Freitag, 13. Juni 2025

Hamburg - Tag 4 - Rückreise, Fazit

Ich musste erst gegen 11 Uhr auschecken und mein Zug sollte erst gegen 12.30 Uhr fahren, so hatte ich genügend Zeit alles in Ruhe zu machen. Der Tag begrüßte mich sonnig, was ich auf der einen Seite toll fand, auf der anderen Seite hätte ich mir die halt am Vortag gewünscht. Naja, das Leben ist kein Wunschkonzert, das Wetter schon mal gar nicht. :-)

Wie verabredet kam das Töchterchen zum Frühstück ins Hotel. Ich hatte am Vortag abgeklärt, ob sie einen oder zwei Kaffee mittrinken darf und was das kosten würde. Frühstücken wollte sie eh nicht. Sie durfte dann netterweise kostenlos den Kaffee mit mir trinken und da sie auch von Hafer- bis Lactosefreie Milch da hatten, war das auch kein Problem. Wir genossen unsere letzte gemeinsame Stunde und dann musste sie aber zur Uni.

Ich hatte immer noch so viel Zeit, das Wetter lockte nach draußen, aber für einen Ausflug war es dann zu wenig und das ganze Gepäck wollte ich diesmal nicht mitschleppen. Also entschied ich mich, nochmal bis zum Rewe zu laufen und mir noch Wasser zu holen und das Leergut abzugeben. Die Luft war so klar und die Sonne kitzelte in der Nase. Hach, was war das schön!

Das Auschecken später lief reibungslos. Karte abgeben und fertig. :-)

Die anschliessende Busfahrt, der Umstieg in die S-Bahn auch. Aber vor dem Bahnhof selbst hatte ich ordentlichen Respekt und natürlich auch im Anbetracht der Tatsache, was da an meinem Ankunftstag nur wenige Stunden später passiert war. 

Es war aber deutlich weniger los als an dem Ankunftstag und da ich ganz hinten vom Gleis losfuhr, also quasi ausserhalb des Bahnhofes, war es dann doch nicht so gruselig.




 

Diesmal waren auch die Wagen nummeriert und ich fand meinen Sitzplatz auf Anhieb. Und wir sind sehr pünktlich abgefahren. 

Machs gut Hamburg!


Dann gab es aber einen medizinischen Notfall im Zug und es wurde nach einem Arzt oder sonstigem medizinischen Personal gefragt. Wir mussten in Lüneburg länger halten, damit der Notarzt zusteigen konnte und die Patientin wurde nach kurzer Zeit in den Rettungswagen umgelagert. Immerhin war sie ansprechbar, was ich aus meinem Fenster halt sehen konnte. Es hat insgesamt ca. 15 min. gedauert, dann ging es weiter. 5 min. holten wir auf der restlichen Fahrt wieder rein und so bin ich echt dankbar, das meine erste große Reise mit der Bahn so gut verlaufen ist. Wenn es funktioniert, ist das eine sehr entspannte und wunderbare Art zu reisen. Aber ich kenne genügend Horrorgeschichten vom Töchterchen und anderen Menschen. 

Mein Fazit von Hamburg:

Wenn man es als Landei, wie ich, das in einer sehr behüteten, heilen Welt lebt, schafft das Elend und den Abgrund der Menschheit auszublenden, der einem halt schon dort vor allem an den Bahnhöfen begegnet, dann ist Hamburg wirklich toll. Die vielen Menschen, der Verkehr, das Fahren mit den Öffis hat mich tatsächlich viel weniger überfordert als gedacht und ja, tatsächlich kann ich mich auch in einer so großen Stadt wohlfühlen. Hamburg hat unfassbar viele Fassetten und es gibt noch viel zu entdecken. Es gibt auch kulturell halt einfach zigfach viel mehr zu erleben. Aber es ist halt auch alles extrem teuer! Vom Essen bis zu den Eintrittsgeldern. Oft kann ich mir das halt nicht leisten.

Mein Fazit zu meiner ersten Reise ausserhalb meiner Komfortzone:

Es hat Lust auf mehr gemacht. Ich war so glücklich danach, musste mich auch weniger erholen als gedacht und ich hätte gleich wieder auf Reisen gehen können. :-) Ich werde sowas auf alle Fälle wieder machen. Entweder mit dem Töchterchen, einer Freundin oder eben alleine. Alleine reisen hat auch Vorteile, aber auch Nachteile. Ohne das Töchterchen vor Ort, hätte ich halt die Eindrücke alleine gesammelt, man hat dann niemanden mit dem man darüber sprechen kann. Glück zu teilen, verdoppelt es halt einfach. Mich alleine in ein Café zu setzen oder im Hotel an die Bar, das Frühstück alleine einzunehmen, hat mir null ausgemacht. Ich sitze auch einfach gerne da und beobachte die Leute. Und manchmal ergibt sich dann ja auch ein Gespräch.

Mein Fazit zum Hotel:

Jederzeit wieder! Ich habe mich wohlgefühlt von Anfang bis Ende. Mein kleines Einzelzimmer habe ich geliebt und sogar genauso gut geschlafen wie zu Hause. Trotz 6spuriger Straße! Es war sauber, das Frühstück für mich lecker und total ausreichend! Alle waren nett und die Stimmung recht locker. Nicht eine einzige negative Bemerkung, die ich vorher gelesen habe, traf für mich zu. Es liegt auch strategisch gut. Man muss zwar meist umsteigen, aber man kommt überall gut hin und es sind dort definitiv auch weniger Menschen unterwegs. Aber machen wir uns nix vor, die Hotelpreise sind heftig, ob sie gerechtfertigt sind? Oder der Preis fürs Frühstück? Wahrscheinlich nicht! Doch das Problem hat man ja überall, wenn man nicht 10 km ausserhalb nächtigen möchte. Und wenn ich das Frühstück irgendwo anders einnehme, zahle ich ja nicht wirklich weniger als im Hotel. Von daher - doof, dass alles so teuer geworden ist, aber das sagt halt nix über dieses eine Hotel aus. 

Ich freue mich schon, wenn ich wieder verreisen kann. :-)


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