Freitag, 10. Oktober 2025

Fazit



Nun liegt die erste Woche mit 32 h hinter mir und ich bin sehr, sehr froh, dass ich nicht auf 38 1/2 h gegangen bin. Die Umstellung wäre für mich zu krass gewesen. In 2 Jahren kann ich mir das dann neu überlegen, je nachdem wie ich finanziell klar komme. Ziel ist es mit dem Geld klar zu kommen und wenigstens noch ein bissi sparen zu können, monatlich. Und wenn es nur 50 Euro im Durschnitt wären. Aber das kommt ja jetzt auch darauf an, ob das mit den Sozialabgaben und der Inflation so weiter durch die Decke schießt oder es wenigstens stagniert. 

Also, wie war die erste Woche! Geistig und körperlich anstrengend! Mit 55 stellt man sich nicht mehr einfach so komplett um. Ich bin dankbar, dass es genauso geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe, auch wenn ich jetzt nicht bei uns aufgestockt wurde, so kommt es dem doch sehr nahe. Zwei Abteilungen und zwei Arbeitgeber ist halt komplizierter. Das geht schon mit der Krankmeldung los, die haben da echt ein sehr kompliziertes System, auf das ich zur Zeit eh noch nicht zugreifen kann und hört natürlich mit dem Urlaub auf. Wie das mit den zwei Lohnsteuerkarten wird, sehe ich ja erst bei der Einkommenssteuererklärung. Aber ich denke, das ist alles nichts, was man nicht bewältigen könnte. Die größte Umstellung ist für mich, dass der Tag so lang ist und der Abend so kurz. Letzteres natürlich auch darin geschuldet, dass es immer früher dunkel wird. Und 3 von 4 Tage Abends hier echt sehr trüb und trostlos waren. Ich habe zu viel Hobbies und Routinen, die ich jetzt nicht mehr in die 4 Tage reinbekomme und suche mir gerade neue Routinen, setze Prioritäten für ich, was mir am Wichtigsten ist. Das hatte dann zur Folge, dass ich Abends keinen Menschen mehr gesehen bzw. gesprochen habe. Das kann ich aber nicht ewig bringen, wobei ich jetzt schon merke, ein Großraumbüro mit lauter Weibern, das zählt schon als Sozialkontakteoverload. *lach* Ich habe aber für meine Freundschaften und Bekanntschaften im Privatleben zu lange gekämpft - ich kann und will die nicht vernachlässigen. 

Und ich habe gestern schon gemerkt, ich werde hibbelig, unruhig, weil ich alles in den Donnerstag Abend und das Wochenende packen will. Zuviele Dinge für zu wenig Zeit. Das schafft schon im Vorfeld Stress und Frust. Und da zur Zeit fast alle im Urlaub sind, muss ich nicht mal die da irgendwo reinpacken. Naja, ich denke, mit der Zeit wird das schon werden und ich werde Lösungen finden. Am Schwierigsten wird es, meine Spaziergänge und meinen Sport unterzubringen. Joggen nach der Arbeit war echt schwer am Dienstag und bald ist es auch noch dunkel, ich denke, dann werde ich das komplett aufs WE schieben müssen. Die Spaziergänge sind viel kürzer als noch letzte Woche und auch die müsste ich ja bald im Dunklen machen. Ich brauche die aber, nach 8 h im Büro, sitzend, ich muss mich bewegen und ich brauche Frischluft. Ich befürchte eh, dass mich das Großraumbüro ordentlich mit Viren versorgt und denen muss ich irgendwie entgegentreten mit einem halbwegs guten Immunsystem. 
Dazu kommt aber auch, dass ich mir Essen vorbereiten muss, aufwendigere Sachen schon am Vorabend. Das hat die letzte Woche tatsächlich gut geklappt, wenn ich auch viel zu viel mitgenommen und zusammengeschnippelt habe. Da ist noch Optimierungsbedarf und ich muss es halt Freitags gut planen. Vorbei ist allerdings die Zeit mit leckeren, frisch gekochten Mahlzeiten. Es hat sich jetzt schon gezeigt, Salate und Dinge, die ich kalt essen kann, sind praktikabler. Und Abends warm kochen und essen, da kann ich noch nicht dran. Auch zeitlich nicht. Naja, gibt es halt 3-4 Tage kalte Küche und am WE koche ich mir leckere Sachen. Ab und an kann ich auch mal was vom Klima Bistro auf der Arbeit essen, das hatte allerdings Ferien. Die Mensa ist zu weit weg, das schaffe ich nicht in einer halben Stunde.

Die Arbeit und der Arbeitsplatz selbst - es ist okay, es sind halt Studien, die Arbeit ist bleibt überall frustig. Haben mir auch alle Mädels dort, die das teilweise auch schon lange machen, bestätigt. Es ist ein unbefriedigender, frustrierender, fremdbestimmter Job, der nicht gut bezahlt wird. Deswegen gibt es da auch so eine hohe Fluktation auf beiden Seiten. Entweder du legst dir eine hohe Frustrationsschwelle und ein dickes Fell an, oder du wirfst irgendwann halt hin. Ich habe meine Strategien und denke, ich schaff das bis zur Rente, weil Labor will ich eigentlich auch nicht mehr und ich verdiene tatsächlich zumindest bei meinem Hauptarbeitgeber mehr als im Labor. Aber ich muss mich halt noch einleben. Ich bin langsamer als normal, ich kenne die Strukturen noch nicht, ich habe noch keinen eigenen Arbeitsplatz und die Zugänge fehlen noch, auch die Schließberechtigung für die Räume sind noch nicht bereit. Das dauert erfahrungsgemäß lange, ich kenne das ja schon. Ich merke, dass ich mich zurückhalte mit Entscheidungen, ich habe eine Arbeit auf dem Tisch, da würde ich bei uns Tabularasa machen, knallhart umsortieren, ausmisten, neu strukturieren, aber ich weiß nicht, ob es erwünscht ist. Da muss ich Montag nochmal Gespräche mit der leitenden Study Nurse führen. Das sind aber alles Dinge, die sich mit der Zeit lösen lassen. Von daher bin ich sehr optimistisch, dass das dort ganz gut laufen wird. Und, die Zeit geht unfassbar schnell um nachmittags!

Mit den Mädels, die zur Zeit da sind - viele haben ja Urlaub - komme ich super klar. Alle motiviert, hilfsbereit, kompetent, lange im Geschäft und ticken ähnlich wie ich. Vom Alter her, ist alles dabei, unter 30, Mitte 40, Ü50. Und sie sagen, was sie denken! Das hat Potential, weil ich mitbekommen habe, dass Umstrukturierungen geplant sind, um Prozesse einfacher und übersichtlicher zu gestalten. Es könnte also wirklich gut werden. :-)

Mein Fazit! Es hätte mich schlechter und noch komplizierter treffen können. Die Umgewöhnung auf volle Tage ist hart, meine Freizeit fühlt sich kläglich an, aber ich bin zuversichtlich, dass ich das gut hinbekomme. 

Aber jetzt ist erst einmal Wochenende! Heute ist Haushalt dran, Einkaufen und ich habe mein kostenloses Probetraining im Fitness Studio. Der Tag wird also straff, wenn ich auch noch stricken, chillen, spazieren gehen reinpacken möchte. Für Morgen habe ich mir vorgenommen mit ein paar Mädels ins Knubbel zu gehen. Die treffen sich zwar vorher schon zum Essen gehen, aber da musste ich passen, das wird mir zu viel. Denn evtl., falls es der Muskelkater, den ich mir heute beim Training holen werde, zulässt, möchte ich unbedingt morgen noch joggen gehen. Sonntag komplett übermüdet vom Tanzen wird das bestimmt nix. *lach* 

Da auch am WE noch alle im Urlaub sind, muss ich die nicht auch noch unterbringen. *lach* 

So, nun zweiter Kaffee, dann Essen planen für nächste Woche und Einkaufszettel machen. Um 10 Uhr muss ich auf der Matte in der Muckibude stehen. Husch, husch! :-)



 

Dienstag, 7. Oktober 2025

Archivfund

 


Beim Sortieren des Fotoarchiv und Sichten der Fotos aus diesem Jahr, fiel mir dieses Foto noch gänzlich unbearteitet - wie die ganze Serie von diesem Tag - in die Hände. Jetzt ist es bearbeitet und ich liebs. Und an dem Tag gab es noch mehr Schätzchen. Ich konnte mich echt nicht mehr erinnern, dass ich so einen monochromen Tag Anfang des Jahres erwischt hatte. :-) 

Ansonsten ist hier alles gut, aber eben mit sehr viel weniger Zeit als sonst. Genauer Bericht folgt dann am WE! 

Freitag, 3. Oktober 2025

Der September geht....

....der Oktober ist da. Und damit sind wir in den letzten 3 Monaten des Jahres! 
Nachdem der September voll war mit doofen Terminen, aber auch sehr schön, weil das Töchterchen noch da war, wird der Oktober komplett anders. 

Aber erstmal zu den letzten Tagen des Septembers. Am Sonntag waren Töchterchen und ich noch Tapas essen und wir konnten sogar draußen sitzen, so schön und warm war das Wetter. :-) Am Montag hatte ich ja frei und ich nutzte den Tag für einige Dinge, die in der Wohnung erledigt werden mussten. Aber natürlich war auch noch Zeit für Stricken, einem Spaziergang und ein wenig chillen. Ich würde sagen, es war ein gut investierter Urlaubstag. Abends sind das Töchterchen und ich zu den Botanischen Lichtern gefahren und es war sogar noch schöner als letztes Jahr. Die Spazierstrecke war länger und es waren auch neue Sachen dabei. Wie sagte das Töchterchen so schön: "Das hier macht mich gerade richtig glücklich". Ja, irgendwie war es auch so. Es hatte was Beruhigendes und es war definitiv ein Highlight in diesem Jahr. 

Dienstag war ja der letzte "halbe" Tag für mich. Nachmittags traf ich mich das letzte Mal mit der Freundin zum Dienstagsspaziergang. Dann ist sie erstmal im Urlaub und wie wir das anschliessend weitermachen, müssen wir noch sehen. Anschliessend wollte auch noch das Töchterchen mit mir spazieren gehen. So hatte ich mit 20000 Schritten auch ausreichend Bewegung an diesem Tag. :-) 

Und dann war der September rum! Es war wohl der Turbomonat in diesem Jahr für uns beide. Er raste einfach zu schnell an uns vorbei. 

Der Oktober ändert jetzt alles. Raus aus meiner Routine, raus aus den teilweise schon lange bestehenden Ritualen und rein in komplett andere Tages- bzw. Wochenabläufe. Und nach zwei Tagen weiß ich, es wird hart. Richtig hart! Mit 55 stellt man sich nicht mehr so einfach um oder ich sollte sagen, es strengt einen mehr an. Aber gut, ist halt jetzt so und fertig! Ich bekomme das auch wieder hin.

Nach meinem ersten langen Arbeitstag am Mittwoch, habe ich gleich zu Hause die Klamotten gewechselt und bin bei strahlendem Sonnenschein spazierengegangen. Noch ein paar Wochen, dann ist es um diese Zeit nicht mehr möglich und das werde ich wirklich extrem vermissen. Ich habe es ja ohne Sophie trotzdem geschafft jeden Tag wenigstens einen kleinen Spaziergang machen. Es gab nur wenige Tage, wo es nicht möglich war. Aber im Dunklen kann ich hier halt nicht durch die Wälder und Felder streifen. Ich glaube auch nicht, dass man das alleine ohne Hund dann durchzieht. Aber schauen wir mal!

Am Abend hat uns das Töchterchen nochmal Sushi zum Abschied geholt. Die Stimmung war trübe bei uns beiden. Und dann mussten wir auf den letzten Drücker noch etwas erledigen, was wir wegen Aufschieberitis nicht geschafft haben in fast 2 Monaten. Danach war es schon fast wieder Zeit fürs Bett.

Am Donnerstag Morgen tranken wir noch einen Kaffee zusammen bevor ich los musste und der Zug nach Hamburg fuhr auch schon um 8 Uhr. Nun ist sie weg für längere Zeit! Und ich vermisse sie jetzt schon! Meinen Lieblingsmenschen!

Der neue Job! Neue Jobs sind halt immer doof! Man kennt sich nicht aus, bekommt viele neue Kollegen, die Strukturen sind fremd und auch wenn man, wie ich fit in der Tätigkeit ist, so steht man doch wie der Ochs vorm Scheunentor. Es nervt mich, wie langsam ich bin, dass ich alles nachfragen muss und mein Kopf schwirrt von so viel Neuem! Ich denke aber, wenn ich mich eingewöhnt habe, ich vielleicht auch mal einen eigenen Arbeitsplatz bekomme, dass es ganz gut werden könnte. Die Arbeit ist ja die Gleiche und ich bin echt gespannt, ob ich Studien auch Vollzeit ertrage. Oder ob ich doch irgendwann die Segel streiche. Es ist und bleibt einfach eine fremdbestimmte, undankbare und nicht gewürdigte Arbeit. Einfach weil keiner kapiert, wie chaotisch und aufwendig das Drumherum ist. Nur die, die eine Studie von der Vorbereitung bis zum Ende betreut haben, wissen das und letztendlich braucht man für jeden Pups irgendwelche Unterschriften von irgendjemanden, der nie Zeit hat. Und die Einblicke, die ich in den zwei Tagen bekommen habe, wie es bei anderen ist, es ist überall gleich! Dazu kommt, dass ich in einem Großraumbüro sitze zur Zeit mit lauter Mädels. Auch etwas, an das ich mich gewöhnen muss. Ich war ja meist immer alleine für meinen Bereich verantwortlich oder eben im kleinen Team tätig. Nicht, dass ich das nicht kann, aber es ist halt am Anfang anstrengend! 
Es war der Wunsch, dass ich schon um 12.45 Uhr anfange, weil die dort wirklich um 16 Uhr alle den Hammer fallen lassen. Das hat mich überrascht, aber gut, ist für mich kein Problem, die Mittagspause könnte halt mal das eine oder andere Mal kurz werden. Dafür bin ich früher zu Hause. 
Obwohl, der Weg von der neuen Arbeitsstätte zum Auto ist deutlich länger und um diese Uhrzeit ist halt auch deutlich mehr Verkehr. Ich brauche all in eine ganze Ecke länger für die gleiche Strecke. Und sehr viel mehr Geduld an den Ampeln. 
Dass ich gestern noch den Großeinkauf nach der Arbeit im Vorfeiertageinkaufschaos machen musste, hat meine Geduld sehr auf die Probe gestellt und das Erste, was ich nach dem Verräumen der Einkäufe gemacht habe, war, Klamottenwechsel und raus ins schöne Herbstwetter zum Sonnenuntergang. 

Mein Fazit von den ersten beiden Arbeitstagen: Die Umstellung wird hart und wird eine Weile dauern. Der Job selbst, ich denke, das könnte gut werden. Und die Kollegin, die ich unterstützen soll, scheint umgänglich zu sein. Sie ist sooo dankbar endlich Unterstützung zu bekommen und sie ist offen für Veränderungen. Das hilft schon mal! Ich hatte jetzt auch das Gefühl, dass sie sich alle ganz gut verstehen. Dazu kommt, dass noch 2 Frauen in meinem Alter frisch dazugekommen sind. Ich bin nicht einmal die Älteste. :-) Schauen wir mal! Blöd ist halt, dass diejenige, die mich einarbeitet, nächste Woche nicht da ist. Ich werde mich also so durchwurschteln müssen, ein paar Aufgaben habe ich, eine Turboeinweisung ins System habe ich, aber ich bin so unfassbar langsam - lach - das nervt mich am Meisten. Und die richtigen Zugänge für den PC habe ich halt auch noch nicht. 

Aber jetzt ist erstmal langes Wochenende und das werde ich nutzen, runterzukommen! Durchzuatmen, mich zu sammeln und mich ins Alleinsein zu Hause zurückzufinden. Und Sport! Ich muss unbedingt Sport machen. Ausser einmal Joggen lief echt gar nichts, die letzte Zeit! 

Da ich ja heute nicht mehr einkaufen gehen muss, werde ich heute die Zeit zum Joggen nutzen und die Bude muss auf Vorderman gebracht werden. Da ist vieles liegengeblieben, es waren halt andere Dinge wichtiger. Vorher trinke ich aber noch einen zweiten Kaffee. :-)