Nach der kurzen Hochphase, weil die rote Quelle doch noch versiegt ist, kam dann schnell danach der mentale und körperliche Absturz. Naja, Absturz hört sich dramatisch an, aber es ging schon gut nach unten. Von Dauermüdigkeit, totaler Erschöpfung, melancholische Stimmung, Gereiztheit und genervt sein war alles dabei.
Das Wetter schafft Sophie und mich. Nur, dass Sophie am Freitag als es plötzlich 15 Grad kälter war, wieder munter war, während ich kreislauftechnisch wegen auf- und ab weiter kämpfte. Gestern dann schon wieder an die 30 Grad. Dabei war es ja endlich mal nicht mehr schwül, doch diese Sprünge konnte ich nie gut vertragen. Ausser als ich jung war. ;-)
Mittlerweile geht der Endspurt zum Urlaub los. Heute in 3 Wochen ist es soweit, wenn uns nicht noch Corona erwischt. Im Moment ereilt unser Umfeld eine neue Welle und nimmt auch die mit, die es bis hier hin ohne Infektion durch die Pandemie geschafft haben. Wie schön war es früher, als man sich noch uneingeschränkt auf einen Urlaub freuen konnte. Das vermisse ich sehr.
Auf der Arbeit werden das noch harte 3 Wochen. Unser Zeitplan ist so voll - das ist eigentlich nicht zu schaffen. Aber gut, wir haben es rechtzeitig gesagt und gewarnt. Dann bleibt halt liegen. Ist dann so.
Das Töchterchen hat in Mathe LK 14 Punkte geschrieben, damit hat sich die Ausgangssituation fürs kommende Schuljahr entspannt. Nächste Woche passiert in der Schule nicht mehr viel, danach startet das Praktikum. Für sie beginnen die Ferien also schon jetzt - irgendwie.
Am Freitag habe ich eine kleine Zeitreise gemacht. Ich war kurz auf dem Kirschenmarkt. Nach gefühlter Ewigkeit. Früher war der Kirschenmarkt ein Muss. DAS Event des Jahres! Mittwochs zur Marktdisco, Freitags zur Kirschenköniginwahl, Samstags zur Band, Sonntags zum Festzug und später das Feuerwerk. Ich hab sogar meist Freitags Urlaub genommen, damit ich auf den Krämermarkt gehen kann. Als Teenie, als junge Erwachsene, später als Paar, dann mit dem Töchterchen. Und gerade später als Erwachsene traf man dort jedes Jahr Menschen, die man ewig nicht gesehen hatte. Aber irgendwann verlor ich den Bezug zu diesem Fest und bin auch nur noch selten bis gar nicht hin. Manchmal waren wir auch im Urlaub oder ich steckte in den Urlaubsvorbereitungen, so dass ich einfach keine Zeit hatte. Dann kam Corona! An diesem WE fand das Fest wieder statt und ich verabredete mich mit meiner Mutter wenigstens mal zum Krämermarkt mittags. Und dann stand ich da so vor dem Zelt, bin über die Fressgasse gelaufen und zum Karussellplatz geschlendert. Um diese Uhrzeit habe ich nur wenige alte Bekannte getroffen, aber trotzdem war das wie eine Zeitreise. Viele Erinnerungen kamen hoch, die immer noch schreckliche Musik, die verschiedenen Essensgerüche in der Fressgasse, das Treiben. Ich bin ja eigentlich kein Mensch, der alten Zeiten nachtrauert. Ich lebe im Jetzt und nicht alles war besser früher. Aber das hat mich doch etwas überrumpelt am Freitag. Ich glaube nicht mal, dass es um das Früher ging, sondern eher um das Leben VOR Corona. Diese Leichtigkeit, Sorglosigkeit - einfach durch eine volle Fressgasse zu schlendern ohne Angst vor Ansteckung zu haben oder sich zu fragen, ob man nicht besser die Maske aufzieht. Dieses Stutzen, wenn man jemanden trifft, der einen umarmen möchte. Und das Wissen darüber, dass sich das alles so schnell nicht mehr ändern wird. Noch bin ich persönlich weit davon entfernt, von diesem Leben VOR Corona. Das macht mich ein wenig traurig. Und diese Melancholie hält auch bis heute an.
Aber vielleicht sind das auch einfach diese blöden Hormontabletten. Ich hatte früher schon mal so eine Nebenwirkung mit einem Pillenpräparat, da kam es eindeutig davon. Da muss ich dann wohl erstmal durch, zumindest bis zum Urlaub. Dauerbluten ist da keine Alternative!
Heute wollen wir nochmal zur Strandbar zum Salsa - wenn das Töchterchen nicht zu müde ist. Sie kam nämlich erst um 2 oder 3 Uhr nach Hause von der Party. Und ich die Hitze ertrage!
Jetzt werde ich aber erstmal Sophie entleeren bevor es zu heiß wird.
c.jpg)
c.jpg)
c.jpg)
c.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen