Nachdem der September voll war mit doofen Terminen, aber auch sehr schön, weil das Töchterchen noch da war, wird der Oktober komplett anders.
Aber erstmal zu den letzten Tagen des Septembers. Am Sonntag waren Töchterchen und ich noch Tapas essen und wir konnten sogar draußen sitzen, so schön und warm war das Wetter. :-) Am Montag hatte ich ja frei und ich nutzte den Tag für einige Dinge, die in der Wohnung erledigt werden mussten. Aber natürlich war auch noch Zeit für Stricken, einem Spaziergang und ein wenig chillen. Ich würde sagen, es war ein gut investierter Urlaubstag. Abends sind das Töchterchen und ich zu den Botanischen Lichtern gefahren und es war sogar noch schöner als letztes Jahr. Die Spazierstrecke war länger und es waren auch neue Sachen dabei. Wie sagte das Töchterchen so schön: "Das hier macht mich gerade richtig glücklich". Ja, irgendwie war es auch so. Es hatte was Beruhigendes und es war definitiv ein Highlight in diesem Jahr.
Dienstag war ja der letzte "halbe" Tag für mich. Nachmittags traf ich mich das letzte Mal mit der Freundin zum Dienstagsspaziergang. Dann ist sie erstmal im Urlaub und wie wir das anschliessend weitermachen, müssen wir noch sehen. Anschliessend wollte auch noch das Töchterchen mit mir spazieren gehen. So hatte ich mit 20000 Schritten auch ausreichend Bewegung an diesem Tag. :-)
Und dann war der September rum! Es war wohl der Turbomonat in diesem Jahr für uns beide. Er raste einfach zu schnell an uns vorbei.
Der Oktober ändert jetzt alles. Raus aus meiner Routine, raus aus den teilweise schon lange bestehenden Ritualen und rein in komplett andere Tages- bzw. Wochenabläufe. Und nach zwei Tagen weiß ich, es wird hart. Richtig hart! Mit 55 stellt man sich nicht mehr so einfach um oder ich sollte sagen, es strengt einen mehr an. Aber gut, ist halt jetzt so und fertig! Ich bekomme das auch wieder hin.
Nach meinem ersten langen Arbeitstag am Mittwoch, habe ich gleich zu Hause die Klamotten gewechselt und bin bei strahlendem Sonnenschein spazierengegangen. Noch ein paar Wochen, dann ist es um diese Zeit nicht mehr möglich und das werde ich wirklich extrem vermissen. Ich habe es ja ohne Sophie trotzdem geschafft jeden Tag wenigstens einen kleinen Spaziergang machen. Es gab nur wenige Tage, wo es nicht möglich war. Aber im Dunklen kann ich hier halt nicht durch die Wälder und Felder streifen. Ich glaube auch nicht, dass man das alleine ohne Hund dann durchzieht. Aber schauen wir mal!
Am Abend hat uns das Töchterchen nochmal Sushi zum Abschied geholt. Die Stimmung war trübe bei uns beiden. Und dann mussten wir auf den letzten Drücker noch etwas erledigen, was wir wegen Aufschieberitis nicht geschafft haben in fast 2 Monaten. Danach war es schon fast wieder Zeit fürs Bett.
Am Donnerstag Morgen tranken wir noch einen Kaffee zusammen bevor ich los musste und der Zug nach Hamburg fuhr auch schon um 8 Uhr. Nun ist sie weg für längere Zeit! Und ich vermisse sie jetzt schon! Meinen Lieblingsmenschen!
Der neue Job! Neue Jobs sind halt immer doof! Man kennt sich nicht aus, bekommt viele neue Kollegen, die Strukturen sind fremd und auch wenn man, wie ich fit in der Tätigkeit ist, so steht man doch wie der Ochs vorm Scheunentor. Es nervt mich, wie langsam ich bin, dass ich alles nachfragen muss und mein Kopf schwirrt von so viel Neuem! Ich denke aber, wenn ich mich eingewöhnt habe, ich vielleicht auch mal einen eigenen Arbeitsplatz bekomme, dass es ganz gut werden könnte. Die Arbeit ist ja die Gleiche und ich bin echt gespannt, ob ich Studien auch Vollzeit ertrage. Oder ob ich doch irgendwann die Segel streiche. Es ist und bleibt einfach eine fremdbestimmte, undankbare und nicht gewürdigte Arbeit. Einfach weil keiner kapiert, wie chaotisch und aufwendig das Drumherum ist. Nur die, die eine Studie von der Vorbereitung bis zum Ende betreut haben, wissen das und letztendlich braucht man für jeden Pups irgendwelche Unterschriften von irgendjemanden, der nie Zeit hat. Und die Einblicke, die ich in den zwei Tagen bekommen habe, wie es bei anderen ist, es ist überall gleich! Dazu kommt, dass ich in einem Großraumbüro sitze zur Zeit mit lauter Mädels. Auch etwas, an das ich mich gewöhnen muss. Ich war ja meist immer alleine für meinen Bereich verantwortlich oder eben im kleinen Team tätig. Nicht, dass ich das nicht kann, aber es ist halt am Anfang anstrengend!
Es war der Wunsch, dass ich schon um 12.45 Uhr anfange, weil die dort wirklich um 16 Uhr alle den Hammer fallen lassen. Das hat mich überrascht, aber gut, ist für mich kein Problem, die Mittagspause könnte halt mal das eine oder andere Mal kurz werden. Dafür bin ich früher zu Hause.
Obwohl, der Weg von der neuen Arbeitsstätte zum Auto ist deutlich länger und um diese Uhrzeit ist halt auch deutlich mehr Verkehr. Ich brauche all in eine ganze Ecke länger für die gleiche Strecke. Und sehr viel mehr Geduld an den Ampeln.
Dass ich gestern noch den Großeinkauf nach der Arbeit im Vorfeiertageinkaufschaos machen musste, hat meine Geduld sehr auf die Probe gestellt und das Erste, was ich nach dem Verräumen der Einkäufe gemacht habe, war, Klamottenwechsel und raus ins schöne Herbstwetter zum Sonnenuntergang.
Mein Fazit von den ersten beiden Arbeitstagen: Die Umstellung wird hart und wird eine Weile dauern. Der Job selbst, ich denke, das könnte gut werden. Und die Kollegin, die ich unterstützen soll, scheint umgänglich zu sein. Sie ist sooo dankbar endlich Unterstützung zu bekommen und sie ist offen für Veränderungen. Das hilft schon mal! Ich hatte jetzt auch das Gefühl, dass sie sich alle ganz gut verstehen. Dazu kommt, dass noch 2 Frauen in meinem Alter frisch dazugekommen sind. Ich bin nicht einmal die Älteste. :-) Schauen wir mal! Blöd ist halt, dass diejenige, die mich einarbeitet, nächste Woche nicht da ist. Ich werde mich also so durchwurschteln müssen, ein paar Aufgaben habe ich, eine Turboeinweisung ins System habe ich, aber ich bin so unfassbar langsam - lach - das nervt mich am Meisten. Und die richtigen Zugänge für den PC habe ich halt auch noch nicht.
Aber jetzt ist erstmal langes Wochenende und das werde ich nutzen, runterzukommen! Durchzuatmen, mich zu sammeln und mich ins Alleinsein zu Hause zurückzufinden. Und Sport! Ich muss unbedingt Sport machen. Ausser einmal Joggen lief echt gar nichts, die letzte Zeit!
Da ich ja heute nicht mehr einkaufen gehen muss, werde ich heute die Zeit zum Joggen nutzen und die Bude muss auf Vorderman gebracht werden. Da ist vieles liegengeblieben, es waren halt andere Dinge wichtiger. Vorher trinke ich aber noch einen zweiten Kaffee. :-)
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