Sonntag, 3. November 2024

November

Ich muss echt sagen, ich bin ziemlich lost. Nicht "lost in space", sondern eher "lost in time". Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren in den letzten 2-3 Wochen. Der Oktober ging komplett an mir vorbei und ich befürchte, der November wird nicht besser, weil ich ja für einige Wochen keinen Unterschied zwischen Wochentags und Wochenende bemerken werde. November! Das ist doch eigentlich unser Vorweihnachtsmonat, geprägt von Geschenkewünsche koordinieren, Voradventsshopping, Vorfreude auf die Weihnachtszeit. Witzigerweise habe ich ja dieses Jahr besonders viel Zeit dafür, wenn auch das Shopping erstmal für länger ausfällt bzw. mit dem Töchterchen gar nicht stattfinden kann. Das wird mir sehr fehlen! Aber da müssen dann nächstes Jahr einfach andere Rituale her. 

November - unfassbar! In ein paar Wochen ist dieses Jahr rum!

Mir geht es übrigens körperlich echt gut. Ich nehme nur noch eine Schmerztablette Abends und die auch nur, weil IBU ja auch entzündungshemmend ist. Schmerzen habe ich nämlich fast gar keine mehr. Das ist ziemlich gruselig, denn die OP liegt ja nicht mal eine Woche hinter mir. Es ist auch sehr, sehr tückisch, man neigt dann nämlich dazu, zu viel zu machen, man sieht halt die große Wunde im Inneren nicht. Ich bin aber tatsächlich sehr konsequent bisher. Trotzdem haben gestern alle sofort Panik bekommen als ich von meinem ersten Spaziergang erzählt habe. *lach* Ey, ich bin 20000 Schritte pro Tag gewohnt und regelmäßigen Sport. Und wenn jemand seinen Körper wirklich gut einschätzen kann, dann bin ich es! Ich weiß, was ich mir zumuten kann. Ausserdem gibt es ja Warnmarker. Schmerzen, Puls und Atem! Nachdem ich also gestern die meiste Zeit auf dem Sofa lag oder saß, musste ich nachmittags echt mal raus. Ich habe mir das Töchterchen geschnappt und wir sind losgegangen. Mein Ziel und absolutes Maximum war für mich die Bank auf dem Feldweg. Im normalen Tempo brauche ich 10 - 15 min. hin- und zurück. Ich habe gestern 20 min. gebraucht. Bei den Steigungen und den Treppen habe ich sehr, sehr langsam gemacht. Nach den Treppen bin ich kurz stehen geblieben, um zu schauen, was der Atem macht, aber ehrlich, ausser ein bissi schwummrig vom Kreislauf war gar nix. Der Puls ist auf normale Höhe gegangen und schnell wieder runter. Und ich hab mich gut gefühlt! Ich hätte durchaus weiter laufen können, aber ich will natürlich nichts riskieren. Allerdings musste ich meinen Rettungssani bremsen. *lach* Das Töchterchen marschierte nämlich im Stechschritt vor mir her. Nix mit Betüdeln und Umsorgen. ;-) Einkauf erledigen, Wäscheständer hinstellen und Wäschewanne in den Keller tragen, mehr Fürsorge gab es nicht. 

Auch nach dem Spaziergang habe ich mich weiterhin gut gefühlt. Ich denke, das kann ich heute nochmal machen und in ein paar Tagen steigere ich das dann. 

Die Psyche schwankt weiterhin zwischen Angst, Trauer, Vorfreude, Frust, Stolz, Zuversicht, Orientierungslosigkeit. 

Aber ich sags, wie es ist. Den Tag zu füllen ist schwer. Müde bin ich nämlich gar nicht. Ich schlafe nachts gut und auch genug, dadurch muss ich mich tagsüber auch nicht hinlegen. Da ich ab 5.30 Uhr wach bin und erst gegen 22 Uhr das Licht ausmache, ist der Tag sehr, sehr lang. Man muss ja bedenken, welches Pensum ich mit Sophie hatte. Einmal ausgebremst von Tempo 300 auf 0! Aber hilft ja alles nix. Bis heute Abend ist Töchterchen noch da, allerdings wird sie heute Schlaf nachholen - nehme ich mal an - und nochmal ihre beste Freundin treffen. Dem jungen Mann geht es anscheinend besser, da hat sich wohl in den letzten Tagen doch einiges getan. Das freut mich total!

Soweit ich weiß, ist meine eine Freundin ab heute in der Gegend und wird sicherlich die Tage mal vorbei kommen. Darüber freue ich mich. Jetzt kann ich echt wieder Gesellschaft gebrauchen. 

Und jetzt trinke ich meinen zweiten Kaffee, nachdem ich euch noch ein paar Bilder da lasse. Ich hab da ja noch welche vom Lichterfest im BoGa.








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