Donnerstag, 19. August 2021

Dahme 6.0 - Tag 6 Teil I - Lost in Burg und ein Schlüsseldrama

23.07.2021

Was für ein Tag! Mit Höhen und Tiefen, aber alles in allem ein lustiger, schöner, aber auch anstrengender Tag mit neuen Erkenntnissen. Die Haupterkenntnis des Tages "Fehmarn und wir werden wohl keine Freunde mehr", aber dazu später.

Wir entschieden uns aufgrund der Wettervorhersage - die auch mal zutreffen sollte - einen weiteren Ausflug zu machen. Aber zuerst begannen wir unsere Morgenroutine. 


Anschliessend starteten wir unseren letzten Versuch beim Strandkorbdealer und wieder wurden wir abgewimmelt. Angeblich waren alle Körbe belegt. Komisch nur, dass rund um uns herum bei den meisten Strandkörben ständig die Besitzer wechselten, aber man angeblich nix vorbuchen oder reservieren kann. So langsam kamen wir uns veräppelt vor. 

Danach ging es los Richtung Großenbrode. Unser eigentlich anvisiertes Ziel für heute. Kurz vorher entschieden wir uns dann aber doch weiterzufahren nach Burg auf Fehmarn. Warum auch immer! Es war ein Tipp einer Bekannten und wir wollten Fehmarn nochmal eine Chance geben, weil doch alle so davon schwärmen. Unser erster Ausflug dorthin vor Jahren haben wir noch gut in Erinnerung, denn wir waren ziemlich enttäuscht. Damals dachten wir noch, es hat an uns und der schlechten Recherche gelegen. Schauen wir mal!

Und schon standen wir im kleinen Stau vor der Fehmarsundbrücke - das ging ja schon gut los. Aber irgendwann kamen wir in Burg an und fanden auch schnell einen recht zentralen Parkplatz. Doch dann gab es Pipialarm bei mir und die Suche nach einer Toilette gestaltete sich schwierig. Wir navigierten sogar mit Handy, fanden aber die Toilette nicht....später haben wir dann gesehen, dass wir direkt davor standen, aber die Ausschilderung einfach nur schlecht war...die Stimmung wurde wegen dem hohen  Pegelstand immer schlechter und wir suchten eine andere Toilette, die wir fast auch wieder übersehen hätten. Auf dem Weg dorthin lernten wir, dass Burg für Autos super ist. Auch Fahrradfahrern geht es dort gut. Aber Fußgänger sind wohl nicht wirklich erwünscht. Der Verkehr (einspurig, über Pflastersteine, durchs Zentrum) stresste uns total. Es war laut, es war voll und wir sind 2x fast überfahren worden, obwohl wir gut aufpassten, wenn wir die Straße überquerten. Auch auf die Radfahrer mussten wir achten und beim schmalen Streifen an den Geschäften vorbei, musste ich aufpassen, dass der Hund nicht irgendwas anschnuppert oder mitnimmt. Es war furchtbar. Wir hatten nicht mal Lust dort etwas zu Trinken oder zu essen, weil es auf der Straße noch voller wurde und die Straße ja direkt an den Cafés und Restaurants vorbeiführte, so dass wir uns schnell entschlossen, nicht zu bleiben und doch nach Großenbrode zurückzufahren. Schade eigentlich, weil das Örtchen an sich ganz nett ist, doch es bräuchte unbedingt eine verkehrsberuhigte Straße. Mama sprang noch schnell in die Kirche rein und machte ein paar Fotos, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Auf dem wir uns schon wie bei unserem damaligen ersten Ausflug verfuhren. Diesmal musste Mama bis nach Puttgarden fahren bis wir abbiegen konnten zum Wenden und ich bekam kurzzeitig Panik, dass wir auf der Fähre nach Dänemark landeten. Mama war da cooler! 










Irgendwann kamen wir in Großenbrode an und dort gefiel es uns gleich viel besser. Kaum Autos, eine Strandpromenade und Meerblick. Wir liefen erstmal bis zum Hafen und dann langsam auf der Strandpromenade entlang. Wir machten einen Zwischenstopp in einem schönen Café, wo es dann zu einem Zwischenfall kam. Ein junges Mädchen kippte sich das heiße Teewasser über Bauch und Beine und das tut natürlich ordentlich weh. Da gab es große Hektik und Aufregung und erst als das Mädel von Eltern und Bedienung erstversorgt war, um dann noch zum Arzt zu fahren, konnten wir unseren leckern Cappuccino, die Bionade genießen. Allerdings wirkte die Aufregung noch nach und wir hoffen, dass des dem Mädel schnell wieder besser ging. Mama aß natürlich auch ein leckeres Stück Kuchen. 

Danach wollten wir noch bis zum Ende der Strandpromenade und auf die Seebrücke laufen. Auf dem Weg dort hin, entdeckten wir einen Holzmann. Sie rief: "Schau mal, ein Mann aus Holz!" Ich: "Das sind eh die Besten!", Mama antwortete: "Stimmt, die machen keinen Ärger!". Ein Mann, der auf einer Bank in der Nähe saß, wurde Zeuge und musste laut lachen. Und wir natürlich auch! :-)

Nach unserem Rundgang sind wir zurück zum Parkplatz und dort begann das Schlüsseldrama. Das kam so:

Mama wollte den Schlüssel aus ihrer Tasche nehmen, um ihn nach vorne zu legen, denn sie braucht den Ferienwohnungsschlüssel ja auch für die Schranke. Dann fiel ihr ein, dass sie ja noch Sophie ins Auto heben muss, sie fragte mich aber noch, ob ich sie reinheben will. Das wollte ich tun, nur leider nestelte ich erstmal an der Maske rum, während Mama schon den Kofferraum öffnete. Sophie dachte sich, ich springe mal lieber schnell selbst rein und lass mich vom schwachen Frauchen nicht reinheben. Das soll sie aber nicht, wegen ihrem Rücken. Mama versuchte sie noch im Sprung abzufangen, was nicht ganz gelang und irgendwie bei dieser Aktion fiel der Schlüssel aus ihrer Hand. Und dann fuhren wir los. Nach ca. 10 min Fahrt - von 30 min. - bemerkte Mama, dass der Schlüssel ja nicht da ist, wo sie ihn haben wollte. Ich durchsuchte die Tasche - nix, wir hielten an und durchsuchten das restliche Auto - nix. Ach du Sch....! Blieb ja nur die Aktion in Großenbrode auf dem Parkplatz, also zurück dorthin. Auf dem Parkplatz - nix! Die Touri-Info von Großenbrode angerufen - nix. Die Vermietungsagentur angerufen - nix, aber wir würden einen Ersatzschlüssel bekommen. Also fuhren wir los nach Dahme. Und weil Mama immer angemeckert wird, wenn ihr Handy piept, hat sie es im Urlaub halt auf lautlos, was ziemlich blöd war, denn als wir in Dahme im Vermietungsbüro ankamen, erfuhren wir, dass der Schlüssel gefunden wurde und so mussten wir nochmal zurück nach Großenbrode. Unser Running Gag für diesen Urlaub "Großenbrode hat uns so gut gefallen, dass wir gleich 3x an einem Tag hinfuhren!" In Großenbrode trafen wir die Finderin zur Schlüsselübergabe, die uns wiederrum erzählte, dass sie den Schlüssel kurz nach unserer Abfahrt gefunden hat, aber eben lange in der Warteschleife der Vermietungsagentur hing. Oh man! Auf der Rückfahrt standen wir dann noch ewig am Bahnübergang in Großenbrode für so einen Minizug und als wir endlich in Dahme ankamen, war Mama ganz schön platt. 




















to be continued....

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