Nun liegt schon die 3. Woche krank hinter mir. Im Vergleich zur ersten Woche sicherlich eine deutliche Verbesserung bezüglich Arm und Schulterblatt, allerdings nur eine minimale Verbesserung zur zweiten Woche. Die Physio ist immer noch extrem schmerzhaft, meist reicht halt schon die Lage, die ich einnehmen muss. Dafür brennt es nicht mehr so lange nach, aber danach bin ich echt k.o.! Eine Verbesserung spüre ich in der Beweglichkeit des Kopfes und an der Stelle direkt am Schulterblatt, die brennt zwar nach der Physio am Schlimmsten, lässt aber auch schneller wieder nach. Weiterhin unverändert sind die Schmerzen im Arm. Nachts sowie tagsüber, da vor allem bei Bewegungen, hat sich nicht viel getan. Da es sich weiterhin wie Sehnenreizung bzw. Nervenschmerzen anfühlt, bleibt es unangenehm bis sehr schmerzhaft. Schmerzfrei war ich noch keinen einzigen Tag.
Blöderweise habe ich gestern meinen so wichtigen Physiotermin verschwitzt. Ist mir noch nie passiert und schon gar nicht, wenn ich einen Termin so dringend benötigte wie den. Ich weiß noch, dass wir darüber diskutiert haben, dass ich nicht so lange Pausen zwischen den Behandlungen haben möchte, sie aber, wie überall Urlaubszeit und Personalmangel haben. Und irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass ich erst nächste Woche wieder einen habe und zwar am Donnerstag. Sie versprach mir allerdings, dass sie mich noch versuchen reinzuschieben. Was dann auch telefonisch einen Tag später passierte. Und so habe ich irgendwie den Terminzettel nicht mehr genau angesehen und somit den gestrigen Termin verpennt, den ich natürlich nun privat bezahlen darf. Gut, kann ich nun nicht mehr ändern, ich hoffe nur, dass die Schulter nicht wieder bis Dienstag so schlimm wird, ich starte nämlich Montag einen Arbeitsversuch. Ich glaube, dass mir das mental gut tun wird, aber ich kann nicht einschätzen, wie schlimm die Schmerzen werden. Zuhause kann ich mir morgens ja Zeit lassen bis ich loslege und mich im Notfall einfach hinlegen. Aber wirklich weitergebracht hat mich das Schonen ja auch nicht. Als ich dann die anderen Termine im Handy eintragen wollte, damit ich keinen mehr verpasse, sah ich, dass es eine Lücke von fast 2 Wochen in der Behandlung gibt. Hallo? Da stimmt doch irgendwas nicht. Denn eigentlich sollte ich am 23. auch noch einen Termin haben, zumindest hat sie mir den mündlich mitgeteilt, was ich so genau weiß, weil ich in der Woche wegen dem Orthopädentermin aufpassen musste. Nun steht der aber nicht auf dem Zettel. Dafür die Woche drauf zwei Termine direkt hintereinander? Das macht doch wenig Sinn. Da muss ich Dienstag nochmal nachhaken.
Was die Arbeit betrifft, muss ich theoretisch nur max. 4 Wochen durchhalten, weil ich ja im September eh schon eine Woche Urlaub eingetragen hatte und sicherlich noch eine Woche dranhänge vom nun gesparten Sommerurlaub. Wenn es mir bis dahin gut geht und ich aktiver sein kann, was ich noch bezweifel, dann werde ich sogar noch eine Woche dranhängen. Kommt aber auch aufs Wetter an. Ansonsten schieb ich die Woche in den Oktober. Mal schauen.
Sophie hat leider wieder eine schlechtere Phase diese Woche. Ihr Lebensinhalt besteht nur noch aus Schlafen und Fressen. Mittlerweile verweigert sie die Morgenrunde, muss allerdings auch so früh, dass ich es einfach nur schaffe, sie in den Garten zu lassen. Wie ungern sie morgens gehen mag, merkt man daran, dass sie sogar ihr großes Geschäft in den Garten macht. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das dann nächste Woche mache. Zwingen kann ich sie ja nicht. Die anderen Runden läuft sie okay, hat auch Lust, aber sie ist mit nix mehr zu anderen Aktivitäten zu motivieren. Ich kann ihr ja jetzt wieder Leckerlis anbieten, weil sie auf vollem Trockenfutter ist, aber sie nimmt es nur sehr zögerlich an, als hätte sie etwas unangenehmes damit verknüpft. Gestern habe ich versucht, sie im Garten mit Futter zu ein paar leichten Übungen zu motivieren....keine Chance. Sie verweigert jedes Kommando. Also streu ich ihr nur ein paar Körner in die Wiese, die sie dann suchen muss. Manchmal macht sie den Eindruck als hätte sie Angst vor mir...das ist schwer für mich zu ertragen. Sie distanziert sich immer mehr. Im Gegensatz dazu orientiert sie sich aber beim Spaziergang komplett an mir. Sie schaut sehr oft zurück, ob ich noch da bin oder läuft direkt neben mir bzw. hinter mir. Das macht sie beim Töchterchen wohl ähnlich. Was mich total traurig macht ist, dass ich ihr durch meine Dauerschmerzen einfach nicht so die Geduld und Aufmerksamkeit geben kann, wie sie es vielleicht braucht. Ich nehme mal an, sie merkt auch, dass mit mir was nicht stimmt, sie konnte schon immer gut meine Körperhaltung lesen. Und das verunsichert sie zusätzlich - ich kämpfe halt wirklich jeden Spaziergang mit den Schmerzen, ich kann es ja nun mal nicht ändern. Schmerzen hat sie, glaube ich, keine und fressen tut sie gut, das fordert sie auch meist schon eine Stunde vor der Fütterungszeit ein. Im Garten liegt sie leider gar nicht mehr. Ich kann nur vermuten, dass es auch an den Wespen liegt, die hier rumschwirren. Da sie anscheinend noch sehr gut riecht, findet sie auch die unzähligen toten, die bei uns rumliegen. Wespen waren ja schon immer ein Grund, warum sie ab August weniger draußen liegt. Ich hoffe, es liegt daran. Nächste Woche versuche ich die Flohsamen abzusetzen. Durch das neue Futter, das sicherlich viele Füllstoffe hat - nein, ich werde definitiv nicht mehr umstellen, so lange sie keinen Durchfall zeigt - ist ihr Output echt deutlich mehr geworden. Die Flohsamen steigern das Volumen ja noch. Mal schauen, wie es ihr ohne geht. Sollte es wieder mehr Probleme geben, bekommt sie sie natürlich sofort wieder.
Immerhin ist auch hier die Sonne und die Wärme zurückgekehrt, das macht es alles ein wenig erträglicher. Gestern hat mein Papa netterweise mal den Rasen gemäht und ich kümmere mich halt, so weit es geht, langsam wieder um den Garten. Unkraut zupfen und Verblühtes schneiden geht erstaunlich gut, ich muss nur aufpassen, dass ich immer mal wieder Pause mache und den Körper in die Streckung bringe.
Heute werde ich auch mal wieder Grillen! Und ich muss nach 3 Wochen Pause wieder mal einen Großeinkauf machen. Mal schauen, was der Arm dazu sagt. Das Töchterchen hat mir zwar mal einkauft zwischendurch, aber für einen Großeinkauf muss ich wirklich selbst ran.
Mental hänge ich ganz schön durch. Meine Nervenkostüm ist nur noch hauchdünn. Ich schwanke zwischen Frust, Aggressionen und Resignation. Liegt wohl daran, dass ich einfach keine durchgreifende Verbesserung bemerke und mir auch keiner sagen kann, wie lange dieser Zustand noch anhält. Mir fehlt mein Sport, ich wäre so gerne noch mit dem neuen Rad gefahren oder mal ins Schwimmbad gegangen. Ich habe noch keine einzige Wandertour gemacht dieses Jahr. :-(
Klar, kann ich alles sicherlich irgendwann wieder tun, aber eben nicht mehr in diesem Sommer! Da muss ich mir ja nix vormachen, dass das nicht mehr klappen wird. Lange Spaziergänge ohne Schmerzen wären wenigstens schön. Man wird ja genügsam.
Vor ein paar Tagen habe ich mal Stricken versucht. In der Wohnung war es ja kalt genug, aber nach 5 min. habe ich es aufgegeben. Macht der Arm leider nicht lange mit. Schade!
Mein Wochenende werde ich nochmal versuchen richtig zu entspannen und meine Übungen konsequent durchführen. Leider gab es ja keine Anleitung von der Physio, aber da ich nun weiß, dass ich an der Haltung arbeiten muss und die BWS Mobilisation braucht, habe ich mir selbst noch ein paar Übungen rausgesucht, die einbaue. Ganz vorsichtig und wohldosiert. Und dann hoffe ich, dass ich das Arbeiten schaffe. Einfach weil ich raus muss aus meinem Teufelskreis.
Sorry, dass ich so viel Rumjammere, aber das ist halt gerade mein Leben. Ich glaube, jeder, der schon mal über Monate Dauerschmerzen hatte, kann das nachvollziehen.
Jetzt noch einen Kaffee, dann mach ich den Einkaufszettel und los gehts!