Sonntag, 30. August 2020

Glücksmoment der Woche

Das war eindeutig der Freitag Abend. Denn da durfte ich 12 reizende junge Damen portraitieren. Es sollten alle B-Juniorinnen aus der ehemaligen Mannschaft vom Töchterchen Fotos für die Pässe und Co. bekommen. Ausserdem sollte ein neues Mannschaftsfoto gemacht werden. Und das hat mir riesen Spaß gemacht. Auch das anschliessende Quatschen wie früher mit den anderen Müttern oder Vätern hat unglaublich gut getan. 






Ansonsten war die Woche bis Donnerstag einfach nur furchtbar. Vormittags die blöde Situation auf der Arbeit und Nachmittags konnte ich nicht wirklich abschalten. Wie schon geschrieben, spitzte sich die Lage sich immer weiter zu und nach einem kurzen Zusammenbruch meinerseits, kam endlich die Wende. Es legte jemand ein Wort für mich ein, von dem ich es nicht erwartet hätte und so wurde die Lage deeskaliert. Man setzte sich zusammen, Chef entschuldigte sich mehrfach und lobte meinen Einsatz von der Woche davor. Andere schafften das nicht, aber wenn ich mal eine Prognose abgeben darf, dann wird es für diesen jenigen die nächsten Wochen nicht lustig werden. Da mir dieser aber nun 2x wegen mangelndem Rückrat in den Rücken gefallen ist, ist mir das jetzt wurscht. Ich muss einfach auf mich schauen, wie ich am Besten durch die Situation komme. 

Das ganze Gespräch ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass ich meine Bereich verliere und in den Bereich muss, auf den ich überhaupt keine Lust habe. Wobei das nicht der richtige Ausdruck, denn trotz Aussprache am Donnerstag liege ich jede Nacht ab 2 Uhr zwei Stunden wach und merke, wie der innere Widerstand gegen diese Arbeit nicht abnimmt. Auch jetzt nicht, wo ich Unterstützung bekomme. Das liegt wohl daran, dass ich den Teil meiner Arbeit langfristig verliere, den ich seit Jahren am Allerliebsten mache. Für mich zeigt das ganz klar, das wird nicht meine Zukunft. Allerdings muss ich jetzt erstmal in den sauren Apfel beißen, wenn ich das Ganze nicht schon wieder hochkochen will. 

Das ganze Konstrukt passt eh vorne und hinten nicht. Auch die Übergangslösung für die nächsten beiden Wochen bricht schon spätestens die 2. Woche zusammen. Daran scheint aber keiner ausser mir zu denken und ich werde mich hüten dazu was zu sagen. 

Es ist schon absehbar, dass ich auch nächste Woche kaum pünktlich rauskomme, weil ich 1. einen Tag in der Vertretung und Einarbeitung geklaut bekomme, weil der Montag komplett für einen Termin im neuen Bereich draufgeht und durch die Gesprächsrunde am Donnerstag einen Haufen Arbeit liegen geblieben ist. Aber da habe ich mir jetzt gesagt, dass ich die 4 h 45 min. voll mache, dann kann ich einen ganzen Tag Überstunden abfeiern, was für mich auch mehr Sinn macht. Und wehe es gibt deswegen Diskussionen. 

Meine Hoffnung ist, dass es so läuft wie die letzten 3 Jahre und sich dann doch wieder was ändert, weil ich woanders ein personelles Loch stopfen muss. Falls nicht, werde ich in ein paar Jahren, die Situation neu bewerten. Und auch mal die Augen offen halten nach einer Alternative. 

Und nun genieße ich meinen Sonntag bevor ich wieder in diesen Laden muss. 

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