Weihnachtsbaum im Sturm aussuchen - das hatten wir auch noch nicht. Aber irgendwann ist immer das erste Mal! Diesmal musste Sophie zu Hause bleiben. Bei totalem Matsch, Sturm und Regen wollten wir uns schnell entscheiden und das geht ohne Hund besser. Wobei - so einfach war es dann nicht, weil wie jedes Jahr, es schlichtweg zu wenig kleine Bäume bei unserem hiesigen Tannenbaumdealer gibt. Die Nordmänner sind teuer und dick, die Blaufichten zu groß. Aber irgendwie finden wir dann doch immer einen und der nette Tannenbaumverkäufer kennt uns schon und gibt uns doch einen fetten Rabatt. So der Bonus für liebreizende Stammkundinnen halt. ;-)
Es ist endlich wieder eine Blaufichte geworden, die gerade knapp unter die Decke passt, aber dafür schön schlank ist und wundervoll nach Weihnachten riecht.
Ich weiß, es ist null komma null nachhaltig, was wir da tun, aber so lange wir hier so in dieser Konstellation feiern und es keine bezahlbaren Alternativen gibt, möchten wir nicht darauf verzichten. Einen im Topf kann ich hier halt nicht auspflanzen und im Topf würde er es sicherlich überleben, ausserdem muss ich den Topf ja irgendwie hin- und herschleppen, das schaffe ich alleine nun mal nicht.
Wenigstens unterstütze ich einen heimischen Händler und bezahle auch nicht gerade wenig für so einen Baum. Und es ist hier direkt im Ort!
Und ich stelle fest, ich werde in diesem Leben wohl kein Weihnachtsmarkt-Mensch mehr. Es ist mir zu voll und die Buden sagen mir selten zu. Okay, der Marburger Weihnachtsmarkt ist natürlich auch ein ziemliches Trauerspiel. Vielleicht habe ich nur noch nicht den richtigen Weihnachtsmarkt erlebt.
Das Wetter war heute echt blöd. Es gab sogar heute Abend ein Gewitter mit Sturmböen, die das Regenfass quer durch die Einfahrt wirbelte, trotz dem fetten Pflasterstein, den ich zur Beschwerung darauf gelegt habe.
Ich hätte lieber gerne etwas mehr Lametta beim Wetter! :-)



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