Dann habe ich Urlaub, endlich! Das Wetter berappelt sich und wir haben erstmal eine gute Vorhersage für unseren Urlaub. Töchterchen weilt noch in Spanien, wo es aber auch ein paar Freundinnendramen gibt, die sich genauso schnell verziehen, wie sie entstanden sind.
Ich bin viel draußen und mache auch viel Sport. Mein VO2 max. ist sogar im blauen Bereich. Ich habe auch schon die 200 km Joggen geschafft, die ich mir vorgenommen habe für das Jahr. Ich bin mega stolz auf mich. Allerdings hatte ich halt auch wirklich Zeit dafür.
Mein erstes Urlaubswochenende wird von männlichen bzw. von einem männlichen Wesen versaut. Er meldet sich einfach nicht, obwohl wir uns nochmal vor meinem Urlaub sehen wollten. Auch das Salsa tanzen an der Strandbar will meine Stimmung deswegen nicht heben. Ich bin echt sauer, aber ich hatte halt auch sowas geahnt.
Am Montag nach dem Wochenende klingelt Abends mein Handy - er hält es also nicht mal für nötig vorbeizukommen für ein Gespräch. Er teilt mir dann mit, dass ihm das doch alles zu viel ist mit der Pendelei und blablabla. Alles Dinge, die ich immer wieder angesprochen habe und er sie jedes Mal wegwischte mit der Aussage, das ist alles kein Problem. Ich bin mega sauer. Nicht, weil er sich so entscheidet, sondern wie das alles gelaufen ist. Trotzdem weiß ich zu dem Zeitpunkt nicht, warum mich das so mitnimmt, dafür war es viel zu kurz und ich war mir ja auch noch nicht sicher, ob ich das alles so will. Aber ich wollte dem eine echte Chance geben....naja, dann halt nicht.
Das Töchterchen reist an und wird nun 1 1/2 Monate hierbleiben. Ich bin gespannt, wie wir uns verstehen werden. Ich gehe nochmal tanzen und bin sehr froh über mein soziales Umfeld, dass ich mir erarbeitet habe.
Wir gehen das erste und einzige Mal Abends an den See zum Baden, fahren zur Strandbar und zum Stadtfest in Gießen, wo es wirklich toll ist.
Und dann fahren wir nach 3 Jahren endlich wieder mal nach Dahme.
Wir haben eine tolle Woche dort, aber es war anders - Sophie hat gefehlt und auch wir mussten erst unseren neuen Rhythmus miteinander finden. Das Wetter war dann leider deutlich schlechter und vor allem deutlich kühler als vorhergesagt. Deswegen hatten wir auch blöderweise zu wenig warme Klamotten dabei und so musste ich mir dort noch eine Jacke kaufen. Mit der Kälte haben wir nicht gerechnet.
Die Woche vergeht wie im Flug. Am letzten Tag lassen wir einen Teil von Sophie am Hundestrand und der Sonnenaufgang ist perfekt an diesem Morgen. Direkt danach steigen wir ins Auto und fahren nach Hause.
Ich habe das Gefühl, dass mein Vitamin D Spiegel wieder abgerauscht ist, ich hatte ja keine neue Packung mehr geholt. Aber ich bin wieder sehr müde und auch meine Stimmung rutscht ab.
Töchterchen und ich entdecken das Volleyballfeld an der Schule für uns und genießen einfach noch die Zeit miteinander.
Der Urlaub ist rum, der August auch und mir gruselt es ein wenig vor dem Herbst.

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