Donnerstag, 29. Dezember 2016
Jahresrückblick - September 2016
Der September beginnt mit dem Alltag. Die Ferien sind zu Ende, die Erkältung auskuriert und es gibt gleich zu Beginn wieder einen Fotowalk, der leider komplett ins Wasser fällt. Wir verkürzen das Ganze und flüchten in eine trockene Location. Bilder habe ich so gut wie keine gemacht, Spaß hatten wir trotzdem.
Sophie hat jetzt eine kleine Welpenfreundin und bei einem gemeinsamen Spaziergang wirft sich das Sauphie in totes Rehkitz, um sich genüßlich darin zu wälzen. Nicht 1x, nicht 2x...nein 5x schafft sie grinsend das Wellness-Programm bis ich endlich vor Ort bin und mir beim Anblick der Wälzunterlage fast schlecht wird.
Das konsequente Geigenüben scheint zu fruchten. Die Bogenhand macht endlich Fortschritte, trotzdem ist es für mich sehr anstrengend, das Kind immer und immer wieder anzutreiben und Diskussionen zu führen.
Beim Fußball läuft es super...es gibt ein neues Trainerteam und die Mädels wachsen schnell zu einem tollen Team zusammen. Nachteil: Sie müssen jetzt zweimal trainieren und der Spielplan ist straff. Eigentlich ist bis Ende November an jedem Wochenende ein Spiel. Chauffeurdienste sind gefragt und für die Heimspiele wird Kuchen oder andere Leckereien gegen eine Spende angeboten. Ich mag die Zeit auf dem Fußballplatz, auch weil die anderen Eltern toll sind. Wir haben immer viel Spaß und der Hund kann meist mit. Trotzdem merke ich die Zusatzbelastung immer deutlicher. Die Erschöpfung wird größer und größer. Freitags Abends falle ich oft nur noch aufs Sofa. Immerhin werden wir damit belohnt, dass die Mädels endlich wieder Spiele gewinnen. Wir haben ja eine lange Durststrecke am Spielfeldrand hinter uns.
Das Töchterchen wird große Halbschwester und damit steigt der Wunsch, doch mal nach Estland zu fliegen. Sie möchte die Mädels wiedersehen und natürlich ihre Halbschwester kennenlernen. Aber natürlich läuft die Planung nicht so wie gewünscht und kostet uns noch einige Nerven. Der erste Wunschtermin vom Töchterchen wird abgeschmettert, was für mich natürlich auch nicht lustig ist, weil ich seit fast 5 Jahren die Ferien komplett alleine abdecke und dementsprechend meinen Urlaub schon am Anfang des Jahres grob auf die Ferien verplane, so, dass das Kind möglichst wenige Zeit am Stück sich selbst überlassen ist. Die Diskussionen gehen hin- und her! Immerhin wird sie nicht alleine fliegen müssen, die SchwieMu erklärt sich bereit mitzukommen. Es geht soweit, dass das Töchterchen plötzlich absagen will, ihr reichts! Da ich es aber wichtig finde, dass sie diesen Weg endlich mal geht, wenigstens einmal, rede ich nochmal mit ihr. Letztendlich wird mir der endgültige Termin überhaupt nicht passen und obendrein erfahren wir, dass er nicht mal Urlaub machen wird, während sie da ist. Ich koche innerlich, halte mich aber zurück, damit das irgendwie über die Bühne geht.
Das Töchterchen zerrt sich den Muskel und kann nicht Fußball spielen. Ein Drama!
Auf der Arbeit bahnt sich Übel an. Zuerst versuche ich es gelassen zu sehen, werde aber schnell eines Besseren belehrt. Das hat mir gerade noch gefehlt. Wer schon länger mitliest, weiß, dass ich vor ein paar Jahren eine ganz üble Zeit auf der Arbeit hatte. Ich war kurz davor mir was anderes zu suchen und war bei der Trennung dann froh, dass ich es nicht getan habe, sonst stünde ich vielleicht heute finanziell noch blöder da. Ich habe es ausgesessen und ausgehalten...eine schwere Zeit, aber danach lief es lange Zeit wieder gut. Im Moment habe ich aber keinerlei Kapazitäten an Kraft und Durchhaltevermögen übrig.
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