Sonntag, 1. September 2024

1. September

Da ist er nun, der 1. September und damit ist ja irgendwie der Sommer schon rum. Ein Sommer, der irgendwie wenig sommerlisches Flair hatte und für mich so gut wie vorbeizog, weil ich ja an allen schönen Dingen des Sommers, die man da so gerne macht, nicht wirklich teilnehmen konnte. Zum 2. Mal nun. Das ist bitter. Schon Abends merkt man, dass wir nun auf eine Jahreszeit zu gehen, obwohl die Temperaturen noch hochsommerlich sind. Aber es ist halt schon echt früh dunkel! Die letzte Runde gehe ich jetzt mit Sophie schon in der Dämmerung. In ein paar Wochen ist es wahrscheinlich stockduster. 

Ich mag den Herbst ja normalerweise, aber dieses Jahr habe ich Respekt davor, wie Sophie mit dem dann leicht veränderten Tagesrhythmus klar kommt. Morgens dunkel - Abends dunkel, dazwischen nur wenig Zeit, um ihr Drangwandern mit Spaziergängen zu beruhigen - wobei so wirklich hilft das auch nicht. 

Die Tage seit Donnerstag waren auch wieder sehr durchwachsen mit schönen Momenten, aber auch mit Momenten an denen ich einfach nur am Liebsten davongelaufen wäre, um einfach dem Ganzen zu entkommen. Besonders der Freitag war schlimm! 

Gestern war besser, was aber daran lag, dass mir das Töchterchen den Hund etwas abgenommen hat. So haben wir die Runden abwechselnd gemacht und das 400x auf die Decke zurückbringen, damit sie sich nicht in die Erschöpfung kreist, konnten wir uns auch teilen. Ausserdem übernahm sie die erste Schlafschicht, am Freitag bin ich nämlich exakt 7x bei Sophie gewesen, was kurz geholfen hat und ein paar Minuten später ging alles von vorne los. So konnte ich gestern eine Radtour machen, bei der ich leider feststellen musste, dass das Knie wohl doch spezifisch beim Radeln zickt. Das nervt mich echt, weil ich es nicht verstehe. Die ersten Male waren ja noch viel anstrengender, weil total ungewohnt und da war gar nichts. Diesmal fing es sogar schon auf den ersten Kilometern an. Zum Glück moderat, was aber daran lag, dass ich mein Tempo und die Länge der Strecke daran angepasst habe. So ein Mist! Sobald ich dann absteige ist es weg. Mal schauen, wie es sich heute morgen anfühlt - ich will nämlich noch eine kleine Runde joggen gehen. Ich habe jetzt recherchiert und bin mir fast sicher, dass ich ein beginnendes "Läufer-Knie" habe, das kann man nämlich auch auf dem Rad bekommen. Na toll!. Da heißt es nun aufpassen, denn wenn sich das richtig entzündet, gibt es eine sehr lange Zwangspause. Also lieber gleich gegensteuern. Da ich meinen Körper ja gut einschätzen kann, weiß ich auch, wo die Schwachstelle hängt. Aber eins weiß ich, ich lasse es nicht nochmal so schlimm werden, wie bei der Schulter, dann gehe ich vorher zum Arzt und lass mir Physio aufschreiben. Ich habe noch ein bissi was vor! 

Beim Radeln merke ich aber schon, dass ich mich immer mehr an die Belastung gewöhne. Die Schulter und den Rücken habe ich gar nicht gespürt, 6% Steigung sind kaum noch ein Problem und auch sonst rollt es sich viel leichter. Da ich ja einen Hundesitter hatte, habe ich mich entschlossen noch beim See zu stoppen und dort etwas zu trinken. So schön es da ist - früher waren wir ja oft da - so unfassbar unverschämt teuer ist es mittlerweile. 12.50 Euro für ein Getränk und einen Kuchen plus Trinkgeld - das geht eben nicht oft. Davon mal abgesehen, dass ich 3x gesagt habe, ich will Zahlen und dann doch wieder keiner kam, bis der Chef ein Machtwort gesprochen hat - nervt ungemein! Teuer und schlechter Service - scheint ganz groß in Mode zu sein zur Zeit. Also einfach mal zum See radeln, was trinken und wieder heim, ist schon finanziell keine Option mehr. Schade! 

Den Rest des Tages habe ich dann gechillt und mit dem Töchterchen gequatscht. 

Heute morgen will ich noch eine kleine Runde joggen und falls mir meine zögerliche Freundin nicht doch absagt, ist Abends Strandbar in Gießen angedacht. Einfach mal raus. Das Töchterchen macht Hundedienst und somit ist das im Prinzip die letzte Möglichkeit für dieses Jahr. Aber wie gesagt, die Freundin war noch zögerllich und die Ersatzbegleitung hat gleich mal ganz abgesagt. 

Jetzt präpariere ich mich mal fürs Laufen, während der Hund zwar draußen nicht wirklich laufen wollte, nun aber wieder auf der Decke dreht und jammert. *soifz* Wie lange hält das eigentlich ein alter Hundekörper aus? So mit wenig Schlaf und permanentem Gejammer plus Gedrehe, dass sich irgendwann in Streß ausweitet, wenn man nicht eingegreift? Irgendwann werde ich wohl wirklich zu Beruhigungsmitteln greifen müssen - bisher zögere ich noch, weil die Nächte zwar unruhig, aber noch erträglich sind. 

Und nun lasse ich euch noch ein Herbstbild da von letztem Jahr und fülle die Wasserspeicher fürs Laufen auf.



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