Zu wenig Zeit für einen weiteren größeren Ausflug, zu viel Zeit, um direkt zum Essen zu gehen, also, was machen wir nun?
Wir entschieden uns, weil es einfach um die Ecke war, über die Reeperbahn zu laufen und ehrlich gesagt, mir hat es auch am hellichten Nachmittag ausgereicht. Ich ahne, in was sich das Ganze in der Dunkelheit verwandelt. Aber hey, ich war mal da das zählt doch auch bei Sonnenschein, oder?
Über die Reeperbahn muss ich, glaube ich, nicht viel schreiben, oder?
Vielleicht ein bissi Geschichte?
Den Namen hat die Reeperbahn von den sogenannten Reepschlägern. Das sind Taumacher und Seiler, die für die Herstellung von Schiffstauen zuständig waren. Für dicken und langen Taue brauchte man eine 400 m lange Bahn, die sogenannte Reeperbahn. Da die Schiffe immer größer wurden, wurden auch die Taue dafür länger und breiter, also mussten sie zur Herstellung vor die Stadt ziehen, wo es noch genügend Platz gab, um Seile von bis zu Metern drillen zu können. Etwa im 17. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Spielbuden und ein Jahrmarkt dort an. Der Beginn des Amüsierviertels.
Als wir diese Ecke von Hamburg dann auch abgelaufen hatten, schauten wir mal, wie wir in welcher Zeit zum Restaurant gelangen sollten. Wir entschieden uns zu laufen und mussten direkt ins Schanzenviertel. Die ungeliebte Ecke meiner Tochter und ehrlich, ich kann es verstehen. An einem Sonntag, bei düsterem Wetter, war das nicht die angenehmste Gegend. Ich habe mich nicht wirklich wohl gefühlt, also sind wir zügig da langmarschiert. Ein paar Fotos habe ich gemacht und bestimmt gibt es da auch tolle Ecken zu sehen, aber an dem Tag, lud uns die Gegend nicht wirklich dazu ein.
Wir kamen dann ca. 15 min. früher am Restaurant an, durften aber direkt zum Tisch. Eine Premiere stand an für mich, das erste Mal richtig Sushi. Ich durfte ja schon mal vor ein paar Wochen aus dem hiesigen Supermarkt testen, aber da musste ich halt auch nicht auswählen. *lach*
Da saß ich nun, hatte null Ahnung und starrte ewig auf die Karte. Letztendlich hat mir das Töchterchen ein wenig geholfen. Verstanden habe ich das alles immer noch nicht. Egal! Das Essen kam, es war mega lecker und vom Preis/Leistungsverhältnis okay, denke ich. Ich hab da allerdings keinen Vergleich. Das Töchterchen geht dort ab und zu mal hin, aber das mit den Stäbchen habe eindeutig ich, besser hinbekommen. *lach*
Es war ein schöner Abschluss für den Hamburgtrip! Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht, der Bus warf mich direkt vorm Hotel raus und das Töchterchen fuhr noch ein paar Haltestellen weiter bis zu ihrem Wohnheim.
Der letzte Abend in Hamburg war zu Ende!










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