, weil die rote Quelle doch noch versiegt ist, kam dann schnell danach der mentale und körperliche Absturz. Naja, Absturz hört sich dramatisch an, aber es ging schon gut nach unten. Von Dauermüdigkeit, totaler Erschöpfung, melancholische Stimmung, Gereiztheit und genervt sein war alles dabei. 

Das Wetter schafft Sophie und mich. Nur, dass Sophie am Freitag als es plötzlich 15 Grad kälter war, wieder munter war, während ich kreislauftechnisch wegen auf- und ab weiter kämpfte. Gestern dann schon wieder an die 30 Grad. Dabei war es ja endlich mal nicht mehr schwül, doch diese Sprünge konnte ich nie gut vertragen. Ausser als ich jung war. ;-) 

Mittlerweile geht der Endspurt zum Urlaub los. Heute in 3 Wochen ist es soweit, wenn uns nicht noch Corona erwischt. Im Moment ereilt unser Umfeld eine neue Welle und nimmt auch die mit, die es bis hier hin ohne Infektion durch die Pandemie geschafft haben. Wie schön war es früher, als man sich noch uneingeschränkt auf einen Urlaub freuen konnte. Das vermisse ich sehr. 

Auf der Arbeit werden das noch harte 3 Wochen. Unser Zeitplan ist so voll - das ist eigentlich nicht zu schaffen. Aber gut, wir haben es rechtzeitig gesagt und gewarnt. Dann bleibt halt liegen. Ist dann so.

Das Töchterchen hat in Mathe LK 14 Punkte geschrieben, damit hat sich die Ausgangssituation fürs kommende Schuljahr entspannt. Nächste Woche passiert in der Schule nicht mehr viel, danach startet das Praktikum. Für sie beginnen die Ferien also schon jetzt - irgendwie. 

Am Freitag habe ich eine kleine Zeitreise gemacht. Ich war kurz auf dem Kirschenmarkt. Nach gefühlter Ewigkeit. Früher war der Kirschenmarkt ein Muss. DAS Event des Jahres! Mittwochs zur Marktdisco, Freitags zur Kirschenköniginwahl, Samstags zur Band, Sonntags zum Festzug und später das Feuerwerk. Ich hab sogar meist Freitags Urlaub genommen, damit ich auf den Krämermarkt gehen kann. Als Teenie, als junge Erwachsene, später als Paar, dann mit dem Töchterchen. Und gerade später als Erwachsene traf man dort jedes Jahr Menschen, die man ewig nicht gesehen hatte. Aber irgendwann verlor ich den Bezug zu diesem Fest und bin auch nur noch selten bis gar nicht hin. Manchmal waren wir auch im Urlaub oder ich steckte in den Urlaubsvorbereitungen, so dass ich einfach keine Zeit hatte. Dann kam Corona! An diesem WE fand das Fest wieder statt und ich verabredete mich mit meiner Mutter wenigstens mal zum Krämermarkt mittags. Und dann stand ich da so vor dem Zelt, bin über die Fressgasse gelaufen und zum Karussellplatz geschlendert. Um diese Uhrzeit habe ich nur wenige alte Bekannte getroffen, aber trotzdem war das wie eine Zeitreise. Viele Erinnerungen kamen hoch, die immer noch schreckliche Musik, die verschiedenen Essensgerüche in der Fressgasse, das Treiben. Ich bin ja eigentlich kein Mensch, der alten Zeiten nachtrauert. Ich lebe im Jetzt und nicht alles war besser früher. Aber das hat mich doch etwas überrumpelt am Freitag. Ich glaube nicht mal, dass es um das Früher ging, sondern eher um das Leben VOR Corona. Diese Leichtigkeit, Sorglosigkeit - einfach durch eine volle Fressgasse zu schlendern ohne Angst vor Ansteckung zu haben oder sich zu fragen, ob man nicht besser die Maske aufzieht. Dieses Stutzen, wenn man jemanden trifft, der einen umarmen möchte. Und das Wissen darüber, dass sich das alles so schnell nicht mehr ändern wird. Noch bin ich persönlich weit davon entfernt, von diesem Leben VOR Corona. Das macht mich ein wenig traurig. Und diese Melancholie hält auch bis heute an.

Aber vielleicht sind das auch einfach diese blöden Hormontabletten. Ich hatte früher schon mal so eine Nebenwirkung mit einem Pillenpräparat, da kam es eindeutig davon. Da muss ich dann wohl erstmal durch, zumindest bis zum Urlaub. Dauerbluten ist da keine Alternative!

Heute wollen wir nochmal zur Strandbar zum Salsa - wenn das Töchterchen nicht zu müde ist. Sie kam nämlich erst um 2 oder 3 Uhr nach Hause von der Party. Und ich die Hitze ertrage!

Jetzt werde ich aber erstmal Sophie entleeren bevor es zu heiß wird.